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Ford Focus: Assistenten für alle Fälle

Früher war die Welt für Autokäufer zwar nicht unbedingt besser, aber irgendwie überschaubarer. Nachdem man im zähen Ringen mit der Familie und dem Budget Farbe, Zahl der Türen und noch Dinge wie Schiebedach, die Polster und die Zahl der Gänge (eher selten gönnte man sich auch eine Automatik) ausgesucht hatte, wurde der Vertrag unterschrieben und das Warten auf den neuen Wagen konnte beginnen. Und heute? Da heißt es sich durch eine lange Liste von elektronischen Helfern durchzuarbeiten, bis man schließlich sein Wunschauto konfiguriert hat.

Beim neuen Ford Focus, der von September an bei den Händlern steht, enthält die Liste der digitalen Programme mehr als 30 Positionen. Damit bietet der Focus so viele Funktionen wie noch nie in der Geschichte des seit 1998 mehr als 16 Millionen Mal gebauten Bestseller. Einige der angebotenen Funktionen entsprechen bereits dem Level 2 für automatisiertes Fahren. Zwar muss der Fahrer noch immer als letzte Kontrollinstanz die Hände am Lenkrad behalten, doch ansonsten fährt der Focus selbstständig. Hinter dem Begriff „Ford Co-Pilot 360“ verbirgt sich (in Verbindung mit der neuen Achtgang-Automatik) der „Ford Intelligent Drive Assist“, in dem die intelligente adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Verkehrszeichenerkennung und einem Stau-Assistenten samt Stopp & Go Funktion und einem Fahrspur-Piloten zusammengefasst sind. So kann der Fahrer ein Tempo vorgeben und den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen individuell definieren. Gleichzeitig verarbeitet die Anlage die Daten der Verkehrszeichen-Erkennung und passt die Geschwindigkeit entsprechend an. Schlechte Zeiten für Blitzer - sie gehen fortan leer aus.

Im Stau nimmt der Focus dem Fahrer das lästige Anfahren und Bremsen ab und schleicht selbstständig durch den Stau. Wenn der Focus einen entstehenden Stau erkennt, bremst er bis zum Stillstand ab. Nur wenn es mal wieder etwas länger dauert, muss der Fahrer mit einem leichten Tritt auf das Gaspedal eingreifen.

Einmal in Fahrt und bei eingeschaltetem Tempomat überprüft der Fahrspur-Pilot mittels einer Kamera die Fahrbahnmarkierungen und hilft dem vielleicht abgelenkten Fahrer mit deutlich wahrnehmbaren Lenkkräften zurück auf die Spurmitte. Der Pilot funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 200 km/h. Mit diesen Technologien „reduzieren wir die Belastungen für den Fahrer und senken gleichzeitig den Stress, sodass sich die Konzentration auf das Verkehrsgeschehen verbessert“, beschreibt ein Ford-Sprecher die Wirkung des elektronischen Co-Piloten.

Eher für den Stadtmenschen gedacht ist der Aktive Park-Assistent „Plus“, der den Focus ein- und ausparkt. Nach einem Knopfdruck erkennen die Ultraschallsensoren passende Parklücken in Längs- und Querrichtung und übernehmen die Regie. Der Fahrer muss lediglich Gas, Bremse und Schalthebel bedienen und den Rest der Elektronik überlassen. Beim Ausparken untersuchen die Sensoren die Umgebung auf Hindernisse und leiten bei Bedarf eine automatische Bremsung ein. Ist die Achtgangautomatik an Bord, übernimmt der Parkautomat auf Knopfdruck neben dem Lenken auch die Gangwechsel sowie Anfahren und Bremsen.

Serienmäßig an Bord ist der Pre-Collision-Assist, der potenzielle Kollisionen mit anderen Fahrzeugen erkennt und versucht zu vermeiden oder wenigstens die Unfallfolgen zu mildern. Ignoriert der Fahrer die optischen und akustischen Warnungen, wird das System automatisch aktiv und bremst mit voller Kraft. Im aktuellen Focus wurden die Funktionen noch erweitert, sodass der Assistent neben Fußgängern und anderen Fahrzeugen nun auch Fahrradfahrer erkennt. Ist es trotz aller digitalen Unterstützung zu einem Unfall gekommen, greift der Post-Collision-Assist ein und verzögert das Fahrzeug, um eine weitere Kollision zu vermeiden. Der Ausweich-Assistent wiederum hilft dem Fahrer mit einer aktiven Lenkunterstützung, um das Manöver zu unterstützen.

Um Geisterfahrten auf der Autobahn zu verhindern, erkennt die neue Falschfahrer-Warnfunktion, dass der Fahrer die Einfahrt-Verbotsschilder ignoriert und sendet eine unübersehbare Mitteilung an den Piloten. Diese Funktion kommt zunächst in Deutschland. Österreich und der Schweiz zum Einsatz.

Natürlich ist der neue Focus auch vollständig vernetzt – wenigstens, wenn man die Ausstattungsversionen Titanium und ST-Line wählt. In diesen Varianten ist erstmals in Europa das sogenannte Ford-Pass Connect Modem integriert, das aus dem Kompaktmodell einen mobilen WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte macht. Während der Fahrer Verkehrsdaten in Echtzeit erhält, lassen sich die Passagiere von Streamingdiensten unterhalten. Über die App Ford-Pass Connect können vergessliche Zeitgenossen unter anderem zum Beispiel ihren geparkten Wagen orten. Mit diesem Angebot reagiert Ford auf die Wünsche der Kunden, bei denen die Konnektivität ein zunehmend wichtiges Kaufargument geworden ist. Für immerhin 20 Prozent ist der mobile Internetzugang ein Grund, die Marke zu wechseln. (ampnet/ww)

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Ford Focus Active.

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