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BMW i3: Einst ein belächelter Pionier

Im BMW-Werk Leipzig endet rund achteinhalb Jahre nach dem Start des BMW i3 eine Ära. Das kompakte, komplett batterieelektrische Auto hatte seine Laufbahn als Exot auf dem damals noch kaum erschlossenen Markt für Elektroautos begonnen, als Wegbereiter für lokal emissionsfreie „Fahrfreude“ nach Art der Münchner. Nun geht er als Pionier der nachhaltigen Mobilität in die Geschichte des Unternehmens ein. Aber niemals geht man so ganz: Der i3 verabschiedet sich mit eine Miniserie von zehn Exemplaren mit dem bezeichnenden Namen „Home Run“.

Für das BMW Group Werk Leipzig ist der Abschied vom BMW i3 mit dem Aufbruch in ein neues Kapitel der Elektromobilität verbunden. Nach Modulen für Hochvoltbatterien und weitere E-Antriebskomponenten beginnt im kommenden Jahr die Produktion der nächsten Generation des Mini Countryman, neben den Verbrennervarianten auch mit einem vollelektrischen Antrieb.

Der BMW i3 hat seine Produktionslaufzeit mit einem beeindruckenden Schlussspurt beendet. Erst vor wenigen Tagen wurde in Leipzig das 250.000. Exemplar gefertigt. Der BMW i3 ist damit das weltweit erfolgreichste Elektrofahrzeug im Premium-Kompaktsegment. Verkauft wurde der BMW i3 in 74 Ländern rund um die Welt. Dabei gelang es ihm auch, für die Marke BMW zu begeistern. In den Anfangsjahren waren mehr als 80 Prozent aller Käufer eines i3 neue Kunden für BMW.

Seine eigenständige Fahrzeugarchitektur besteht aus einem Drive-Modul als Aluminium-Chassis, das den E-Antrieb, das Fahrwerk und den Hochvoltspeicher trägt, und einer als Life-Modul bezeichneten Fahrgastzelle aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dieses von Beginn an für reine E-Mobilität entwickelte Design schuf Freiraum für ein besonders großzügiges Platzangebot im Interieur und eine fortschrittliche Gestaltung von Cockpit und Mittelkonsole. Beim Exterieur gelang ein Design, dass weniger einem Fashion- oder Status-Gedanken, sondern einem technologischen Anspruch verpflichtet ist.

Die an der Produktion des BMW i3 beteiligten Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig wissen nur allzu gut, was dies in der Praxis bedeutet. Denn mit seiner Architektur setzte er auch auf dem Gebiet des Leichtbaus Maßstäbe. In Leipzig wurden im Automobilbau einzigartige Prozesse für das Formen großformatiger Karosserieteile aus dem besonders leichten Hightech-Material CFK etabliert.

Mit seinen modellspezifischen Technologie-Entwicklungen wurde der BMW i3 auch in zahlreichen weiteren Bereichen zum Innovationstreiber für die Marken BMW und Mini. Der 135 kW/184 PS starke Elektromotor des BMW i3s sorgt seit 2020 auch für emissionsfreies Gokart-Feeling im Stil von Mini.

Neben dem rein elektrischen Antrieb tragen auch eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Materialauswahl zur Ökobilanz des BMW i3 bei. Für seine Außenhaut aus thermoplastischen Kunststoffen werden zum Teil wiederverwertete Rohstoffe genutzt. Der im Innenraum verwendete Kunststoff besteht zu 25 Prozent aus Recycling-Material. Die für die Sitzoberflächen eingesetzten Textilien sind vollständig aus Recycling-Fasern gefertigt. Die Türverkleidungen des BMW i3 bestehen aus Kenaf-Fasern. Eukalyptus-Holz aus zertifiziertem Anbau in Europa dient als Rohstoff für Teile der Instrumententafel.

Für viele Kunden wurde der BMW i3 bereits frühzeitig zu einem ständigen Begleiter für urbane Mobilität, für das tägliche Pendeln und oft auch weit darüber hinaus. Die Vielfahrer unter den „Early Adoptern“ loben vor allem die geringen Energie- und Wartungskosten, aber auch die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs und die Zyklenfestigkeit seiner Hochvoltbatterie. Sie berichten von Bremsbelägen, die auch nach mehr als 250.000 Kilometern noch nicht gewechselt werden mussten und von der Langzeit-Qualität der Hochvoltbatterie.

Die Hochvoltbatterie des BMW i3 wurde seit der Markteinführung kontinuierlich weiterentwickelt und ihre Speicherkapazität dadurch bei unverändertem Bauraum verdoppelt. Mit einer Zellkapazität von 120 Amperestunden (Ah) und einem Brutto-Energiegehalt von 42,2 Kilowattstunden (kWh) ermöglicht sie mittlerweile Reichweiten von bis zu 307 Kilometern (BMW i3) gemäß WLTP.

Auf der Zielgeraden seiner Produktionslaufzeit stellt der BMW i3 noch einmal die extravagante Seite seines Charakters zur Schau. Als BMW i3s Home Run erhielt er erstmals eine Frozen-Lackierung von BMW Individual. Diese Edition ist mit einem Maximum an Exklusivität verbunden. Die Produktion der zehn Exemplare war nicht nur für die daran beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BMW Group Werk Leipzig ein Highlight. Die Kunden der Sondermodelle konnten die Fertigstellung der Fahrzeuge in der Montagehalle miterleben. (aum)

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BMW i3: 250.000 Exemplare.

BMW i3: 250.000 Exemplare.

Foto: Autoren-Union Mobilität/BMW

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BMW i3: Das 250.000. Exemplar und die Edition Home Run (links).

BMW i3: Das 250.000. Exemplar und die Edition Home Run (links).

Foto: Autoren-Union Mobilität/BMW

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