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WRC 2015: Der Weltmeister hat zum Auftakt das Nachsehen

Sonne satt, Staub und tausende Fans an der Strecke. Die Rallye-Weltmeisterschaft ist zurück in Europa. Und es wird spannender denn je beim fünften Lauf vor den Toren Portos. Bereits am ersten Tag sorgte Volkswagens-Youngster Andreas Mikkelsen bei der Super-Special-Stage in Lousada für eine Überraschung. Der junge Norweger ließ vor mehr als 25000 Zuschauern den Rest des Feldes hinter sich und holte sich auf dem Rallycross-Parcours den Auftaktsieg.

Der Titel-Favorit Sébastien Ogier vermeintlich angeschlagen? Die Verfolger verfallen in Euphorie? In Portugal werden beide Fragen an diesem Wochenende beantwortet. Die WRC gastiert im Norden des Landes. Damit kehrt die Rallye Weltmeisterschaft nach mehreren Läufen an der südlichen Algarve, wieder zu alten Wirkungsstätten zurück. Die Mannschaft von Volkswagen, dieses Jahr klarer Favorit auf den dritten WM-Titel, gibt sich nach den Ausfällen in Argentinien kämpferisch. „Jeden im Team wurmt das enttäuschende Wochenende zuletzt in Argentinien. Und jeder Einzelne wird entsprechend alles dafür geben, es vergessen zu machen“, kündigte VW-Motorsport-Direktor Jost Capito kämpferisch an. Technische Defekte in der Kraftstoffversorgung warfen die Polo R WRC von Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala im Land der Gauchos aus dem Rennen. Citroën holte sich die Plätze Eins und Zwei. Ein Grund mehr also für die Wolfsburger den Spieß beim fünften Lauf der Weltmeisterschaft wieder umzudrehen.

Die Konkurrenz jedenfalls wittert aktuell Chancen: „Wir haben gezeigt, dass der DS3 und unsere Mannschaft konkurrenzfähig sind. Der Doppelerfolg in Argentinien ist die erste Bestätigung unseres Fortschritts", sagte Citroën-Teamchef Yves Matton im Vorfeld. Die Ford-Mannschaft unter Malcolm Wilson geht erstmals mit dem einsatzreifen 2015er-Modell des Ford Fiesta RS ins Rennen. „Wir wissen, dass wir ab Portugal ein siegfähiges Auto haben“, so Wilson. Sebastien Ogier jedenfalls ist auf der Wacht: „Die Konkurrenz ist hellwach, das hat Argentinien gezeigt. Es wird also alles andere als einfach.“

Der amtierende Weltmeister sollte Recht behalten. Zum Auftakt wurden am Freitag rund 129 Kilometer Wertungsprüfung (WP) gefahren. Dabei erwies sich das FIA-Regelement als großes Handicap für Ogier. Als aktuelle Führender der WM-Wertung musste er als erster auf die Schotterpisten. Im Klartext: Ogier räumte die Piste frei von Staub und Kies. Die Konkurrenz hatte somit mehr Bodenhaftung und war deswegen schneller unterwegs. „Der erste hat das größte Problem. Der Zeitabstand zum zweiten Auto ist durch das Kies räumen immens. Bei den folgenden Autos sind die zeitabstände wesentlich geringer“, erklärt Luis Moya, ehemaliger Co-Pilot und zweimaliger Weltmeister mit Carlos Sainz. Zur Halbzeit des ersten Großkampftages trennten den Titelverteidiger Ogier rund 25 Sekunden vom ersten Jari-Matti Latvala.

Die zweite Hälfte des Tages war nach Ansicht nahezu aller Piloten „sehr hart“. Soll heißen: Bucklige Piste, trockene Schlaglöcher und Steine. Höchstbelastung für das Material. Die Autos der Top-Teams hielten durch. Bei nun noch rund 220 ausstehenden WP-Kilometern führt Jari-Matti Latvala im Polo R WRC mit 11,1 Sekunden Vorsprung vor Kris Meeke (Citroën) und Andreas Mikkelsen (+ 16,0) im dritten Polo R WRC. Sébastien Ogier liegt in Schlagdistanz zur Spitze auf Rang sechs (+ 25,9). (ampnet/tw)

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VW Polo R WRC von Andreas Mikkelsen.

VW Polo R WRC von Andreas Mikkelsen.

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VW Polo R WRC von Jari-Matti Latvala.

VW Polo R WRC von Jari-Matti Latvala.

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VW Polo R WRC von Sébastien Ogier.

VW Polo R WRC von Sébastien Ogier.

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Rallye Portugal 2015

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