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Audi schließt 2019 mit verbesserter Ergebnisqualität ab

Audi liegt in einem wettbewerbsintensiven Umfeld bei den Auslieferungen der Marke Audi leicht über Vorjahr. Die Umsatzerlöse von 55,7 Mrd. Euro spiegeln die hohe Nachfrage nach SUV- und Oberklassemodellen wider. Das Operative Ergebnis erreicht 4,5 Mrd. Euro, die Operative Umsatzrendite 8,1 Prozent. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise und deren unklaren Auswirkungen auf die Konjunktur sieht auch Audi die Gesundheit der Beschäftigten weltweit sowie die Liquidität und Stabilität des Geschäfts im Fokus.

Wegen des Coronavirus verzichtete der Audi-Konzern in diesem Jahr auf eine Jahres-Pressekonferenz mit anwesenden Medienvertretern. Außerdem fährt das Unternehmen die Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende der Woche kontrolliert herunter.

Zum Geschäftsjahr 2019 zeigte sich Audi-Vorstandsvorsitzender Bram Schot bei der Präsentation der Zahlen zufrieden: „In einem sehr herausfordernden Umfeld haben wir uns auf unsere Stärken konzentriert und unser Geschäft stabilisiert. Unsere Operative Umsatzrendite lag in jedem Quartal 2019 über 7 Prozent und im Gesamtjahr in unserem Prognosekorridor.“ Dabei habe das Unternehmen das WLTP-Lager aus dem Vorjahr sukzessive abgebaut und die nächste Stufe seiner Produktoffensive in die Märkte eingeführt.

Die Auslieferungen der Kernmarke Audi gewannen insbesondere im vierten Quartal deutlich an Fahrt: In einem rückläufigen Gesamtmarkt beendeten die Vier Ringe das Jahr mit einem Auslieferungsplus von 1,8 Prozent: 1.845.573 Fahrzeuge nach 1.812.485 im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund lagen die Umsatzerlöse des Audi Konzerns 55.680 Mio. Euro (2018: 53.617 Mio. Euro) über dem Vorjahresniveau. Die Kernmarke Audi steigerte ihre Umsatzerlöse auf 39.467 Mio. Euro (2018: 37.259 Mio. Euro).

Das Operative Ergebnis erreichte 4509 Mio. Euro (2018: 3529 Mio. Euro), wobei der Vorjahreswert von Sondereinflüssen aus der Dieselthematik mit - 1176 Mio. Euro belastet war. Die Operative Umsatzrendite lag bei 8,1 (2018: 6,6) Prozent. Treiber waren der bessere Audi-Produktmix, das höhere Operative Ergebnis der Marke Lamborghini sowie erfolgreich umgesetzte Maßnahmen des „Audi Transformationsplan (ATP)“ in Höhe von 2,5 Mrd. Euro. Das im Jahr 2018 implementierte Programm zur Ergebnisverbesserung soll bis 2022 insgesamt 15 Mrd. Euro für Zukunftsinvestitionen freispielen. Das Finanzergebnis lag bei 713 Mio. Euro (2018: 831 Mio. Euro). Mit 5223 Mio. Euro (2018: 4361 Mio. Euro) fiel das Ergebnis vor Steuern um 19,8 Prozent höher aus.

Für ihren Einsatz im Jahr 2019 beteiligt Audi die Belegschaft am Ergebnis. Für eine Facharbeiterin bzw. einen Facharbeiter in den deutschen Werken beträgt die Audi Ergebnisbeteiligung 2019 3880 Euro (2018: 3630 Euro).

Audi plant, bis 2025 rund 30 elektrische Modelle im Angebot zu haben. Der Anteil an produzierten sogenannten New Energy Vehicles soll von heute 3,5 Prozent auf rund 40 Prozent im Jahr 2025 ansteigen. Allein für die Elektrifizierung des Portfolios plant Audi Vorleistungen von rund 12 Mrd. Euro bis 2024. Dabei macht der Audi Konzern keine Abstriche bei seinen Zielen, mittelfristig eine Rendite zwischen 9 und 11 Prozent und eine Kapitalrendite von mehr als 21 Prozent zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2019 war die Kapitalrendite auf 12,7 Prozent (2018: 10,4 Prozent) gestiegen.

Für wettbewerbsfähige Kostenstrukturen bündelt der Volkswagen Konzern sukzessive alle Aktivitäten der Softwareentwicklung rund um das Fahrzeug in der neugeschaffenen Konzerneinheit „Car.Software-Organisation“. Damit wird das Baukasten- und Plattformsystem in die digitale Welt übertragen. Künftig profitiert Audi auch bei der Software von optimierten Softwarekosten je Fahrzeug und von Skalenvorteilen aus der geplanten Kooperation des Volkswagen Konzerns und der Ford Motor Company zum autonomen Fahren.

Vor diesem Hintergrund und weiteren Effizienzsteigerungen plant der Audi Konzern seine Zielkorridore für die Quoten der Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Sachinvestitionen auf jeweils 5,0 Prozent bis 6,0 Prozent (vorher: 6,5 Prozent bis 7,0 Prozent bzw. 5,5 Prozent bis 6,0 Prozent). Mittel- und langfristig soll auch die Vereinbarung „Audi.Zukunft“ mehr Wettbewerbsfähigkeit bringen. Dazu gehören neben einer Beschäftigungssicherung bis 2029 für die deutschen Standorte die Vereinbarung über Laufzeit Einsparungen von rund 6 Mrd. Euro.

Im Jahr 2020 wird Audi erneut rund 20 neue Modelle präsentieren. Bis Ende des Jahres führt die Kernmarke Audi fünf vollelektrische Modelle in die Märkte ein und erhöht ihr PHEV-Angebot auf insgesamt zwölf Modelle. In mehr als der Hälfte der Baureihen wird dann eine PHEV-Variante verfügbar sein. (ampnet/Sm)

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Audi-Forum Ingolstadt.

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Foto: Auto-Medienportal.Net/Audi

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