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Exklusiv: Kommentar: Die „Umwelthilfe” und das Ablenkungsmanöver

Siegt sich die „Deutsche Umwelthilfe” zu Tode? Der klagefreudige Verein zwingt in harmonischem Zusammenspiel mit Behörden (falsch aufgestellte Messpunkte) und Justiz (drakonische Urteile) eine Kommune nach der anderen zu Sperrungen von Straßenzügen oder gleich ganzen Ballungszentren. Doch jetzt trifft der Unmut der Autofahrer die grünen Eiferer: Eine rechtlich wohl chancenlose Petition, die fordert, dass der Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit aberkannt wird, hat in vier Wochen bereits fast 130 000 Unterschriften eingesammelt. Und die Kritik an den Firmen, die das Vereinskonto mit Spenden aufgefettet haben, ist so stark geworden, dass sie reagieren mussten. Denn die zur Imagepflege gedachten Ablasszahlungen sind nach hinten losgegangen.

Vor allem Toyota wurde in den vergangenen Monaten für die Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) scharf kritisiert. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hat die japanische Marke die Unterstützung des Abmahn- und Klagevereins jetzt beendet. Und auch die weniger beachtete Förderung der „Umwelthilfe” durch den Daimler-Konzern ist laut “Welt” sang- und klanglos eingestellt worden.

Unternehmen ziehen sich zurück

Die Störgeräusche verärgerter Bürger haben sogar die Telekom veranlasst, ihre seit fast 20 Jahren bestehende Unterstützung der „Umwelthilfe” abzuschließen, wie auch die Kunden der Brauerei Krombacher die entsprechenden Zahlungen ihrer Biermarke offenbar als ungenießbar empfanden. Krombacher ist ebenfalls ausgestiegen.

Wird der große Erfolg der „Umwelthilfe” also ihr Untergang? Wohl kaum. Denn all dies wird nicht genügen, dem unsäglichen Verein das Wasser abzudrehen.

Da wäre zum einen die Unterstützung durch die Justiz. Mancher Richter wertschätzt die Kampagnen der „Umwelthilfe” so sehr, dass sie zur Empfängerin von Geldauflagen geadelt wird, die straffälligen Bürgern aufgebrummt werden. Auch das aggressive Abmahnwesen, das vor allem den Mittelstand trifft, wird durch entsprechende Urteile ermutigt. Dazu gehören die passenden Gesetze, zu deren Präzisierung oder Korrektur sich die Politik offenbar nicht veranlasst sieht.

Steuergelder im Einsatz

Und dann gibt es noch gewaltigen Zahlungen, die die „Umwelthilfe” zuverlässig direkt von der Politik zugeschanzt bekommt. Hunderttausende fließen jedes Jahr aus den Ministerien und Behörden wie dem Umweltbundesamt an den Verein. Insider kann das kaum verwundern, wurde er doch von der Politik unter der aktuellen Kanzlerschaft absichtsvoll aufgebaut, um „ein Gegengewicht zur Autoindustrie” zu kreieren. Von einem Stopp der entsprechenden Subventionen ist denn bis dato auch nichts zu hören.

Wenn jetzt bürgerliche Politiker öffentlichkeitswirksam fordern, die „Umwelthilfe” zurechtzustutzen, dann erinnert das an den sprichwörtlichen Dieb, der „Haltet den Dieb!” ruft, um den Verdacht von sich abzulenken.

Immerhin hat die Industrie gehandelt; man darf gespannt sein, ob die Politik mit der Strategie des Aussitzens durchkommt, auf dass die „Verkehrswende” ungestört weiterlaufe. Unterdessen wäre es vielleicht nicht das schlechteste, wenn beim Bürger einsickert, wem er das grüne Chaos verdankt, das ihn gerade viel Geld und Bewegungsfreiheit kostet. Und er seine Abgeordneten bittet, der gespielten Empörung auch einmal Taten folgen zu lassen. (ampnet/jm)

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Jens Meiners.

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Wird die Umwelthilfe ausgebremst?.

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Wird die Umwelthilfe ausgebremst?.

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