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Kommentare & Glossen

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Scherdtmann, cen

ampnet – 10. Oktober 2019. Das Klimapaket ist geschnürt. Die Einen lieben es, die Anderen hassen es. Das ist normal. Jetzt tobt der Streit. Das ist ebenfalls normal. Außerdem müssen wir uns daran gewöhnen, dass abseits von allem Streit auch scheinbare Wahrheiten entstanden sind, die von allen mit religiösem Eifer vertreten werden: Beispiel Elektroauto.

Rainer Strang.
Von Rainer Strang, cen

ampnet – 20. September 2019. Die Große Koalition hat heute in Berlin ihr mit Spannung erwartetes Klimapaket ausgepackt. Jetzt muss es die parlamentarischen Hürden nehmen. Am Tag der Veröffentlichung hat es weltweite Klimaproteste gegeben. Auch in Berlin. Mit dem Klimapaket hatten sie, wenn überhaupt, allerdings nur indirekt zu tun. Schon im Vorfeld des Klimafreitags wurde die Debatte über den Schutz der Umwelt äußerst hitzig und zum Teil mit blank liegenden Nerven geführt. Im Fokus: das Automobil.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 16. September 2019. Die Begleitumstände der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt haben gezeigt, dass der Kampf gegen das Auto bei einer Minderheit der Bevölkerung inzwischen religiöse Züge angenommen hat. Während am ersten Publikumstag der IAA draußen 15 000 Leute demonstrierten, drückten sich zu deren Ärger in den Messehallen viermal so viele Interessenten an den Fahrzeugen die Nasen platt.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 13. September 2019. Seit dem Streit um die Zuschauerzahlen bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Donald Trump kennen wir von seiner Beraterin Kellyanne Conway den Begriff der „alternativen Fakten“. Erst dachten wir, es ginge um eine dreiste Umschreibung fürs Lügen. Inzwischen wissen wir es besser: „Alternative Fakten“ sind die Halbwahrheiten, Falschaussagen und Behauptungen, mit denen die Gemeindemitglieder einer Blase in ihrem religiös anmutenden Glauben bestärkt werden. Nach zwei Jahren Trump´scher Fakten gehört die Blase zum täglichen Leben, zu unserem täglichen Leben.

Dennis Gauert.
Von Dennis Gauert

ampnet – 11. September 2019. Kürzlich stellten die Münchener den 1er, den 7er und neue BMW X-Modelle vor. Ihnen allen ist eines gemein: Der Riesenwuchs bei den Nieren. Von Europäern verspottet und gemieden, sollen die großen Grilleinheiten wohl asiatische Autofahrer zum Kaufen animieren. Und beleuchten kann man sie bei den X-Modellen ja jetzt auch noch. Gedanken an Kompensation schleichen sich bei dieser Protzigkeit im Design leicht ein. Nun sprengen die Bayern das Bandmaß endgültig mit dem neuen BMW Concept 4: Die Nieren werden zur Lunge.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 9. September 2019. In Bremerhaven blockiert Greenpeace das Entladen von 2000 BMW, durchweg Sport Utility Vehicles (SUV) aus dem nordamerikanischen Spartanburg. „Es ist völlig unverantwortlich, heute noch SUVs herzustellen und zu fahren", sagt Benjamin Stephan, Greenpeace-Verkehrsexperte. Ins gleiche Horn stößt Ernst-Christoph Stolper, Vizevorsitzender des Vereins Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Auch er fordert, die Automobilindustrie müsse auf der Stelle mit der Produktion von SUVs aufhören.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 27. August 2019. Wasserstoffautos sind keine Alternative zur Elektromobilität, sagt Prof. Manfred Schrödl vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien. Schrödl hat sich die Zahlen angesehen und kommt zu dem Schluss: Mit Wasserstoffautos und dem Aufbau einer flächendeckenden Wasserstoff-Tank-Infrastruktur ist die Energiewende nicht zu schaffen. Stattdessen bräuchten wir Elektromobilität und höhere Förderungen für regenerative Energie. Zu spät, Herr Professor!

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 22. August 2019. Nach der Nationalen Luftfahrtkonferenz gestern in Leipzig hat noch nicht einmal die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gefordert, alle Flugzeuge sofort vom Himmel zu holen. Dabei hatten die Experten gesagt, der batterielektrische Antrieb tauge nur für Kurzstrecken, man müsse auf die alternativen Kraftstoffe warten und die heutigen Flugzeuge sollen noch lange fliegen. Sollte der Luftverkehr tatsächlich die Zeit bekommen, die richtigen Weichen zu stellen? Oder sind alle abgelenkt von Greta Thunberg, der vor dem Wind segelnden Symbolfigur für kurzsichtigen Aktionismus.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 21. August 2019. Als Freund der Autobranche hat sich Jürgen Resch, Geschäftsführer des Vereins, der sich selbst als Deutsche Umwelthilfe (DUH) bezeicnet, bisher noch nie geoutet. Jetzt aber lässt er seinen Verein am Vorabend der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt einen „Zwölf-Punkte-Plan" veröffentlichen, mit dem er „den aktuellen Niedergang der Automobilindustrie" stoppen will. Das ist so ähnlich, als wolle die AfD aus Sorge um die Völkerverständigung den Ausländeranteil in Deutschland verzehnfachen.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 14. August 2019. Zugegeben, das Oxford English Dictionary (OED) ist die unerreichte Enzyklopädie zur Bedeutung, Geschichte und Aussprache von 600 000 alten und neuen Begriffen aus der gesamten englischsprachigen Welt. Umso bemerkenswerter, dass sich die englische Traditionsmarke Jaguar mit dieser ehrwürdigen, aber auch ein bisschen angestaubten urenglischen Institutionen anlegt und eine Kampagne zur Änderung der offiziellen Definition des Substantivs „car“ startet.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 10. August 2019. Der 9. August 2019 hätte Chancen gehabt, zu einem historischen Datum zu werden. Erstmals funktionierte nämlich auf Bundesebene – wenn auch nur für einen kurzen Moment – eine kleine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen. Anlass waren ausgerechnet die sogenannte Deutsche Umwelthilfe (DUH) und ihr berühmt-berüchtigter Chef Jürgen Resch. Zwar gleichen Reschs kalkuliert rüde Sprüche, die er seinen Widersachern gebetsmühlenartig an den Kopf zu werfen pflegt, den Twitter-Tiraden des amerikanischen Präsidenten. Aber daran haben wir uns längst gewöhnt. Doch diesmal hat er eine rote Linie überschritten.

Elon Musk.
Von Harald Kaiser

ampnet – 3. August 2019. Irgendwie scheint es klar zu sein. Fast immer, wenn der Verkündungstermin der Quartals-, Halbjahres- oder Jahresergebnisse näher rückt, dann scheint es dem Mann mit der schillernden Aura im unmittelbaren Vorfeld des Zahlenwerkes vor allem darum zu gehen, genau davon abzulenken, weil er weiß, dass die Kassenlage mal wieder alles andere als rosig ist. Wie das geht, weiß er genau, denn er gibt nicht nur den weltweiten Finanzmedien mit verheißungsvollen Rendite- oder Stückzahl-Versprechen jedes Mal Zucker, sondern er versteht es auch brillant, sich mit anderen Verkündigungen als dem notorisch schlechten Geschäftsergebnis feiern oder gar vergöttern zu lassen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 28. Juli 2019. Der Klimawandel erfordere drastische Eingriffe. So gehörten sämtliche Fluggesellschaften verstaatlicht, zusätzlich alle Energieversorger und die Bahn sowieso. Nur die Automobilindustrie bleibe vorerst noch verschont. Doch auch sie soll wohl demnächst dran glauben müssen. Bernd Riexinger, einst Angestellter bei der Leonberger Bausparkasse, heute Vorsitzender der Partei Die Linke und seit 2017 Abgeordneter des Deutschen Bundestags, ist fest davon überzeugt, dass sich Klimaschutz mit Kapitalismus nicht verträgt. "Was so dramatische gesellschaftliche Folgen haben kann, darf nicht marktwirtschaftlich und unreguliert bleiben", diktierte er jetzt Redakteuren der Essener Funke-Mediengruppe ins Notizbuch.

Braslianische Schulbusse vom Typ Iveco Bus ORE 2.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 25. Juli 2019. Angesichts des politischen Versprechens, die EU bis 2050 als ersten Kontinent beim Kohlendioxid (CO2) neutral wirtschaften zu lassen und die Rede von Ursula von der Leyen nach ihrer Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission noch im Ohr, wird klar: Dies sind keine Aktivitäten, um Medien übers Sommerloch zu helfen. Es geht ums Klima – ums meteorologische und um das in unserer Gesellschaft.

Prof. Dr. Thomas Weber.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 24. Juli 2019. Angesichts des politischen Versprechens, die EU bis 2050 als ersten Kontinent beim Kohlendioxid (CO2) neutral wirtschaften zu lassen und die Rede von Ursula von der Leyen nach ihrer Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission noch im Ohr, wird klar: Dies sind keine Aktivitäten, um Medien übers Sommerloch zu helfen. Es geht ums Klima – ums meteorologische und um das in unserer Gesellschaft.

Die Salzpfanne Salar de Uyuni beherbergt das weltweit größte Lithiumvorkommen.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 23. Juli 2019. Angesichts des politischen Versprechens, die EU bis 2050 als ersten Kontinent beim Kohlendioxid (CO2) neutral wirtschaften zu lassen und die Rede von Ursula von der Leyen nach ihrer Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission noch im Ohr, wird klar: Dies sind keine Aktivitäten, um Medien übers Sommerloch zu helfen. Es geht ums Klima – ums meteorologische und um das in unserer Gesellschaft.

Verkehrsschild Z 237: Radfahrer müssen den Weg benutzen.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 22. Juli 2019. Angesichts des politischen Versprechens, die EU bis 2050 als ersten Kontinent beim Kohlendioxid (CO2) neutral wirtschaften zu lassen und die Rede von Ursula von der Leyen nach ihrer Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission noch im Ohr, wird klar: Dies sind keine Aktivitäten, um Medien übers Sommerloch zu helfen. Es geht ums Klima – ums meteorologische und um das in unserer Gesellschaft.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 18. Juni 2019. Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Dieser von den Anwälten gerne zitierte Spruch wird wohl in den nächsten Tagen an vielen bayerischen Stammtischen die Runde machen. Zeigt er doch deutlich, dass die Gerechtigkeit – ähnlich dem mehr oder weniger zufälligen Zusammenspiel von Wind und Wellen – oft nur ein Zufallsprodukt ist. So wird es zumindest der harte Kern der CSU um den derzeitigen Verkehrsminister Andreas Scheuer sehen.

Dennis Gauert.
Von Dennis Gauert

ampnet – 19. Mai 2019. Der Lehrer ist ein Meister aus Deutschland, besonders, wenn es um den Straßenverkehr geht. Neuerdings tragen zahlreiche Kofferraumklappen einen Aufkleber mit dem Hinweis: „Bei Stau Rettungsgasse bilden“. Ein hilfreicher Tipp, könnte man meinen. Aber geht um einen wohlbekannten, einzelnen Punkt der Fahrausbildung, der plötzlich ein Revival erlebt. Ist er doch ein guter Anlass, um das Umfeld täglich zu belehren. Der Anlass ist traurig genug: Zu häufig kommt es vor, dass Rettungskräfte nicht zu Unfallopfern durchkommen.

Peter Schwerdtmann.

ampnet – 5. Mai 2019. „Lieber Kevin, gerne gleich auch alle Autobesitzer enteignen.“ Sixt profiliert sich oft gekonnt mit provokanten Anzeigen. Dieses Mal hat Kevin Kühnert das Unternehmen oder den Unternehmer so gereizt, dass er für eine ganzseitige Anzeige herhalten muss. der Juso-Chef kann das tragen. Gern nimmt er die Schelte von einem solchen Kapitalisten auf sich. Viel Feind, viel Ehr.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 22. April 2019. Diesem Schlusssatz gab Bundesumweltministerin Svenja Schulze den beiden „Spiegel“-Redakteure für das Interview in der Osterausgabe des Nachrichtenmagazins mit auf den Weg: „Aber was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn man in den Großstädten nicht mehr mit stinkenden Verbrennungsmotoren fährt, sondern mit Elektroautos? Wir hätten weniger Abgase. Und was die meisten vergessen: Es würde auch ruhiger werden und das Leben in den Städten besser machen.“ Was für eine schöne Vorstellung, gerade passend zum Frühling und zur Feier der Auferstehung.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 14. April 2019. Das jüngst bekannt gewordene Techtelmechtel zwischen der Fiat Chrysler Automobiles N.V. (FCA) und der Tesla Inc. hat das, was im schwäbischen Sprachraum gerne als „Gschmäckle" bezeichnet wird. Darunter verstehen die Menschen von Stuttgart bis zur schwäbischen Alb, die bekanntlich alles können außer Hochdeutsch, einen Vorgang, den sie für moralisch bedenklich oder zumindest fragwürdig halten.

Ladestecker.
Von Rainer Strang

ampnet – 3. April 2019. VW-Chef Herbert Diess und die Bosse der anderen Automobilunternehmen sind nicht zu beneiden. Die Wunden des Dieselgate sind noch nicht verheilt, da sorgt sich die Branche bereits vor neuem Ungemach. Es lässt sich in der bangen Frage zusammenfassen: „Was passiert, wenn unsere Kunden nicht genug Elektroautos kaufen?“ Die neuesten Marktdaten des Kraftfahrtbundesamts signalisieren Entwarnung und Risiko zugleich.

Walther Wuttke.
Von Walther Wuttke, cen

ampnet – 28. März 2019. Und wenn Du dann nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis. Das Rezept wird besonders gern in der Politik angewendet, um sich vor unangenehmen Beschlüssen zu drücken. Aktuelles Beispiel für dieses Verhalten sind die Aussagen der Expertengruppe Klimaschutz im Verkehr. 17 Stunden benötigten die Damen und Herren in ihrer Abschlussrunde, um an Ende der Öffentlichkeit ein allenfalls dürftiges Ergebnis zu präsentieren.

Formel 1: Saisonauftakt 2019 in Melbourne.
Von Harald Kaiser, cen

ampnet – 21. März 2019. Wenn das mal keine Vollbremsung wird. Die steht womöglich einer ganz speziellen Branche wegen des mutmaßlichen harten Brexit bevor: der Formel-1-Industrie. Es ist nicht nur so, dass sieben von zehn Formel-1-Teams in Großbritannien beheimatet sind, die eng mit Niederlassungen und Partnern auf dem europäischen Festland zusammenarbeiten und für die Rennen unter anderem in die EU reisen müssen. Sondern es ist ferner so, dass ein Haufen Umsatz gefährdet ist, der derzeit noch vom unternehmerischen Sitz her in Großbritannien anfällt und versteuert werden muss.

Harald Kaiser.
Von Harald Kaiser

ampnet – 17. März 2019. Mal ehrlich: Wäre es nicht besser, wenn einige von uns den Planeten wechseln würden? Gemeint sind die Hysteriker und auch jene vermeintlich Allwissenden, die vor allem mit Hilfe von mehr oder weniger wissenschaftlichen Studien voraussagen, dass der Untergang von Mutter Erde unmittelbar bevorstehe – sofern dem Tun der Menschheit nicht endlich Einhalt geboten würde.

Rakim Mayers (ASAP Rocky) (l.) und Gordon Wagener bei der SXSW 2019 in Austin/Texas.
Von Dennis Gauert

ampnet – 14. März 2019. „How design makes the difference“ ist die Überschrift unter der ASAP Rocky und Gordon Wagener, der Daimler-Design-Vorstand, am Montag auf der weltgrößten Digitalkonferenz South by Southwest (SXSW) in Austin (Texas) zusammentrafen. Als international erfolgreicher Performer und Rap-Musiker wird Rakim Mayers, so ASAP Rockys bürgerlicher Name, vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen seine Kreativagentur AWGE und seine Rolle als Designikone. Das Ergebnis ist ein oberflächlicher Talk mit einem Star, der so viel mehr zu erzählen hat.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 14. März 2019. Gleich drei EU-Kommissare - zwei Damen und ein Herr - haben sich jetzt bemüßigt gefühlt, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Leviten zu lesen. Scheuer hatte in einem Schreiben an die Kommission in Brüssel Zweifel an den Grenzwerten der Luftbelastung durch Dieselabgase angemeldet, und gemutmaßt, dass es bei der Messung dieser Grenzwerte in Deutschland nicht immer mit rechten Dingen zugehe.

Die Autostadt in Wolfsburg.
Von Rainer Strang

ampnet – 13. März 2019. Jetzt wird es ernst. Volkswagenchef Herbert Diess treibt das Thema voran. Für die Umsetzung seiner Elektrifizierungs- und Digitalisierungsoffensive benötigt der VW-Konzern viel Geld. Sehr viel Geld. Trotz steigender Absatzzahlen werden die notwendigen Milliarden von den Kunden allein nicht zu holen sein. Deshalb ist die Rosskur programmiert.

Suzuki Jimny.
Von Thomas Imhof

ampnet – 12. März 2019. Mit seinem neuen Jimny hat sich Suzuki ein echtes Luxusproblem eingehandelt. Der kleine Offroader ist dank seines umwerfenden Retro-Charmes hoffnungslos ausverkauft. Wer jetzt bestellt, darf eine Lieferung kaum vor 2021 erwarten. Als Folge der Knappheit ist der „Susi“ bereits zum Spekulationsobjekt geworden und wird auf Verkaufsplattformen bis zu 5000 Euro über dem Listenpreis gehandelt. Wie konnte das passieren?

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 6. März 2019. Am Montag verkündete der schwedische Hersteller Volvo, Tochter des chinesischen Automobilherstellers Geely, die Sicherheitsexperten des Unternehmens hätte herausgefunden, dass „Speeding“ (auf Deutsch Rasen) immer noch unter den drei wichtigsten Unfallursachen zu finden sei. Was für eine gut terminierte Aussage in einer Zeit, in der sich Experten und solche, die es sein wollen mal wieder wegen einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf deutschen Autobahnen an die Gurgel gehen?

Walther Wuttke.
Von Walther Wuttke

ampnet – 5. März 2019. Automobilmessen, die Älteren können sich noch gut erinnern, waren einmal für die Branche die gefeierten Höhepunkte des Jahres. Die Spannung stieg jedes Mal, weil die automobilen Neuheiten unter absolute Geheimhaltung fielen und erst auf den Ständen der Hersteller dem staunenden Publikum mit großem Tamtam präsentiert wurden. Allenfalls bedeutende Fachblätter oder Magazine erhielten vorab Informationen, die aber erst pünktlich zu Beginn der Veranstaltung veröffentlicht wurden. Jedes neue Modell eine Sensation, manche auch ein Flop, und das Publikum genoss es in Massen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Riocharz, cen

ampnet – 28. Februar 2019. Jetzt wissen wir endlich genauestens Bescheid: Vor vier Jahren sind auf der Welt etwa 3,4 Millionen Menschen wegen giftiger Atemluft früher gestorben als sie eigentlich an der Reihe gewesen wären, 350 000 davon wegen Schadstoffen, die im Verkehr entstanden waren. Allein in Deutschland traf dieses Schicksal 43 000 Leute, darunter 13 000 wegen des bösen, bösen Straßenverkehrs und den dabei auftretenden Emissionen. Diesmal standen allerdings nicht die üblichen Verdächtigen Kohlendioxid und Stickstoffdioxid am Pranger, sondern Feinstaub und Ozon.

Hans-Robert Richarz.

ampnet – 23. Februar 2019. Geht es um die Opfer, die hier zu Lande von vermeintlich viel zu hohem Stickstoffdioxid-Gehalt in der Atemluft dahingerafft werden, befand sich die allseits bekannte Contra-Diesel-Fraktion bis vor Kurzem auf Rekordjagd: Einer versuchte den anderen mit immer schlimmeren Schreckensbilanzen auszustechen. Über 100 000 verlorene Lebensjahre würden laut Jürgen Resch von der so genannten Deutschen Umwelthilfe (DUH) jährlich verloren gehen, 12 000 vorzeitig pro Jahr durch erhöhte NO2-Werte in der Luft sterbende Menschen mutmaßte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Rainer Strang.
Von Rainer Strang, cen

ampnet – 17. Februar 2019. Was war das für ein Theater. Lungenfachärzte stellten die Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub in Frage. Dann der Vorwurf, die Experten könnten nicht einmal rechnen. Der Bundesverkehrsminister bezweifelte, dass die Messstationen richtig aufgestellt sind. Mit dem Zollstock versuchten Landesumweltminister, das Gegenteil zu beweisen. Politiker zofften sich in Talkshows. Umweltschützer sprachen vom frühen Tod. Richter erließen Fahrverbote. Automobilhersteller und Fahrer älterer Diesel gerieten in Panik. Die Deutsche Umwelthilfe jubilierte. Und jetzt: Alles nicht so schlimm.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 6. Februar 2019. Es war gewiss nicht der hellste Moment von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, als er am 31. Januar einen Brandbrief an Violeta Bulc abschickte, die für Mobilität und Verkehr zuständige EU-Kommissarin. Vor dem Hintergrund der Veröffentlichungen von Professor Dieter Köhler, dem ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, sowie über 100 Lungenfachärzten, die an der von Feinstaub und Stickoxid ausgehenden Gefahr erhebliche Zweifel angemeldet hatten, forderte der Minister die Kommissarin auf, die entsprechenden Grenzwerte zu überprüfen.

Audi 80 GLS, 1972.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 6. Februar 2019. Die Käfer-Ära war zu Ende, und auch die Mittelklasse als technische Nachfahren brachte keine Wende. Der Konzern schwächelte heftig. Aber Volkswagen hatte nichts zu bieten außer der neuen Tochter Audi mit ihren modernen Motoren in modernen Pongton-Karossen. Die Ingolstädter sollte aus der größten Not helfen und endlich frischen Wind bringen. Daher wohl der Name Passat, verliehen an einen Audi 80, der als Volkswagen nun statt des Stufenhecks ein Schrägheck und das VW-Markenzeichen trug. Die Journalisten, die damals zur ersten Vorstellung des Neuen in die Schweiz reisten, wussten also, was sie erwartete. Und dennoch gab es zwei Überraschungen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 1. Februar 2019. Wie kaum eine andere Politikerin versteht es Svenja Schulze, ihres Zeichens Ministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, um den heißen Brei herumzureden. Jüngstes Beispiel der ministeriellen Paradedisziplin war am letzten Januar-Sonntag in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ zu sehen. Da versuchte der bedauernswerte Moderator Thomas Wald sage und schreibe fast sechs Minuten lang, von Frau Schulze eine Stellungnahme zu ihrer Haltung zu Tempo 130 auf Autobahnen zu bekommen. Vergeblich. Die Satire-Sendung „extra3“ meinte danach auf Twitter: „Das war wie der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.“

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Scherdtmann, cen

ampnet – 30. Januar 2019. Endlich ist die Diskussion über Grenzwerte und Limits eröffnet. Das hätte schon vor Jahren geschehen müssen, als es noch eine Chance gab, in guter demokratischer Übung Argumente an einander zu messen, um schließlich zu einem akzeptablen Kompromiss zu kommen. Doch die Atmosphäre ist nicht nur bei diesem Thema vergifteter als die Luft durch Abgas. Längst steht mehr als Feinstaub, Stickoxid und Geschwindigkeit im Raum. In Deutschland beginnt nun ein Kulturkampf zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, Radfahrer gegen Autofahrer, Steakesser und Veganer – alles am Beispiel des Autos.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 26. Januar 2019. Alle, die sich bei den Reizthemen Feinstaub und Stickoxid nicht vom Mainstream haben hinreißen lassen, könnten jetzt eigentlich froh sein. Endlich wird über Sinn und Unsinn der Grenzwerte diskutiert. Ihnen war der Unsinn immer klar. Doch nun wird auch der Sinn hörbar, wenn Barbara Metz, die stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) jetzt bei der ARD-Sendung „hart aber fair" die Katze aus dem Sack ließ und wie selbstverständlich offenbarte: „Es geht uns vor allem um die Minderung der individuellen Mobilität."

Harald Kaiser.
Von Harald Kaiser, cen

ampnet – 24. Januar 2019. Jetzt haben wir den Salat. Das Auto das größte Umweltschwein? Von wegen, es sind die Tiere. Das behauptet jedenfalls die Firma ESU-Services aus dem schweizerischen Schaffhausen. Dieses Unternehmen fertigt Ökobilanzen an und lebt davon. „Wir haben gemerkt, dass es für Haustiere bisher noch keine wirklich gründliche Ökobilanz gab“, sagte Geschäftsführer Niels Jungbluth der Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), die das am 1. Januar 2019 veröffentlicht hat. Was ganz sicher wunderbar für Herrn Jungbluth war, denn mit Hilfe dieser Veröffentlichung wird womöglich sein Geschäft angekurbelt.

Walther Wuttke.
Von Walther Wuttke, cen

ampnet – 23. Januar 2019. Als gäbe es keine anderen Sorgen diskutiert die Republik wieder über Sinn und Zweck eines Tempolimits und wiederholt dabei Argumente, die sich schon vor Jahren als wenig zielführend erwiesen haben. Mit Tempo 130 soll nun gleichzeitig die Umwelt gerettet und der „Raserei“ Einhalt geboten werden.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans -Robert Richarz

ampnet – 12. Januar 2019. In Sachen Betrug müsste sich der amerikanische International Council on Clean Transportation (ICCT) eigentlich bestens auskennen. Schließlich war er in den USA wesentlich daran beteiligt, den Dieselmotor-Manipulationen von Volkswagen auf die Schliche zu kommen. Aktuell hat es der Verband jetzt erneut vor allem in Deutschland geschafft, sich in die Schlagzeilen zu drängen.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 10. Januar 2019. Die Situation ist ungewöhnlich: Erst lässt sich die Politik einen sinnlosen Grenzwert aufschwatzen, enteignet damit Millionen Deutscher, bringt den Gebrauchtwagenhandel an den Rand des Ruins und gibt die wichtigste Industrie des Landes zum Abschuss frei. Dann kommt die so korrekte deutsche Justiz ins Spiel und setzt die Vorschriften um, ohne Augenmaß, nur mit dem Blick auf den Buchstaben des Gesetzes. Und nun bringt sich die Politik wieder ins Spiel. Sie will automatisiert den Verkehr überwachen.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 3. Januar 2019. Die Empörung ist durchgängig: Das Verhalten der Automobilindustrie zur Hardware-Nachrüstung alter Dieselmotoren ist ein Skandal, ein neues Kapitel in der scheinbar unendlichen Reihe von Verfehlungen und Peinlichkeiten. Kaum liegen die technischen Regeln für die Zulassung von Nachrüstungssätzen vor, prallen sie auf die Ablehnung der Industrie. Sie rät ab, zweifelt den Nutzen an, warnt vor Schäden an den Motoren, weigert sich, die Garantie zu übernehmen und ist nicht einmal bereit, den Nachrüstern die Daten zu geben, die sie für die Entwicklung der Nachrüstsätze brauchen.

Walther Wuttke.
Von Walther Wuttke, cen

ampnet – 14. Dezember 2018. Es gab einmal eine Zeit, die Älteren werden sich erinnern, da galt der Diesel als besonders umweltfreundlich, was zeitweise sogar durch eine Steuerbefreiung belohnt wurde. Dann kamen die Partikel ins Spiel, und der Selbstzünder mutierte zum Umweltfeind. Eine kurze Erholung gab es dank des Partikelfilters, doch inzwischen ist der Antrieb wieder zum Umweltfeind Nummer eins mutiert.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 10. Dezember 2018. Kaum hatte die CDU auf ihrem Parteitag in Hamburg den letzten Tagesordnungspunkt abgehakt, lief das vom Koalitionspartner geführte Umweltministerium gemeinsam mit der Grünen-Chefin Annalena Baerbock von der Opposition Amok. Grund: Die christlichen Demokraten hatten beschlossen die Gemeinnützigkeit der sogenannten Deutschen Umwelthilfe in Frage zu stellen und ihr keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung zu stellen.

Jens Meiners.
Von Jens Meiners

ampnet – 8. Dezember 2018. Siegt sich die „Deutsche Umwelthilfe” zu Tode? Der klagefreudige Verein zwingt in harmonischem Zusammenspiel mit Behörden (falsch aufgestellte Messpunkte) und Justiz (drakonische Urteile) eine Kommune nach der anderen zu Sperrungen von Straßenzügen oder gleich ganzen Ballungszentren. Doch jetzt trifft der Unmut der Autofahrer die grünen Eiferer: Eine rechtlich wohl chancenlose Petition, die fordert, dass der Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit aberkannt wird, hat in vier Wochen bereits fast 130 000 Unterschriften eingesammelt. Und die Kritik an den Firmen, die das Vereinskonto mit Spenden aufgefettet haben, ist so stark geworden, dass sie reagieren mussten. Denn die zur Imagepflege gedachten Ablasszahlungen sind nach hinten losgegangen.

Mary Barra und Donald Trump 2017 im Weißen Haus.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 28. November 2018. Mitte der 1980er Jahre, die amerikanische Automobilkrise steuerte auf ihren Höhepunkt zu, die Stadt Detroit war pleite. Zur gleichen Zeit verbreitete der riesige Ford River Rouge Complex, wo einst an der einen Seite Eisen verhüttet wurde und auf der anderen fertige Autos vom Band rollten, als Fast-Ruine düstere Endzeit-Stimmung. In einigen Gegenden der Stadt erreichte die Arbeitslosenquote die Rekordmarke von 50 Prozent.

Harald Kaiser.
Von Harald Kaiser

ampnet – 21. November 2018. Es ist wie häufig in der Geschichte: Menschen halten griffige Thesen schnell für die Wahrheit und glauben. So verhält es sich zu weiten Teilen auch mit der heutigen Abgas-Diskussion, in deren Verlauf ähnlich unverantwortlich mit Zahlen umgegangen wird wie vor etwa 20 Jahren, als ein anderes Thema die Nation erregte. Damals war es das geforderte Tempolimit auf Autobahnen, das zu Sondersendungen im Fernsehen führte und Deutschland in zwei Lager spaltete.