Logo Auto-Medienportal.Net

VDIK: Elektromobilität-Konferenz bringt wenig Konkretes

Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begrüßt die auf der Nationalen Konferenz Elektromobilität gestern in Aussicht gestellte Sonderabschreibung für gewerbliche Käufer von Elektrofahrzeugen. Das ei ein wichtiger Baustein zur Förderung der Elektromobilität sagte VDIK-Präsident Volker lange und stellte fest: „Ich bedaure, dass die Bundeskanzlerin die Förderung lediglich in Aussicht gestellt hat, statt sie zu verkünden.“

Der VDIK-Präsident forderte alle Beteiligten – auch die Bundesländer – dazu auf, die entsprechende Gesetzesänderung schnell voranzutreiben. „Es muss allerdings darüber hinaus schnellstmöglich auch Kaufanreize geben, die für Privatkunden die Preisdifferenz zu herkömmlichen Antrieben deutlich reduziert. Elektrofahrzeuge müssen mit einem Betrag von mindestens 5000 Euro gefördert werden.“ Eine ähnliche Wirkung würde auch der Verzicht auf die Erhebung der Mehrwertsteuer bei der Anschaffung haben. Unabdingbar – so Lange – ist die schnelle Schaffung einer flächendeckenden Infrastruktur mit Multichargern, die ein Schnellladen für alle Fahrer von Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen ermöglicht, ohne dass Elektrofahrzeuge mit „Chademo“-Standard ausgeschlossen werden.

Auch die Bundeskanzlerin solle zur Kenntnis nehmen, forderte der Präsident der Importeure, dass neben den von ihr erwähnten 19 Modellen der deutschen Hersteller seit langem 17 Modelle der VDIK-Mitgliedsunternehmen erworben werden können. Die internationalen Kraftfahrzeughersteller hatten bereits 2010 in Deutschland mit dem Verkauf von Serienfahrzeugen mit Elektroantrieb begonnen.

VDIK-Präsident Lange begrüßte die Bewilligung weiterer finanzieller Mittel für das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Doch auch hier sei mehr als eine reine Forschungsfinanzierung erforderlich. Die Brennstoffzelle werde beim Antrieb von Fahrzeugen erst mittelfristig zum Zuge kommen. Dies erfordere sehr frühzeitig die Schaffung einer bedarfsgerechten Wasserstoffinfrastruktur insbesondere entlang der Hauptverkehrsachsen. Auch hier folgte der Hinweis des VDIK-Präsidenten, dass die internationalen Fahrzeughersteller für bestimmte Märkte bereits erste Serienfahrzeuge mit Brennstoffzellentechnologie anbieten. (ampnet/Sm)

Mehr zum Thema: , , , ,

Bilder zum Artikel

Der VDIK sieht ohne staatliche Förderung kaum Aussicht auf eine nennenswerte Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Deutschland.

Der VDIK sieht ohne staatliche Förderung kaum Aussicht auf eine nennenswerte Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Deutschland.

Foto: Auto-Medienportal.Net

Download: