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Kommentare & Glossen

Harald Kaiser.
Von Harald Kaiser

ampnet – 17. März 2019. Mal ehrlich: Wäre es nicht besser, wenn einige von uns den Planeten wechseln würden? Gemeint sind die Hysteriker und auch jene vermeintlich Allwissenden, die vor allem mit Hilfe von mehr oder weniger wissenschaftlichen Studien voraussagen, dass der Untergang von Mutter Erde unmittelbar bevorstehe – sofern dem Tun der Menschheit nicht endlich Einhalt geboten würde.

Rakim Mayers (ASAP Rocky) (l.) und Gordon Wagener bei der SXSW 2019 in Austin/Texas.
Von Dennis Gauert

ampnet – 14. März 2019. „How design makes the difference“ ist die Überschrift unter der ASAP Rocky und Gordon Wagener, der Daimler-Design-Vorstand, am Montag auf der weltgrößten Digitalkonferenz South by Southwest (SXSW) in Austin (Texas) zusammentrafen. Als international erfolgreicher Performer und Rap-Musiker wird Rakim Mayers, so ASAP Rockys bürgerlicher Name, vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen seine Kreativagentur AWGE und seine Rolle als Designikone. Das Ergebnis ist ein oberflächlicher Talk mit einem Star, der so viel mehr zu erzählen hat.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 14. März 2019. Gleich drei EU-Kommissare - zwei Damen und ein Herr - haben sich jetzt bemüßigt gefühlt, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Leviten zu lesen. Scheuer hatte in einem Schreiben an die Kommission in Brüssel Zweifel an den Grenzwerten der Luftbelastung durch Dieselabgase angemeldet, und gemutmaßt, dass es bei der Messung dieser Grenzwerte in Deutschland nicht immer mit rechten Dingen zugehe.

Die Autostadt in Wolfsburg.
Von Rainer Strang

ampnet – 13. März 2019. Jetzt wird es ernst. Volkswagenchef Herbert Diess treibt das Thema voran. Für die Umsetzung seiner Elektrifizierungs- und Digitalisierungsoffensive benötigt der VW-Konzern viel Geld. Sehr viel Geld. Trotz steigender Absatzzahlen werden die notwendigen Milliarden von den Kunden allein nicht zu holen sein. Deshalb ist die Rosskur programmiert.

Suzuki Jimny.
Von Thomas Imhof

ampnet – 12. März 2019. Mit seinem neuen Jimny hat sich Suzuki ein echtes Luxusproblem eingehandelt. Der kleine Offroader ist dank seines umwerfenden Retro-Charmes hoffnungslos ausverkauft. Wer jetzt bestellt, darf eine Lieferung kaum vor 2021 erwarten. Als Folge der Knappheit ist der „Susi“ bereits zum Spekulationsobjekt geworden und wird auf Verkaufsplattformen bis zu 5000 Euro über dem Listenpreis gehandelt. Wie konnte das passieren?

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 6. März 2019. Am Montag verkündete der schwedische Hersteller Volvo, Tochter des chinesischen Automobilherstellers Geely, die Sicherheitsexperten des Unternehmens hätte herausgefunden, dass „Speeding“ (auf Deutsch Rasen) immer noch unter den drei wichtigsten Unfallursachen zu finden sei. Was für eine gut terminierte Aussage in einer Zeit, in der sich Experten und solche, die es sein wollen mal wieder wegen einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf deutschen Autobahnen an die Gurgel gehen?

Walther Wuttke.
Von Walther Wuttke

ampnet – 5. März 2019. Automobilmessen, die Älteren können sich noch gut erinnern, waren einmal für die Branche die gefeierten Höhepunkte des Jahres. Die Spannung stieg jedes Mal, weil die automobilen Neuheiten unter absolute Geheimhaltung fielen und erst auf den Ständen der Hersteller dem staunenden Publikum mit großem Tamtam präsentiert wurden. Allenfalls bedeutende Fachblätter oder Magazine erhielten vorab Informationen, die aber erst pünktlich zu Beginn der Veranstaltung veröffentlicht wurden. Jedes neue Modell eine Sensation, manche auch ein Flop, und das Publikum genoss es in Massen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Riocharz, cen

ampnet – 28. Februar 2019. Jetzt wissen wir endlich genauestens Bescheid: Vor vier Jahren sind auf der Welt etwa 3,4 Millionen Menschen wegen giftiger Atemluft früher gestorben als sie eigentlich an der Reihe gewesen wären, 350 000 davon wegen Schadstoffen, die im Verkehr entstanden waren. Allein in Deutschland traf dieses Schicksal 43 000 Leute, darunter 13 000 wegen des bösen, bösen Straßenverkehrs und den dabei auftretenden Emissionen. Diesmal standen allerdings nicht die üblichen Verdächtigen Kohlendioxid und Stickstoffdioxid am Pranger, sondern Feinstaub und Ozon.

Hans-Robert Richarz.

ampnet – 23. Februar 2019. Geht es um die Opfer, die hier zu Lande von vermeintlich viel zu hohem Stickstoffdioxid-Gehalt in der Atemluft dahingerafft werden, befand sich die allseits bekannte Contra-Diesel-Fraktion bis vor Kurzem auf Rekordjagd: Einer versuchte den anderen mit immer schlimmeren Schreckensbilanzen auszustechen. Über 100 000 verlorene Lebensjahre würden laut Jürgen Resch von der so genannten Deutschen Umwelthilfe (DUH) jährlich verloren gehen, 12 000 vorzeitig pro Jahr durch erhöhte NO2-Werte in der Luft sterbende Menschen mutmaßte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Rainer Strang.
Von Rainer Strang, cen

ampnet – 17. Februar 2019. Was war das für ein Theater. Lungenfachärzte stellten die Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub in Frage. Dann der Vorwurf, die Experten könnten nicht einmal rechnen. Der Bundesverkehrsminister bezweifelte, dass die Messstationen richtig aufgestellt sind. Mit dem Zollstock versuchten Landesumweltminister, das Gegenteil zu beweisen. Politiker zofften sich in Talkshows. Umweltschützer sprachen vom frühen Tod. Richter erließen Fahrverbote. Automobilhersteller und Fahrer älterer Diesel gerieten in Panik. Die Deutsche Umwelthilfe jubilierte. Und jetzt: Alles nicht so schlimm.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 6. Februar 2019. Es war gewiss nicht der hellste Moment von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, als er am 31. Januar einen Brandbrief an Violeta Bulc abschickte, die für Mobilität und Verkehr zuständige EU-Kommissarin. Vor dem Hintergrund der Veröffentlichungen von Professor Dieter Köhler, dem ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, sowie über 100 Lungenfachärzten, die an der von Feinstaub und Stickoxid ausgehenden Gefahr erhebliche Zweifel angemeldet hatten, forderte der Minister die Kommissarin auf, die entsprechenden Grenzwerte zu überprüfen.

Audi 80 GLS, 1972.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 6. Februar 2019. Die Käfer-Ära war zu Ende, und auch die Mittelklasse als technische Nachfahren brachte keine Wende. Der Konzern schwächelte heftig. Aber Volkswagen hatte nichts zu bieten außer der neuen Tochter Audi mit ihren modernen Motoren in modernen Pongton-Karossen. Die Ingolstädter sollte aus der größten Not helfen und endlich frischen Wind bringen. Daher wohl der Name Passat, verliehen an einen Audi 80, der als Volkswagen nun statt des Stufenhecks ein Schrägheck und das VW-Markenzeichen trug. Die Journalisten, die damals zur ersten Vorstellung des Neuen in die Schweiz reisten, wussten also, was sie erwartete. Und dennoch gab es zwei Überraschungen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 1. Februar 2019. Wie kaum eine andere Politikerin versteht es Svenja Schulze, ihres Zeichens Ministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, um den heißen Brei herumzureden. Jüngstes Beispiel der ministeriellen Paradedisziplin war am letzten Januar-Sonntag in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ zu sehen. Da versuchte der bedauernswerte Moderator Thomas Wald sage und schreibe fast sechs Minuten lang, von Frau Schulze eine Stellungnahme zu ihrer Haltung zu Tempo 130 auf Autobahnen zu bekommen. Vergeblich. Die Satire-Sendung „extra3“ meinte danach auf Twitter: „Das war wie der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.“

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Scherdtmann, cen

ampnet – 30. Januar 2019. Endlich ist die Diskussion über Grenzwerte und Limits eröffnet. Das hätte schon vor Jahren geschehen müssen, als es noch eine Chance gab, in guter demokratischer Übung Argumente an einander zu messen, um schließlich zu einem akzeptablen Kompromiss zu kommen. Doch die Atmosphäre ist nicht nur bei diesem Thema vergifteter als die Luft durch Abgas. Längst steht mehr als Feinstaub, Stickoxid und Geschwindigkeit im Raum. In Deutschland beginnt nun ein Kulturkampf zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, Radfahrer gegen Autofahrer, Steakesser und Veganer – alles am Beispiel des Autos.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 26. Januar 2019. Alle, die sich bei den Reizthemen Feinstaub und Stickoxid nicht vom Mainstream haben hinreißen lassen, könnten jetzt eigentlich froh sein. Endlich wird über Sinn und Unsinn der Grenzwerte diskutiert. Ihnen war der Unsinn immer klar. Doch nun wird auch der Sinn hörbar, wenn Barbara Metz, die stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) jetzt bei der ARD-Sendung „hart aber fair" die Katze aus dem Sack ließ und wie selbstverständlich offenbarte: „Es geht uns vor allem um die Minderung der individuellen Mobilität."

Harald Kaiser.
Von Harald Kaiser, cen

ampnet – 24. Januar 2019. Jetzt haben wir den Salat. Das Auto das größte Umweltschwein? Von wegen, es sind die Tiere. Das behauptet jedenfalls die Firma ESU-Services aus dem schweizerischen Schaffhausen. Dieses Unternehmen fertigt Ökobilanzen an und lebt davon. „Wir haben gemerkt, dass es für Haustiere bisher noch keine wirklich gründliche Ökobilanz gab“, sagte Geschäftsführer Niels Jungbluth der Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), die das am 1. Januar 2019 veröffentlicht hat. Was ganz sicher wunderbar für Herrn Jungbluth war, denn mit Hilfe dieser Veröffentlichung wird womöglich sein Geschäft angekurbelt.

Walther Wuttke.
Von Walther Wuttke, cen

ampnet – 23. Januar 2019. Als gäbe es keine anderen Sorgen diskutiert die Republik wieder über Sinn und Zweck eines Tempolimits und wiederholt dabei Argumente, die sich schon vor Jahren als wenig zielführend erwiesen haben. Mit Tempo 130 soll nun gleichzeitig die Umwelt gerettet und der „Raserei“ Einhalt geboten werden.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans -Robert Richarz

ampnet – 12. Januar 2019. In Sachen Betrug müsste sich der amerikanische International Council on Clean Transportation (ICCT) eigentlich bestens auskennen. Schließlich war er in den USA wesentlich daran beteiligt, den Dieselmotor-Manipulationen von Volkswagen auf die Schliche zu kommen. Aktuell hat es der Verband jetzt erneut vor allem in Deutschland geschafft, sich in die Schlagzeilen zu drängen.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 10. Januar 2019. Die Situation ist ungewöhnlich: Erst lässt sich die Politik einen sinnlosen Grenzwert aufschwatzen, enteignet damit Millionen Deutscher, bringt den Gebrauchtwagenhandel an den Rand des Ruins und gibt die wichtigste Industrie des Landes zum Abschuss frei. Dann kommt die so korrekte deutsche Justiz ins Spiel und setzt die Vorschriften um, ohne Augenmaß, nur mit dem Blick auf den Buchstaben des Gesetzes. Und nun bringt sich die Politik wieder ins Spiel. Sie will automatisiert den Verkehr überwachen.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 3. Januar 2019. Die Empörung ist durchgängig: Das Verhalten der Automobilindustrie zur Hardware-Nachrüstung alter Dieselmotoren ist ein Skandal, ein neues Kapitel in der scheinbar unendlichen Reihe von Verfehlungen und Peinlichkeiten. Kaum liegen die technischen Regeln für die Zulassung von Nachrüstungssätzen vor, prallen sie auf die Ablehnung der Industrie. Sie rät ab, zweifelt den Nutzen an, warnt vor Schäden an den Motoren, weigert sich, die Garantie zu übernehmen und ist nicht einmal bereit, den Nachrüstern die Daten zu geben, die sie für die Entwicklung der Nachrüstsätze brauchen.

Walther Wuttke.
Von Walther Wuttke, cen

ampnet – 14. Dezember 2018. Es gab einmal eine Zeit, die Älteren werden sich erinnern, da galt der Diesel als besonders umweltfreundlich, was zeitweise sogar durch eine Steuerbefreiung belohnt wurde. Dann kamen die Partikel ins Spiel, und der Selbstzünder mutierte zum Umweltfeind. Eine kurze Erholung gab es dank des Partikelfilters, doch inzwischen ist der Antrieb wieder zum Umweltfeind Nummer eins mutiert.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 10. Dezember 2018. Kaum hatte die CDU auf ihrem Parteitag in Hamburg den letzten Tagesordnungspunkt abgehakt, lief das vom Koalitionspartner geführte Umweltministerium gemeinsam mit der Grünen-Chefin Annalena Baerbock von der Opposition Amok. Grund: Die christlichen Demokraten hatten beschlossen die Gemeinnützigkeit der sogenannten Deutschen Umwelthilfe in Frage zu stellen und ihr keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung zu stellen.

Jens Meiners.
Von Jens Meiners

ampnet – 8. Dezember 2018. Siegt sich die „Deutsche Umwelthilfe” zu Tode? Der klagefreudige Verein zwingt in harmonischem Zusammenspiel mit Behörden (falsch aufgestellte Messpunkte) und Justiz (drakonische Urteile) eine Kommune nach der anderen zu Sperrungen von Straßenzügen oder gleich ganzen Ballungszentren. Doch jetzt trifft der Unmut der Autofahrer die grünen Eiferer: Eine rechtlich wohl chancenlose Petition, die fordert, dass der Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit aberkannt wird, hat in vier Wochen bereits fast 130 000 Unterschriften eingesammelt. Und die Kritik an den Firmen, die das Vereinskonto mit Spenden aufgefettet haben, ist so stark geworden, dass sie reagieren mussten. Denn die zur Imagepflege gedachten Ablasszahlungen sind nach hinten losgegangen.

Mary Barra und Donald Trump 2017 im Weißen Haus.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 28. November 2018. Mitte der 1980er Jahre, die amerikanische Automobilkrise steuerte auf ihren Höhepunkt zu, die Stadt Detroit war pleite. Zur gleichen Zeit verbreitete der riesige Ford River Rouge Complex, wo einst an der einen Seite Eisen verhüttet wurde und auf der anderen fertige Autos vom Band rollten, als Fast-Ruine düstere Endzeit-Stimmung. In einigen Gegenden der Stadt erreichte die Arbeitslosenquote die Rekordmarke von 50 Prozent.

Harald Kaiser.
Von Harald Kaiser

ampnet – 21. November 2018. Es ist wie häufig in der Geschichte: Menschen halten griffige Thesen schnell für die Wahrheit und glauben. So verhält es sich zu weiten Teilen auch mit der heutigen Abgas-Diskussion, in deren Verlauf ähnlich unverantwortlich mit Zahlen umgegangen wird wie vor etwa 20 Jahren, als ein anderes Thema die Nation erregte. Damals war es das geforderte Tempolimit auf Autobahnen, das zu Sondersendungen im Fernsehen führte und Deutschland in zwei Lager spaltete.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 18. Oktober 2018. Ein Credo der grünen Bewegung ist unumstößlich: Der Diesel muss weg! Jeder, der etwas anderes sagt oder etwa einzuwenden wagt, man brauche den Diesel vielleicht doch noch ein paar Jahre, der begibt sich direkt in die Gefahr politischer und gesellschaftlicher Isolation. Bestenfalls ist heute verschämtes Bedauern erlaubt, dass wir auf die besseren Werte für die Kohlendioxid-Emissionen verzichten müssen, wo doch alle Verbrenner – und ganz besonders die Diesel – des Teufels sind.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 6. Oktober 2018. Diesel-Emissionen, Abgasbetrug, Nachrüstung mit Soft- und Hardware, Fahrverbote – seit geraumer Zeit ist manches zusammengewachsen, was ganz und gar nicht zusammengehört. Und ein beträchtlicher Teil der Presse, unsere Regierung sowie die üblichen Verdächtigen aus der Öko-Szene haben ihrerseits maßgeblich dazu beigetragen, dass die Autofahrer jetzt mehr denn je wissen, dass sie nichts wissen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 12. September 2018. Fünf der knapp 100 fest angestellten Mitarbeiter der sogenannten Deutschen Umwelthilfe (DUH) droht möglicherweise demnächst der Verlust ihres Arbeitsplatzes. Und das ist gut so.

Jens Riedel.
Von Jens Riedel, cen

ampnet – 30. August 2018. Es ist wie so häufig: Erst kurz vor Toresschluss wird ein Thema medial groß ausgebreitet, das schon einige Zeit vorher von einer Minderheit aufgegriffen worden ist. Es geht um die Kraftfahrzeugsteuer, genauer gesagt um WLTP. Die Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure ist ab September bei allen Neuwagen Berechnungsgrundlage für den Normverbrauch und damit für den Schadstoffausstoß und damit für die Kfz-Steuer.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 22. Juli 2018. Die Amerikaner zahlen zur Zeit zehn Prozent Zoll, wenn sie Autos nach Europas exportieren. Unsere europäischen Hersteller müssen beim Export in die USA nur 2,5 Prozent Zoll berappen. Nun droht US-Präsident Donald Trump auf der einen Seite mit hohen Abwehrzöllen gegen die europäischen Auto-Exporte in die USA. Gleichzeitig schlägt er vor, für den Warenverkehr zwischen USA und Europa ganz auf Zölle zu verzichten. Da stellen wir uns mal ganz dumm und reagieren populistisch: Geben wir ihm doch nach und verzichten auf Einfuhrzölle auf amerikanische Autos.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 1. Juli 2018. So war High Tech früher: Die Volkswagen-Presseabteilung meldete stolz, nun sei der Handgriff auf der Beifahrerseite silikongelagert. Die Feder knallte ihn nicht mehr gegen die Dachverkleidung; jetzt glitt er sanft gegen das Dach. So ist High Tech heute: Der Griff auf der Beifahrerseite fällt weg. Bei immer mehr neuen Modellen verzichten die Hersteller auf den Haltegriff. Und das fällt nicht nur alten Hasen auf, die ihre Karriere auf der Beifahrerseite eines Käfers begonnen haben und ihre Fahrerkarriere früher oder später auch dort beenden werden.

Harald Kaiser.
Von Harald Kaiser, cen

ampnet – 24. Juni 2018. Die deutsche Autoindustrie ist durchsetzt mit Schnarchern. So lautet die vermeintlich wahre und griffige Faustformel vieler Politiker und sonstiger grüner Weltretter. Gerne werden solche steilen Thesen mit angeblich objektiven Forschungsergebnissen unterfüttert, damit alles schön glaubwürdig klingt und man selbst dadurch möglichst wählbar bleibt oder wird. Doch warum die Schwarzmaler in der Umweltszene mal wieder falsch liegen, zeigt eine Studie des Münchener Ifo-Instituts (Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien).

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 8. Mai 2018. Der Entwurf zur Musterklage, den die Großkoalitionäre vereinbart haben und der in Kürze im Schweinsgalopp das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen soll, sorgt in Deutschland für juristisches Neuland. Verbände sollen damit das Recht bekommen, Vorfälle gerichtlich feststellen zu lassen, die für Verbraucher von Bedeutung sind. Sie können beim Erfolg dann davon profitieren, wenn sie ihre Ansprüche zu einem Klageregister angemeldet haben. Das Gesetz soll spätestens am 1. November 2018 in Kraft treten, damit Besitzer von VW-Diesel-Fahrzeugen Ansprüche wegen manipulierter Abgaswerte anmelden können. Die würden nämlich gegen Jahresende verjähren. Im Grunde handelt es also um nichts anderes als um eine Lex Volkswagen.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 16. April 2018. Zum wiederholten Mal kritisierte der Wirtschaftsminister die deutsche Automobilindustrie. Der Zeitung mit den großen Buchstaben sagte er jetzt, die Branche müsse einen grundlegenden Kurswechsel einleiten. „Sie muss ihr Fehlverhalten ausbügeln und ihre Geschäftsmodelle an die ökologische und digitale Zukunft anpassen“, ließ er die Leser der „Bild-Zeitung“ in einem Interview wissen. „Auch die Elektro-Autos der Zukunft müssen hier gebaut werden, da haben die Auto-Konzerne unverständlich lange gezögert."

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 8. April 2018. Die EU-Justizkommissarin Vera Jourova will mit Sammelklagen dafür sorgen, dass Verbraucherschutz-Organisationen und andere Verbände in Fällen von "Massenschäden" gemeinsam gegen Unternehmen vor Gericht ziehen können. Die europäischen Pläne gehen sogar deutlich über die von Bundesjustizministerin Katarina Barley für eine Musterfeststellungsklage hinaus. Es wird aber auch wirklich Zeit, dass die Politik endlich die Konsequenzen aus dem Diesel-Skandal zieht. Schließlich hat jeder das Recht auf Gerechtigkeit, ein schnelles Verfahren und Schadensersatz.

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 3. April 2018. Die Meldung erreichte uns am dritten Tag des Monats, auf keinen Fall also am 1. April. Und doch scheint sie aus einer Welt zu stammen, in der völlig andere Vorstellungen zum Schutz der Privatsphäre herrschen als bei uns. Es geht um eine Software mit dem Namen „Parking Habit“, die zeigt, wo ein Fahrzeug parkt, in dem dieses Verfahren installiert wurde, wann es im Laufe eines Tages, einer Woche, eines Monats oder eines Jahres geparkt sowie die Häufigkeit, mit der es auf einem Parkplatz abgestellt wurde.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 28. März 2018. Es gab Zeiten, in denen der ADAC als Verbraucherorganisation die Interessen der Autofahrer ohne Wenn und Aber vertrat. Besonders hartnäckig gegen diejenigen, die sich als Obrigkeit fühlten und die sich auch so benahmen. Doch diese Zeiten sind leider vorbei. Heute hängt der Verein mit seinen 20,18 Millionen Mitgliedern (Stand 31.12.2017) sein Mäntelchen gerne in den Wind und folgt gehorsam politischen und anderen Trends – seien sie auch noch so falsch oder abwegig.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 21. März 2018. In einem sind wir uns wohl alle einig: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Doch leider sind sie zur Gewohnheit geworden. Wenn zum Beispiel ein achtjähriger Junge – wie gestern geschehen – in der Kleinstadt Hennef an der Sieg von einem Omnibus überrollt wird und stirbt, schafft es dieser tragische Unfall allenfalls auf die Lokalseite des örtlichen Rhein-Sieg-Anzeigers oder in die "Lokalzeit" der "Aktuellen Stunde" des Westdeutschen Fernsehens.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 20. März 2018. Es ist nicht unbedingt ein Skandal, dass ausgerechnet ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter der AfD Licht ins Dunkel der Finanzierungsquellen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gebracht hat. Eine Schande ist es vielmehr, dass dieses 200-Leute-Häuflein von DUH-Weltverbesserern mit einem Berufsquerulanten an der Spitze jedes Jahr fast fünf Millionen Euro vom Bund erhält. Fünf Millionen aus Steuergeldern, die wir alle bezahlt haben, also auch jene, die schon jetzt einen beträchtlichen finanziellen Schaden durch den DUH-Krieg gegen den Diesel erlitten haben. Vom Autoproduzenten über Autohändler bis zu Dieselautofahrer.

Verkehrsunfall.
Von Harald Kaiser, cen

ampnet – 20. März 2018. Da bahnt sich etwas an, das womöglich Millionen von Autofahrern eines Tages noch sauer aufstoßen könnte. Dabei kommt die Sache, um die es geht, im Mäntelchen der Menschlichkeit daher, weil die Einführung dieses neuen Systems absolut Sinn macht und im Wortsinn hilfreich ist. Aber nur auf den ersten Blick. Stichtag ist der 1. April 2018. Ab dann muss nach dem Willen der Europäischen Union „eCall“ in alle Neuwagen serienmäßig eingebaut sein.

Von Harald Kaiser

ampnet – 9. März 2018. Die Katastrophe ist selbst eingebrockt und wurde von hoch bezahlten Managern angeordnet, durchgezogen und gedeckt. Kein Zweifel, der Beschiss von Volkswagen & Co. in Sachen Stickoxidausstoß (NOX) beim Diesel ist gigantisch. Die Sprache verschlägt es einem auch deswegen, weil sich die Herrschaften getraut haben, Politik und Verbraucher gleichermaßen generalstabsmäßig hinter die Fichte zu führen. Und im Werbespruch „Wir bauen die saubersten Diesel“ schwang stets dieser Subtext mit: Wir sind die Cleversten, ihr Ahnungslosen dagegen werdet uns niemals auf die Schliche kommen.

Winterdrift.
Von Peter Schwerdtmann, cen

ampnet – 5. März 2018. Technologien geben uns viel, aber sie nehmen auch. So gewinnen wir Autofahrer mit jeder neuen Fahrzeuggeneration mehr Sicherheit durch Technologie und lernen, mit ihr umzugehen. Mit jedem neuen Lernschritt geht aber auch der Verlust von bisher Erlerntem einher. Um ein Auto sicher zu beherrschen, mussten Fahrer sich früher mühsam Fertigkeiten fürs richtige Handling aneignen. Diese Kulturtechniken verschwinden, seit die Künstliche Intelligenz (KI) an das Lenkrad drängt. Darf das geschehen? Oder muss KI nicht zwangsläufig übernehmen, wo doch der Mensch auch nach Jahrzehnten noch nicht einmal gelernt hat, richtig zu bremsen?

Peter Schwerdtmann.
Von Peter Schwerdtmann

ampnet – 4. März 2018. Wer ein feines Gespür hat, kann schon ahnen, dass auch die jetzt noch erdrückende Meinung der Mehrheit die Fakten nicht auf Dauer verdecken kann. Vermutlich waren die Erwartungen an das Leipziger Urteil zu Diesel-Fahrverboten zu hoch. Das Problem verschwindet nach dem Spruch des Bundesverwaltungsgerichts eben nicht mit einem lauten Knall. Stattdessen wächst die Erkenntnis, dass alles noch lange dauern wird, wenn es überhaupt eine Umsetzung gibt, die den Vorgaben des Urteils gerecht wird. Am Ende wird wieder von Politikversagen die Rede sein.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 14. Februar 2018. Wenn tatsächlich wahr wird, dass Mitte des kommenden Jahrzehnts der Bedarf nach Elektroautos so richtig in Fahrt kommt, wird es eng mit der reibungslosen Deckung des Batteriebedarfs. Schätzungen gehen davon aus, dass der Markt für Energiespeicher auf eine Größenordnung von 250 Milliarden Euro wachsen könnte und eine Produktionskapazität von 100 Gigawattstunden aufgebaut werden müsste. „Dafür brauchen wir mehr als zehn Gigafactories in Europa", glaubt EU-Energiekommissar Sefcovic und verweist auf die gleichnamige Batteriefabrik von Panasonic und dem Tesla-Gründer Elon Musk in der Wüste von Nevada.

Peter Schwerdtmann.

ampnet – 6. Februar 2018. Alles läuft nach Wunsch der Dieselgegner: Autos mit Benzinmotor legten in Deutschlands bei den Zulassungen um 32,1 Prozent zu. Die Dieselzulassungen sanken dagegen um 17,6 Prozent. Offenbar verunsichert die aktuelle Diskussion die Käufer so stark, dass sie sich gegen den Selbstzünder entscheiden. Noch größer wird die Schadenfreude beim Blick auf die Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: Elektroautos verdoppelten ihren Marktanteil, und die mit Hybridantrieb liegen nur knapp dahinter.

Peter Schwerdtmann.

ampnet – 6. Februar 2018. In vielen Zeilen stellen börsennotierte Unternehmen unter jeder Pressemeldung fest, dass es sich bei den Aussagen keinesfalls um einen börsenrelevanten Ausblick auf die Entwicklung des Unternehmens handelt. Von dem hätte zunächst der Aktionär und nicht die Presse unterrichtet werden müssen. Deswegen formulieren die Texter von Wirtschaftsnachrichten ihre Botschaften eigentlich immer übervorsichtig. Es gibt aber Ausnahmen, vor denen sie sich jetzt in der Zeit der Zwischen- und Abschlussberichte hüten sollten.

Dieter Nuhr.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 28. Januar 2018. Dass Dieter Nuhr „intelligentes Kabarett" macht, seine Stücke „wortgewandt" und „die Pointen treffsicher" sind, das finden seine Fans, das fand auch die Jury, die ihn 2014 mit dem den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache auszeichnete. Der geht seit 2001 jährlich an Personen, die sich „in besonderem Maße um die Anerkennung, Weiterentwicklung und Pflege des Deutschen als Kultursprache“ verdient gemacht haben. Beim „Jahresrückblick Nuhr2017" Ende Dezember im ZDF trat der Kabarettist erneut den Beweis an, dass er nichts verlernt hat. Gleich zu Beginn seines Vortrags nahm er sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zur Brust.

Hans-Robert Richarz.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 25. Januar 2018. In vielen Großstädten Deutschlands werden zur Zeit die willkürlich festgelegten Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten. Längst hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den Dieselmotor als Hauptverursacher ausgemacht und ihm deswegen den Krieg erklärt - verbal, polemisch und juristisch. Am Mittwoch allerdings zeigte das Verwaltungsgericht Düsseldorf der DUH zunächst einmal die kalte Schulter.

Karmenu Vella.
Von Hans-Robert Richarz, cen

ampnet – 18. Januar 2018. Ein wenig erinnert der Vorgang an schlafende Hunde, die man tunlichst nicht wecken solle. Genau das aber haben jetzt Barbara Hendricks und Christian Schmidt getan. Am 9. Januar hatten die geschäftsführende deutsche Umweltministerin und der kommissarisch amtierende Verkehrsminister einen Brief an die EU in Brüssel geschickt, Adressat: Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, Fischerei und maritime Angelegenheiten.

Violeta Bulc.
Von Hans-Robert Richarz

ampnet – 5. Januar 2018. Schon vor Wochen hatte der kommissarische Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) zusammen mit seinem bayerischen Innenminister- und Partei-Kollegen Joachim Herrmann zum sogenannten Brenner-Gipfel geladen. Ursprünglich sollte am kommenden Montag in München ein Treffen mit österreichischen und italienischen Politikern stattfinden. Dabei sollte es um die Blockabfertigung für Lastwagen zu Spitzenzeiten an der Grenze bei Kiefersfelden durch Tiroler Zöllner gehen. Deren Vorgehen hatte die Bayern derart in Rage versetzt, dass sie mit einem EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich drohten.