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Wortklauberei (9): Kennen Sie den?

Kennen Sie den? Antwortet ein Stotterer auf die Frage, warum er den Job als Nachrichtensprecher nicht bekommen hat, mit: „Ich b-b-b-in in der falschen Partei“. Und schon habe ich mir leichtfertig eine gelb-rote Karte der neuen Selbstgerechten kassiert, Und dennoch muss die Frage erlaubt sein, denn seit Neuerem sind alle unsere Nachrichtensprecher offenbar in der richtigen Partei. Sie alle stoßen an, stottern also. Achten sie mal zum Beispiel auf die Tagesschau, wenn die Damen über Politiker…innen sprechen.

Ich habe mir sagen lassen müssen, das sei so gewollt, politisch korrekt und längst überfällig gewesen. Irgendjemand, dessen Kompetenz und Legitimation ich nicht kenne, soll das so festgelegt haben. Um zu beschreiben, worum es geht, vergewaltigen die ein Substantiv der englischen Sprache, bis es zu einem deutschen Verb wird: Sie gendern jetzt, fassen beide Geschlechter der Gleichberechtigung wegen in einem Begriff zusammen, grundgesetzkonform, von den UN abgedeckt und Teil des Grundsatzprogramms der passenden Partei.

Aber müsste nicht auch der Transsexuelle berücksichtigt werden? Müsste es nicht also heißen: „Politiker…innen und Diverse, so wie es in der Kurzsprache der Stellenanzeigen inzwischen ausgedrückt wir: m/w/d? Die dritte Version der gendergerechten – noch ein zwangsweise eingedeutschtes Fremdwort – Sprache funktioniert leider beim Begriff der Politiker…innen nicht – das Partizip. Politikirende passt in diesem Fall nicht. (ampnet/Sm)

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Die spinnen, die Römer!

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Peter Schwerdtmann.

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