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Umwelt & Verkehr

TÜV Süd.

ampnet – 6. Dezember 2017. Der TÜV Süd stellt sich gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die hatte in einer Pressekonferenz am Dienstag (5. Dezember 2017) unterstellt, im Modell 320d eine illegale Abschaltvorrichtung zur Manipulation der Abgaswerte einzusetzen. Jetzt widerspricht der TÜV, der im Jahr 2015 im Auftrag der BMW Group umfangreiche Untersuchungen an den Abgassystemen verschiedener BMW-Modelle durchgeführt hatte, unter anderem auch an einem technisch mit dem BMW 320d aus der DUH-Aktion. Ergebnis: In keinem Fall, weder auf dem Prüfstand noch auf der Straße, lag aus TÜV SÜD-Sicht der Charakter einer illegalen Abschaltvorrichtung vor.

Neue Antriebsgeneration: Hyundai Smart Stream.

ampnet – 24. November 2017. Hyundai entwickelt unter den Namen Smart Stream Antriebskomponenten, die die aktuellen Antriebe verbessern sollen. Bis 2022 plant der Konzern zehn Benzin- und sechs Dieselmotoren sowie sechs neue Getriebe mit Smart-Stream-Technologie. Zunächst werden 1.6-Liter Benzin- und Dieselmotoren als Smart Stream eingeführt, dann folgen vier neue Motoren und zwei neue Getriebe. Auf lange Sicht soll Smart Stream für alle Antriebe verfügbar sein.

Europäische Union in Brüssel.

ampnet – 24. November 2017. Nach Antwerpen richtet Brüssel ab 1. Januar 2018 als zweite Stadt in Belgien eine Umweltzone ein. Die Hauptstadt schließt zunächst Fahrzeuge der EURO-Abgasnorm 0 und 1 aus. Eine Ausnahmegenehmigung kann für diese Fahrzeuge erkauft werden, jedoch nur als Tagesticket. Da jedes Fahrzeug bei der Einfahrt in die Umweltzone gescannt wird, muss die Registrierung vorher erfolgen. Denn Strafzettel werden automatisch verschickt, wenn das Fahrzeug nicht registriert oder zu alt ist, um in die Umweltzone einzufahren. (ampnet/Sm)

Buderus iDisc.

ampnet – 22. November 2017. Die Feinstaubdiskussion rückt Bauteile in den Vordergrund, an die in diesem Zusammenhang bisher nur selten gedacht wurde: die Bremsscheibe. Denn der größte Anteil des vom Verkehr verursachten Feinstaubs stammt nicht aus dem Auspuff der Fahrzeuge, sondern wird durch Straßen-, Reifen- und Bremsabrieb verursacht. Laut Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg stammen 32 Prozent der Partikelemission im Straßenverkehr von Bremsen und Reifen, davon etwa die Hälfte von Bremsstaub. Genau da will die Bosch-Tochter Buderus Guss mit der neuen Bremsscheibe iDisc Abhilfe schaffen.

Debbie Mielewski.

ampnet – 18. November 2017. Viele Autofahrer sitzen auf Soja. Ford nimmt diese Pflanze in seinem 18. Nachhaltigkeitsbericht als Beispiel für den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in der Automobilproduktion. Bei dem zeitgrößten nordamerikanischen Automobilhersteller kam bereits 2008 Schaumstoff auf Basis von Sojabohnen erstmals beim Ford Mustang zum Einsatz. Seit 2011 wird Soja für Sitzkissen, Rückenlehnen und Kopfstützen in allen Fahrzeugen verwendet, die von Ford in Nordamerika produziert werden.

Alstom Coradia Ilint.

ampnet – 9. November 2017. Darin waren sich alle Beteiligten bei der Vertragsunterzeichnung am Donnerstag in Wolfsburg einig: Der Zug der Zukunft wird von Wasserstoff angetrieben. Verkehrsminister Olaf Lies sagte: „Ab jetzt gibt es im nicht elektrifizierten Schienenverkehr eine echte Alternative zum Dieselbetrieb. Wasserstoff und Brennstoffzellen sind eine ideale Kombination für Klimaschutz, Energie- und Verkehrswende. Sie ermöglichen das Speichern von Energie und emissionsfreies Bahnfahren.“ Die ersten Brennstoffzellen-Züge „Coradia iLint“ werden in Niedersachsen den Verkehr aufnehmen. Produziert wird der von Alstom für die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG).

ampnet – 9. November 2017. „Das Erreichen des CO2-Grenzwertes von 95g/km ab 2020 ohne die Dieseltechnik ist bereits undenkbar“, erklärt heute Thomas Peckruhn, Vizepräsident des ZDK (Zentralverband des Deutschen Kfz-Handwerks). Peckruhn bekräftigte seine Forderung nach politischer Klarheit zum Thema Diesel mit dem Hinweis, die auf den bisherigen Grenzwerten beruhenden neuen Vorschläge der EU-Kommission zur verschärften Abgasreduzierung seien „ohne den Diesel völlig illusorisch“.

Gasmotor OC13 von Scania.

ampnet – 8. November 2017. Scania hat aus seinem 13-Liter-Motor einen Euro-6-Gasmotor entwickelt, der jetzt erstmals auf der italienischen Messe „Ecomondo 2017“ vorgestellt wurde. Mit 410 PS kann der OC13 – dank einer Leistung, die mit der eines Dieselmotors ähnlicher Größe vergleichbar ist – sowohl im Fernverkehr als auch im Baustellenbetrieb eingesetzt werden. Nach Angaben des Lkw-Herstellers ermöglicht das Aggregat eine Senkung des CO2-Ausstoßes von 15 bis 90 Prozent.

ampnet – 8. November 2017. Audi setzt seine e-Fuels-Strategie konsequent fort. Gemeinsam mit den Partnern Ineratec GmbH und Energiedienst Holding AG plant das Unternehmen in Laufenburg, im Schweizer Kanton Aargau, eine neue Pilotanlage zur Produktion von e-Diesel. Die dafür notwendige Energie aus erneuerbaren Quellen kommt dabei erstmals aus Wasserkraft. Die neue Anlage soll eine Kapazität von rund 400 000 Litern pro Jahr haben.

ampnet – 8. November 2017. Für unrealistisch hält der Verband der Automobilindustrie (VDA) das zweite „Mobility Package“, das die Europäische Kommission heute in Brüssel verabschiedet hat. Es umfasst neun Gesetzesinitiativen, darunter die CO2-Regulierung für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge für die Zeit nach 2021. Nach dieser sollen die Pkw-Hersteller den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotte in der EU bis 2030 um 30 Prozent senken. Bis 2025 soll ein verbindliches Zwischenziel mit einer Reduktionsvorgabe von 15 Prozent gelten. Bei leichten Nutzfahrzeugen soll der CO2-Ausstoß ebenfalls um 15 Prozent, bis 2025, beziehungsweise um 30 Prozent, bis 2030, reduziert werden.

CNG-Modelle des Volkswagen Konzerns.

ampnet – 8. November 2017. In Zeiten, in denen der Diesel in Verruf geraten ist, forciert die Automobilindustrie als Antriebsalternative wieder ihre Erdgasmodelle. So wirbt beispielsweise der Volkswagen-Konzern mit der Kampagne „Discover CNG“ (Compressed Natural Gas) für komprimiertes Erdgas als Kraftstoff. Gemeinsam mit Industriepartnern aus den Bereichen Gasversorgung, Netz- und Tankstellenbetrieb sollen Kunden für Erdgasautos gewonnen werden. Beim Umstieg auf CNG-Fahrzeuge wie den Volkswagen Polo TGI oder den Seat Ibiza 1.0 TGI hilft eine „Zukunftsprämie“ in Höhe von bis zu 2000 Euro.

Auch das Fahrrad kann zur weiteren CO2-Reduktion im Straßenverkehr beitragen.

ampnet – 2. November 2017. Durch mehr Radverkehr kann Deutschland jährlich mindestens drei Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. Das geht aus einer Studie des Umweltbundesamtes hervor. Durch die Dominanz der Autoindustrie in der verkehrspolitischen Debatte werde dieses Potential des Radverkehrs bei der Erreichung der Klimaziele „bisher sträflich vernachlässigt“, stellt hierzu der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) im Vorfeld des Weltklimagipfels ab Montag in Bonn fest.

Schadstoff- und Verbrauchsmessung bei Volkswagen.
Von Oliver Altvater

ampnet – 27. Oktober 2017. Im innersten Sicherheitsbereich der Forschung und Entwicklung in Wolfsburg gewährte Volkswagen Einblicke in die Anwendung des, seit dem 1. September 2017 für die Zulassung neuer Personenwagen-Modelle gültigen, weltweit angeglichenen Testverfahrens WLTP. Ab September 2018 soll das „Worldwide harmonized Light duty Test Procedure“ den bislang gültigen „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) ablösen und realitätsnähere Angaben zu Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ermöglichen.

Verkehr in London.
Von Walther Wuttke

ampnet – 23. Oktober 2017. Während in Deutschland noch über den Sinn von Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge heftig diskutiert wird, macht die Londoner Stadtverwaltung ernst und erhöht die Citymaut für ältere Diesel und Benziner, die vor dem Jahr 2006 zugelassen wurden, um einen zusätzlichen Aufschlag. Von sofort an verdoppelt sich der Eintritt in die City für diese Fahrzeuge auf 21,50 Pfund oder umgerechnet rund 24 Euro.

Mercedes-Benz Actros Lang-Lkw im Praxisversuch „Efficiency Run 2015“.

ampnet – 5. Oktober 2017. Einer Studie zufolge können durch Lang-Lkw schon auf den derzeitig freigebenen Streckenabschnitten pro Jahr 54 Millionen gefahrene Kilometer eingespart werden. Daraus folgt die Einsparung von gut 21 000 Tonnen CO2-Emissionen. Könnten Spediteure das gesamte Bundesfernstraßennetz nutzen, ließen sich laut Prognose im Jahr 2030 rund 270 Millionen gefahrene Kilometer vermeiden – und 113 000 Tonnen CO2.

Stadtbahn und Autopendler.

ampnet – 4. Oktober 2017. Die Landesregierung Baden-Württemberg hat auf das Luftreinhalteplan-Urteil mit einer Sprungrevision reagiert. Dabei müssen noch rechtliche Fragen geklärt werden – etwa, ob das Land Fahrverbote in Eigenregie umsetzen kann, wenn der Bund nicht handelt, obwohl er zuständig ist. Der Auto Club Europa (ACE) appelliert an die politischen Verantwortlichen, die Zeit, bis die rechtlichen Aspekte geklärt sind, aktiv zu nutzen.

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Fahrzeuge im Jahr 2016.

ampnet – 21. September 2017. Dataforce hat anhand des Fahrzeugbestands und der Neuzulassungen in Deutschland den Beitrag von Dieselmotoren zur Einsparung von CO2 berechnet. Würden alle Selbstzünder durch Ottomotoren ersetzt, stiege der CO2-Ausstoß der Personenwagen in Deutschland um 9,3 Prozent beziehungsweise 11,8 Millionen Tonnen pro Jahr. Prozentual reicht die CO2-Ersparnis durch Dieselmotoren von 18,6 Prozent bei Firmenwagen bis 7,5 Prozent bei Privatfahrzeugen. Im Mittel sind es 9,3 Prozent weniger Klimagase.

Dr. Wolfgang Lincke.

ampnet – 19. September 2017. Vielleicht liegt es an meinem Alter, aber ich komme mit einer Reihe von Dingen heute nicht mehr klar. Dabei habe ich mein ganzes Berufsleben gerade auf den Feldern gearbeitet, die mich jetzt verwirren. Einiges davon habe ich einmal zusammengeschrieben: Heute bekennt sich jeder zur Tatsache, dass alles vernetzt ist. Politische und gesellschaftliche Entscheidungen erfolgen jedoch fast immer unter dem Einfluss von Institutionen, die strikt linear und ohne Rücksicht auf andere Einflüsse nur einem einzigen Ziel oder Faktor folgen oder bekämpfen. Greenpeace, Nabu, WWF oder im extremen Fall die Deutsche Umwelthilfe (DUH) seien hier als Beispiele genannt. Die Folgen sind katastrophal. Energiewende und Endlagersuche sind besonders deutliche Beispiele.

Peter Schwerdtmann

ampnet – 8. September 2017. Heute berichtet meine brave Lokalzeitung von einer „Greenpeace“-Aussage, die deutsche Industrie schlafe immer noch, während andere Hersteller schon ab 2025 nur noch Elektroautos anbieten wollen. Die Umweltaktivisten beziehen sich dabei offenbar auf Pressemeldungen von Volvo und Jaguar Land Rover. Beide hatten verkündet, dass es ab 2025 in jeder Modellreihe Elektroantrieb geben werde. Niemand wird Greenpeace Dummheit unterstellen wollen. Also kann nur Berechnung dahinterstehen, wenn der Verein besonders gern Medien mit seiner Interpretation solcher Meldungen auf eine falsche Fährte führt.

Wasserstofftankstelle in Karlsruhe.

ampnet – 6. September 2017. In Karlsruhe wurde heute an der Südtangente eine Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen. Sie zeichnet sich durch ein beosnderes Konzept aus: Per Elektrolyse wird vor Ort aus dem Strom einer Solaranlage Wasserstoff gewonnen. Der Bund förderte die H2-Anlage im Rahmen seines Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 970 000 Euro.

ampnet – 31. August 2017. Der Verband der Autombilindustrie (VDA) begrüßt die neuen Testverfahren zur Verbrauchs- und Emissionsmessung. Damit werde der gesetzliche Rahmen präzisiert und die Kunden erhielten mehr Klarheit und Verlässlichkeit für ihre Kaufentscheidung, betonte Verbandspräsident Matthias Wissmann. Zudem würden die Fahrzeuge durch die neuen Vorgaben nochmals deutlich sauberer, Fortschritte für die Luftqualität werden damit schneller wirksam.

Abgas.

ampnet – 24. August 2017. Das von den Autoherstellern eingeleitete Software-Update für moderne Diesel-Pkw reicht nach Einschätzung des Umweltbundesamtes nicht aus, die Stickoxidemissionen so weit zu senken, dass Fahrverbote in Städten ausgeschlossen werden können. Gemeinsam mit der Umtauschprämie für ältere Selbstzünder könne der Ausstoß vermutlich nur um bis zu neun Prozent reduziert werden. Das sei zu wenig, um die NOx-Grenzwerte überall zu erreichen. teilte die Behörde gestern mit.

ampnet – 23. August 2017. Die heute vom Umweltbundesamt (UBA) vorgestellten Prognosen zur Verringerung der Stickoxidemissionen (NOx) im Straßenverkehr in Deutschland liegen mit den VDA-Berechnungen auf einer Linie. Nach Analysen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) können die Software-Updates von Euro-5- und Euro-6-Diesel-Pkw eine NOx-Reduzierung von rund sieben Prozentpunkten leisten. Die Umstiegsprämien könnten bis zu zwei Prozentpunkte bringen. Eine weitere Verbesserung der Luftqualität wird durch die „natürliche Bestandserneuerung“ durch moderne Euro-6-Fahrzeuge erfolgen.

Stickoxid-Emissionen im ADAC-Ecotest.

ampnet – 20. August 2017. Die Abgasreinigungen der meisten Hersteller von Dieselfahrzeugen versagen im Praxistest. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Stickoxid-Emissionen (NOx) von Euro-6-Dieseln im realitätsnahen Ecotest des ADAC. Bei den 188 Modellen, die dabei seit 2013 untersucht wurden, „haben insbesondere ausländische Autobauer erhebliches Verbesserungspotenzial“, heißt es hierzu vom Automobilclub.

ampnet – 18. August 2017. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat in einer Modellrechnung drei Einzelwirkungen der Verringerung der Stickoxid(NOx)-Emissionen in Deutschland detailliert erarbeitet. Demnach hat dabei das Software-Update von Euro-5- und Euro-6-Diesel-Pkw eine große Auswirkung und leistet mit sieben Prozentpunkten den höchsten Beitrag zur NOx-Reduktion. Zweitens bringen die Umstiegsprämien voraussichtlich bis zu zwei Prozentpunkte. Hinzu kommt drittens mit 4,3 Prozentpunkten die „natürliche Bestandserneuerung“ durch die Neuzulassungen von Euro-6-Fahrzeugen.

ampnet – 14. August 2017. Das Umweltprogramm der deutschen Automobilindustrie findet in der Bevölkerung breite Akzeptanz. Die „Mehrheit der Deutschen begrüßt Diesel-Kaufprämien“ titelte am 11. August 2017 eine deutsche Tageszeitung und verwies auf die repräsentative Umfrage des Instituts Insa. Demnach begrüßen 52 Prozent der Befragten die geplanten Umstiegsprämien für Fahrer älterer Diesel-Pkw.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 11. August 2017. Für ein Abschlussexamen als Student der Verwaltungswissenschaften hat es offensichtlich nicht gereicht. Doch seinen Kreuzzug gegen den Diesel reizt er ohne Rücksicht auf Arbeitsplätze, Konjunktur und die Notwendigkeit der Weiterentwicklung einer unverzichtbaren Technologie drakonisch aus. Im Vergleich zu Jürgen Resch, Geschäftsführer der sogenannten Deutschen Umwelthilfe (DUH) erscheint Michael Kohlhaas aus Heinrich von Kleists gleichnamiger Novelle wie ein friedfertiger Untertan. Bekanntlich hieß dessen Devise: "Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe auch die Welt daran zugrunde.“

GTÜ-Prüfingenieur bei der Abgasmessung am Endrohr.

ampnet – 8. August 2017. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) befürwortet die Pläne des Bundesverkehrsministeriums, die Abgasuntersuchung mit Messung am Auspuff im Rahmen der Hauptuntersuchung wieder für alle Autos zur Pflicht zu machen. Ein entsprechender Entwurf zur Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) liegt dem Bundesrat zur Abstimmung vor. Nur so lässt sich laut der Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation verlässlich feststellen, welche Emission tatsächlich aus dem Auspuffrohr herauskommt und ob das Abgasreinigungssystem den Vorschriften entspricht.

Klimaanlage.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 3. August 2017. Lange Zeit war es ruhig geworden um das berüchtigte Kältemittel R1234yf. Die von den US-Chemiekonzernen Honeywell und Dupont entwickelte Chemikalie musste in den vergangenen Jahren auf Druck der EU-Kommission schrittweise das bisher weltweit in Auto-Klimaanlagen genutzte Kältemittel R134a ersetzen. Das hatte sich als mörderischer Klimakiller entpuppt. Obwohl sich Daimler und Volkswagen zunächst vehement gegen die Europa-Bürokraten gewehrt hatten, weil sie das neue Mittel als - im wahrsten Sinne des Wortes – brandgefährlich einstuften, mussten auch sie zunächst klein beigeben.

Abgas.

ampnet – 2. August 2017. Auf dem so genannten „Dieselgipfel“ haben sich die Bundesregierung und die deutsche Autoindustrie auf die Nachrüstung von mehr als fünf Millionen Dieselfahrzeugen verständigt. Sie sollen ein neues Softwareupdate erhalten. Ziel ist es, den Stickoxidausstoß der Fahrzeuge um über ein Viertel (durchschnittlich 25 bis 30 Prozent) zu senken. Die Kosten für die Umrüstung der Modelle mit Euro-5- und teilweise auch Euro-6-Abgasnorm tragen die Hersteller.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 29. Juli 2017. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, doch es kann niemand bestreiten, dass der Umwelt-Taliban Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bei seinem Dschihad gegen den Diesel zumindest in erster Instanz Recht bekommen hat. Es war vorauszusehen, wie Richter Wolfgang Kern vom Stuttgarter Verwaltungsgericht entscheiden würde. Die Vorgaben der Politik, insbesondere der EU-Kommission zu den Grenzwerten der Inhaltsstoffe im Abgas von Dieselautos, ließen ihm kaum eine andere Wahl.

ampnet – 28. Juli 2017. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat keine Bedenken gegen Diesel-Fahrverbote in der Landeshauptstadt und gab damit der Deutschen Umwelthilfe Recht. Eine solche Maßnahme verstoße nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Die Gesundheit der Bevölkerung sei höher zu bewerten als das Recht einzelner Autofahrer, so Richter Wolfgang Kern.

Abgasuntersuchung.

ampnet – 27. Juli 2017. Ab September gilt für alle neu entwickelten Fahrzeugtypen das neue Emissions- und Verbrauchsmessverfahren WLTP (Worldwide Hamonized Light Duty Vehicles Test Procedure). Es löst den bisherigen Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ab. Ab September 2018 gilt die neue Messemethode, die realitätsnaher als die Laborwerte des NEFZ sein soll, dann für alle in der EU verkauften Neuwagen. Der europäische Herstellerverband ACEA (European Automobile Manufacturers’ Association) hat nun an die EU-Staaten appelliert, die Berechnungsgrundlage ihrer Kfz-Steuer zu überprüfen und entsprechend anzupassen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 25. Juli 2017. Erinnern wir uns an die gute alte Zeit. Da sprang das Ungeheuer von Loch Ness hilfreich ein, wenn Zeitungsseiten gefüllt werden mussten, die ansonsten mangels ergiebiger Neuigkeiten weiß geblieben wären. Funk und Fernsehen berichteten von Krokodilen in deutschen Badeseen oder stellten Mutmaßungen über einen Wels in einem Mönchengladbacher Parkteich an, der angeblich einen Dackel gefressen hatte. Sommerloch hieß das damals. Manche Journalisten widmeten aus lauter Verzweiflung sogar dem gleichnamigen und ziemlich langweiligen Dorf in der Nähe von Bad Kreuznach ausführliche Portraits. An die Stelle von Nessie aus Schottland, einem Krokodil namens Sammy oder dem Killerwels Bruno sind im Jahr 2017 das Automobil und die Industrie, die es produziert, getreten.

Audi A7 Sportback 3.0 TDI Ultra.

ampnet – 21. Juli 2017. Audi bietet europäischen Kunden ein Nachrüstprogramm für Dieselfahrzeuge nach Abgasnorm Euro 5 und Euro 6 an. Insgesamt können bis zu 850 000 Autos, die mit dem Sechs-Zylinder- oder Acht-Zylinder-Diesel (V6/V8 TDI) ausgestattet sind, eine neue Software bekommen. Hierdurch wird das Emissionsverhalten im realen Fahrbetrieb verbessert, teilte der Autohersteller heute mit. Die Aktion erfolge in Abstimmung mit dem Kraftfahrtbundesamt.

Der Halo-Gulfstream der DLR untersucht die Ausbreitung von Emissionen über Metropolen.

ampnet – 19. Juli 2017. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) führt derzeit bis zum 30. Juli 2017 Forschungsflüge durch, um die Ausbreitung und Umwandlung der Emissionen von London, Rom, dem Ruhrgebiet und anderen europäischen Ballungsräumen genauer zu untersuchen. Die Emissionen großer Städte können sich bei bestimmten Wetterlagen über die Grenzen der Metropolen hinaus ausbreiten. Dabei werden Partikel und gasförmige Schadstoffe mit dem Wind oft über 1000 Kilometer weit getragen.

Vollaluminium-Diesel OM 654 von Mercedes-Benz .

ampnet – 19. Juli 2017. Der Daimler-Vorstand hat gestern eine Maßnahme zur Reduzierung der Stickoxidemissionen angekündgt von der nahezu alle Fahrzeuge der Marke mit Dieselmotor betrofffen sind. Insgesamt rund drei Millionen Dieselfahrzeugen werden in die Werkstätten gebeten, wo mit erweiterten Servicemaßnahmen eine Reduzierung der Stickoxidausstoßes (NOx) erreicht werden soll.

ACE.

ampnet – 18. Juli 2017. Noch vor dem Start des angekündigten Dieselgipfels, der konkrete Lösungen zur Nachrüstung von älteren Dieselfahrzeugen bringen soll, zeichnet sich ab, die beste Lösung für Verbraucher und Umwelt steht längst nicht im Fokus der Autohersteller. Der Auto Club Europa (ACE) sieht die aktuelle Entwicklung kritisch. Ein Softwareupdate, das lediglich sicherstellt, dass Diesel-Pkw bis zu einer Temperatur von zehn Grad Celsius den Stickoxidausstoß filtern, sei nicht ausreichend. Die Durchschnittstemperatur in Deutschland liegt unter diesem Wert (9,4 Grad Celsius in 2016). Wenn also eine dauerhafte Absenkung der Luftschadstoffe erreicht werden soll, müsse die Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen zu jeder Zeit funktionieren.

Die geschäftsführenden Gesellschafter der EuroSpeedway Verwaltungs-GmbH, Josef Hofmann und Josef Meier, Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands Dekra SE, Dr. Gerd Neumann, von lins nach rechts.

ampnet – 17. Juli 2017. Die Sachverständigenorganisation Dekra übernimmt zum 1. November 2017 den Lausitzring. Zusammen mit dem Dekra Technology Center (DTC), seit 2003 in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Rennstrecke in Klettwitz (Brandenburg), soll hier das Innovationszentrum für die Prüfung der Mobilität der Zukunft entstehen. Es wird zentraler Bestandteil des internationalen Testverbunds für das automatisierte und vernetzte Fahren, den Dekra in Europa und Asien aufbaut.

Noch ist die Zukunft des Automobilmarktes verhüllt. Doch es mehren sich die Zeichen für Besserung.

ampnet – 10. Juli 2017. Ein starkes Signal zur Zukunft des Automobilbaus in Deutschland wollten die Ministerpräsidenten der fünf Auto-Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen setzen. Sie veröffentlichten dazu am Freitag ein Positionspapier. Dies ist ein Text, der erstaunlich umfassend Herausforderungen und Maßnahmen zum Wandel in der Automobilindustrie benennt – so ganz abseits von den üblichen Verunglimpfungen und populistischen Ausfällen gegen das Auto und seine Hersteller. Wir dokumentieren ihn deswegen an dieser Stelle, nicht ohne den Hintergedanken, dass dieses Positionspapier auch einen erstaunlich sachlichen und zielführenden Maßstab liefert, an dem sich die einzelnen Maßnahmen messen lassen:

Donk-EE als Umzugshelfer.
Von Walther Wuttke, cen

ampnet – 9. Juli 2017. Das Fahrrad hat sich in den vergangenen Jahren vom Freizeitgefährt zu einem vollwertigen Fortbewegungsmittel entwickelt, mit dem sich nicht nur staugeplagte Großstädter durch den Straßendschungel bewegen. Inzwischen ist das Rad auch noch zu einem der Vehikel im Bemühen um die Verkehrswende in den Städten befördert worden. Keine Frage, aus dem vor 200 Jahren von dem schrulligen Freiherrn von Drais erfundene Laufrad ist – wenigstens im urbanen Umfeld – eine Konkurrenz zum Automobil erwachsen.

Prof. Dr. Thomas Koch.
Von Jens Meiners, cen

ampnet – 7. Juli 2017. Diesel-Skandal und kein Ende? Während die Autoindustrie auf saubere Euro-6-Fahrzeuge verweist, präsentiert die Lobbyorganisation Deutsche Umwelthilfe die Ergebnisse eines Wintertests, der mit 16 Autos bei Niedrigtemperaturen durchgeführt wurde. Ergebnis: Die im Realbetrieb ermittelten Messwerte liegen teils erheblich oberhalb der Grenzwerte, die für Neufahrzeuge im NEFZ-Zyklus vorgeschrieben sind. Von „enormer Abweichung“ ist nun in Presseberichten die Rede, die „dreckigen Diesel“ werden abermals an den Pranger gestellt. Ist die Kritik berechtigt, oder gehen Politik und Medien einer Kampagne auf den Leim? Unser Redaktionsmitglied Jens Meiners hat bei Prof. Dr. Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nachgefragt.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 6. Juli 2017. Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Rufmords am Diesel. Eine unheilige Allianz von Automobilclubs, einigen Fahrzeugproduzenten, sogenannten Umwelt- und Abmahnverbänden sowie einem Teil der veröffentlichen Meinung hat sich auf den Selbstzünder seit einigen Monaten vehement eingeschossen. Initialzündung war neben der Aufdeckung betrügerischer Manipulationen am Abgasverhalten dieselbetriebener Volkswagen-Modelle durch US-Behörden die Belastung der Luft in topografisch ungünstig gelegenen Städten. Dort liegt die Konzentration von Schadstoffen oftmals über den Grenzwerten wie sie die EU inzwischen erlaubt.

Matthias Wissmann.

ampnet – 4. Juli 2017. Deutliche Worte fand Matthias Wissmann, der Präsident des Verbandes der Automobilhersteller (VDA); jetzt bei der Halbjahres-Pressekonferenz des Verbandes in Berlin zu Stickoxid-Problematik und zur Diesel-Diskussion. Die Schwarz-Weiß-Malerei, die sich in Teilen der Öffentlichkeit und Politik derzeit findet, sei eher Zerrbild als Abbild der Wirklichkeit. In wenigen Jahren werde die Stickoxidfrage aller Voraussicht nach gelöst sein, stellt Wissmann fest. Es gebe also intelligentere Maßnahmen als Fahrverbote.

Prof. Dr. Dieter Anselm, KS-Präsient Dietrich Rath und Dirk Breuer, Toyota (von links).

ampnet – 4. Juli 2017. Toyota erhielt kürzlich den KS-Energie- und Umweltpreis 2017. Die Auszeichnung des Automobilclubs Kraftfahrer-Schutz (KS) würdigt außergewöhnliche technische Entwicklungen, die eine umweltschonende und sparsame Autofahrt unterstützen. In diesem Jahr prämierte die Expertenjury das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai. Der KS-Energie- und Umweltpreis wird seit 1981 alljährlich nur einmal vergeben. (ampnet/Sm)

Toyota Prius Plug-in Hybrid.

ampnet – 29. Juni 2017. Der Toyota Prius Plug-in Hybrid hat im aktuellen ADAC-Ecotest als einziges von fünf an der Steckdose aufladbaren Fahrzeugmodellen die Bestwertung von fünf Sternen erhalten. Sowohl bei der Schadstoffbewertung als auch beim CO2-Ausstoß landet der Prius Plug-in auf dem ersten Platz (kombiniert gewichtet 1,0 l/100 km + 7,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen 22 g/km – bei entleerter Traktionsbatterie: 3,4 l/100 km; CO2-Emissionen 79 g/km). Keiner der vier Wettbewerber erreichte mehr als drei Sterne.

Fiat Nuovo Doblò Natural Power.
Von Walther Wuttke. cen

ampnet – 29. Juni 2017. Die Zukunft der Mobilität, so die weitverbreitete These, steht unter Strom – nur weiß leider niemand, wann sie denn genau kommt, die Zukunft. Deshalb behauptet der klassische Verbrennungsmotor angefochten aber ausdauernd seine Stellung. Sein oft herbeigeredeter Abschied aus der mobilen Gesellschaft ist noch lange nicht absehbar. Beim diesjährigen Wiener Motorsymposium waren sich alle Experten einig, dass der Verbrennungsmotor à la Otto und Diesel noch viel Entwicklungspotenzial besitzt.

Abgas.

ampnet – 27. Juni 2017. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will mehr Klarheit bei den Abgaswerten von Autos. Er kündigte heute die Schaffung eines Instituts für Verbrauchs- und Emissionsmessungen an. Es soll die Abgaswerte von Fahrzeugen auf einer festgelegten Testroute im realen Straßenverkehr ermitteln. Die Ergebnisse sollen dann für Verbraucher im Internet veröffentlicht werden.

CNG Mobility Day 2017: Betriebskosten Benzin Diesel CNG.
Von Alexander Voigt

ampnet – 15. Juni 2017. Vor wenigen Wochen hatten der Volkswagen Konzern sowie Betreiber von CNG-Tankstellen und Gasnetzanbieter eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der sie sich zum Ausbau der Mobilität mit „Compressed Natural Gas“ (CNG) bekennen. Gemeinsam mit politischen Initiativen rund um das Bundeswirtschaftsministerium und anderen Fahrzeugherstellern wollen sie darauf hinwirken, die CNG-Fahrzeugflotte in Deutschland bis 2025 zu verzehnfachen und damit auf eine Million Fahrzeuge zu erhöhen. Zudem streben sie den Ausbau des CNG-Tankstellennetzes in Deutschland von 900 auf 2000 Standorte an.

Einer der Vorreiter beim flexiblen Carsharing ist Daimler mit seinem Unternehmen Car2go.

ampnet – 13. Juni 2017. Die Digitalisierung krempelt die Mobilitätsbranche komplett um. Auch bei der Mobilität greift die Ökonomie des Teilens um sich, gibt es für die Branche der Shared Mobility eine Flut an neuen Technologien und Marktteilnehmern. Auch die Automobilhersteller investieren große Summen in eigene Carsharing- und E-Hailing-Angebote nach dem Uber-Beispiel und in Mitfahrdienste, um weitere Einnahmequellen zu schaffen. Die aktuelle Studie „Global Mobility Market—Strategic Profiles of Key Participants, 2016“ sieht hier deutliches Wachstum.