Logo Auto-Medienportal.Net

Skoda fährt mit iV in die elektrische Zukunft

Gut, dass das Alphabet so viele Möglichkeiten bietet, griffige Abkürzungen zu finden, um Innovation auch mit Buchstaben zu dokumentieren. Der Wechsel zur Elektromobilität lässt die Kreativen in den Marketingabteilungen der Automobilindustrie die verschiedensten Kombinationen durchspielen, und am Ende finden sie wie aktuell bei Skoda, dass iV am besten die Elektro-Zukunft Umschreibt. Wobei das „i“ für vieles stehen kann – von individuell über intelligent bis zu iconic.

Das erste vollelektrische Modell der Marke, die im kommenden Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, hat nun allerdings weniger ikonische, sondern vielmehr handfeste Werte. Der Citigo hat in seiner Verbrenner-Version bereits als praktischer Stadtwagen Karriere gemacht, und in Zukunft wird der 3,60 Meter lange Bruder des VW Up ausschließlich mit einem vollelektrischen Antrieb auf die Straße rollen. Als Reichweite geben die Verantwortlichen bei Skoda 265 Kilometer nach der WLTP-Messmethode an.

Der elektrifizierte Citigo e iV ist der Auftakt zu einer Elektrooffensive der Marke. „Bis zum Jahr 2025 werden die Elektromodelle einen Anteil von 25 Prozent unserer Produktion erreichen, und in den kommenden fünf Jahren werden wir zwei Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektromobilen investieren“, erklärt Skoda-Chef Bernhard Maier. „Gleichzeitig investieren wir bis dahin 32 Millionen Euro in den Aufbau von 7000 zusätzlichen Ladesäulen in Europa.“

Der kleine Citigo e iV wird mit seinem angekündigten Preis die auf den Markt drängenden und hoffungsvollen Start-ups zum Nachdenken und vor allem zum Überarbeiten ihrer Kalkulationen veranlassen. Der elektrische Stadtwagen soll, so Skoda, mit einem Basispreis von „weniger als 20 000 Euro an den Start gehen“, wenn er Anfang kommenden Jahres bei den Händlern steht. Das ist durchaus als Kampfansage zu verstehen. Dank der staatlichen Elektroprämie liegt der Endpreis dann bei rund 15 000 Euro für einen vollwertigen Stadtwagen mit vier Türen (plus Heckklappe) einschließlich Batterie und einem europaweiten Händlernetz. Das kann aktuell keiner der Neulinge bieten. Angetrieben wird der elektrische Citigo von einem 83 PS (61 kW) starken Elektromotor. Die im Wagenboden montierte Batterie hat eine Kapazität von 36,8 kWh und kann je nach Lademöglichkeit bis zwölfeinhalb Stunden an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Allerdings steht die Schnell-Ladetechnik (80 Prozent innerhalb einer Stunde) erst mit der Version Style in der Preisliste.

Das maximale Drehmoment liegt bei 210 Newtonmetern, und 12,5 Sekunden vergehen zwischen Null und 100 km/h. Den Zwischensprint von 60 bis 100 km/h schafft der Citigo nach Werksangabe in 7,6 Sekunden. Bei Tempo 130 km/h ist die maximale Geschwindigkeit erreicht. Über die Garantie für den Akku hüllen sich die Skoda-Verantwortlichen noch in Schweigen, doch wird sie vermutlich bei den branchenüblichen acht Jahren liegen. Ganz im Geiste der „Simply clever“-Philosophie“ bietet die Marke ihren Kunden zudem eine Wallbox zum Laden im heimischen Carport oder der Garage an. Der Preis wird irgendwo zwischen 600 und 1000 Euro liegen.

Das zweite Modell der neuen iV-Baureihe ist gleich einige Nummern größer. Ebenfalls am Anfang des kommenden Jahres wird das gerade dezent überarbeitete Topmodell Superb als Plug-in-Hybrid bei den Händlern stehen. Der elektrifizierte Superb, verspricht Skoda, erreicht als Limousine und Kombi eine elektrische Reichweite von 55 Kilometern (nach WLTP). Die im Wagenboden montierte Batterie besitzt eine Kapazität von 13 kWh. Die Kombination des 1,4 TSI-Benziners mit 156 PS (115 kW) und einem 116 PS (85 kW) leistenden Elektromotors ergibt eine Systemleistung von 218 PS (160 kW), was wiederum eine Gesamtreichweite von bis zu 850 Kilometern ergeben soll. Die CO2-Emissionen liegen bei weniger als 40 Gramm je Kilometer. Dem Fahrer stehen drei Fahreinstellungen zur Verfügung: Sport, Elektrisch und Hybrid. Der Preis für die Hybridversion ist noch nicht festgelegt. Damit die Skoda-Kunden mit den Elektromodellen überall in Europa Energie laden können, hat die Marke zudem eine „ECharge Card“, die je nach Bedürfnissen individualisiert werden kann, entwickelt.

Neben dem elektrischen Citigo und dem elektrifizierten Superb wird Ende kommenden Jahres der vollelektrische SUV Vision iV auf den Markt rollen. Seine Weltpremiere wird das Modell vermutlich im nächsten März auf dem Genfer Automobilsalon erleben.

Bei den elektrifizierten Antrieben wird Skoda in Zukunft alle Möglichkeiten anbieten – von der 48-Volt-Technik als Mild Hybrid bis zu den batterieelektrischen Antrieben. Daneben bleiben die konventionellen Antriebsversionen im Visier der Entwickler. „Wir glauben an die Zukunft des Diesels, und außerdem werden wir weiterhin Varianten mit Erdgasantrieb im Programm behalten“, blickt Skoda-Deutschland-Geschäftsführer Frank Jürgens in die Zukunft. (ampnet/ww)

Weiterführende Links: Škoda-Mediaseite

Mehr zum Thema: ,

Teile diesen Artikel:

Bilder zum Artikel
Skoda Citigo e iV.

Skoda Citigo e iV.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Download:


Skoda Citigo e iV.

Skoda Citigo e iV.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Download:


Skoda Citigo e iV.

Skoda Citigo e iV.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Download:


Skoda Citigo e iV.

Skoda Citigo e iV.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Download: