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Simply clever: Skoda in der Rallye-Europameisterschaft

Zuverlässigkeit, intelligente Lösungen und ein gut abgestimmtes Verhältnis zwischen Preis und Leistung sind die Eigenschaften, die Skoda in den vergangenen Jahren zum größten Importeur in Deutschland haben aufsteigen lassen. Diese Merkmale haben sich nun offensichtlich auch im Rallyesport herumgesprochen und den passend aufgebauten Renn-Fabia in Kreisen der Rallyepiloten zum Bestseller befördert. Bei der Rallye di Roma am vergangenen Wochenende standen allein 19 Fabia von 32 Teilnehmern in der höchsten Rennklasse R5 am Start.

Bei dem Kräftemessen, das in der italienischen Hauptstadt eine kurze, dafür aber umso lautstärkere Station einlegte, um sich danach in die Berge rund um den Kurort Fiuggi abzumelden, beherrschten die Modelle aus dem tschechischen Mlada Boleslaw die Szene. Die italienische Rallye zählt zur Europameisterschaft, und hier treten neben den Werkspiloten auch Fahrer an, die sich über entsprechende Leistungen für einen Vertrag in der Weltmeisterschaft empfehlen wollen. Skoda Deutschland ist in dieser Serie mit einem Werksteam vertreten. Fabian Kreim und Beifahrer Frank Christian belegten am Ende in der Gesamtwertung den vierten Rang und siegten in der Nachwuchswertung U28, in der Kreim die Gesamtführung ausbauen konnte.

Allerdings hat der Rallye-Fabia nur noch den Namen und die Silhouette mit dem Serienmodell gemeinsam. Unter der Haube brüllt ein 1,6-Liter-Turbo, der seine 290 PS (205 kW) über einen Allradantrieb auf die Piste bringt. Dass der Komfort an diesem Arbeitsplatz keine Rolle spielt, ist unvermeidlich, schließlich ist die gesamte Technik allein auf Leistung ausgelegt, um auf den Wertungsprüfungen möglichst schnell unterwegs zu sein. Nicht nur die Leistungswerte unterscheiden sich von dem Serienmodell. Die Sitze für Pilot und Beifahrer (der übrigens nicht nur neben dem Piloten hockt, sondern vielmehr einen großen Anteil am Erfolg oder Scheitern hat) stehen deutlich weiter hinten und sind festmontiert. „Wenn du die Position verändern willst, geht ohne Mechaniker gar nichts“, erklärt der zweimalige deutsche Rallyemeister Kreim den Innenraum. Und: „Es gibt natürlich weder Radio noch Klimaanlage, und deshalb kann es bei einer Rallye wie in Italien im Innenraum schnell 50 bis 60 Grad heiß werden. Dagegen hilft nur eine gute Kondition und viel trinken“, beschreibt Fabian Kreim seinen Arbeitsplatz.

Mit dem Rallye-Fabia ist Skoda ein echter Bestseller gelungen. „Wir haben bisher rund 240 Fahrzeuge verkauft“, erklärt Skoda-Sprecher Ulrich Bethscheider-Kieser. Der Weltmotorsport-Verband FIA hat die Kosten für die Einsatzfahrzeuge zwar auf 185 000 Euro festgelegt, doch wie im echten Leben klärt ein Blick in die Preisliste darüber auf, dass die rennfertige Variante dann doch rund 250 000 Euro kostet. Rallyesport ist alles, aber nicht wirklich preiswert, denn neben den reinen Anschaffungskosten sollte man noch rund 100 000 Euro in der Hinterhand haben. Allein ein vorderes Federbein belastet das Budget mir 25 000 Euro. Und natürlich darf ein gutes Team aus Mechanikern und Logistikern nicht fehlen.

Kein Wunder, dass sich Privatiers wie Fürst Albert von Thurn und Taxis für einzelne Rallyes in Rennställe einkaufen und pro Lauf bis zu 50 000 Euro überweisen. Am Ende fuhr er in Italien auf einen guten elften Platz in der Gesamtwertung. Gerüchte wollen nun wissen, dass der Sohn von Fürstin Gloria bei der zur Weltmeisterschaft zählenden Deutschland-Rallye rund um Trier im August antreten wird.

Während den Fahrern die große Bühne gehört, schuften die Helden der Arbeit im Hintergrund. Die Mechaniker sind die stillen Helden der Szene, ohne deren Arbeit kein Pilot weit käme. Trotz aller Hektik, die das Renngeschehen um sie herum verbreitet, gehen sie mit einer beachtlichen Gelassenheit ans Werk und überprüfen die von den Fahrern geschundene Mechanik. Auch in diesem Bereich sind die Abläufe in einem Reglement genau vorgeschrieben.

Rallyesport ist Mannschaftsarbeit, und das wird nirgends so deutlich wie in der Servicezone. Während der Servicezeiten arbeiten jeweils vier Männer an den Fahrzeugen, wobei die Zuständigkeiten genau definiert sind. Für Skoda Deutschland sichert das österreichische Team Baumschlager die technische und logistische Betreuung.

Skoda Deutschland ist seit dem Jahr 2002 in der Rallyeszene vertreten. Allerdings reicht die Motorsportgeschichte der Tschechen bis in die ersten Jahre der Marke zurück. Bis zum vergangenen Jahr holte die Marke so sieben Titel in der deutschen Meisterschaft und ist damit Rekordsieger in dieser Serie. Und wie sieht Fabian Kreim seine Zukunft? „In zwei oder drei Jahren würde ich gerne in der Weltmeisterschaft fahren – natürlich mit Skoda.“ (ampnet/ww)

Weiterführende Links: Škoda-Presseseite

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Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

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Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

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Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

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Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

Skoda Fabia R5 bei der Rallye di Roma 2018.

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Skoda Fabia R5.

Skoda Fabia R5.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

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Fabian Kreim und Beifahrer Frank Christian vor ihrem Skoda Fabia R5.

Fabian Kreim und Beifahrer Frank Christian vor ihrem Skoda Fabia R5.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

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