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Im Rückspiegel: Als Subaru mit dem Leone nach Europa kam

Der Subaru Leone schrieb 1972 Geschichte als weltweit erster Großserien-Pkw mit Allradantrieb. Vor allem als Leone 4WD Station holte er die 4x4-Technik aus dem Offroadsegment in die Familien- und Freizeit-Kombis. Vor genau 40 Jahren, also Ende Juni 1979, folgte dann der nächste Schritt: In neu entwickelter und größerer zweiter Generation avancierte der Leone zum Begründer der modernen Allrad-Marke Subaru mit Allrad-Technik inklusive Getriebeuntersetzung.

Sein Europa-Debüt feierte der erneuerte Subaru Leone 1979 in der gebirgigen Schweiz. Aber im Januar 1981 starteten die japanischen Allrad-Modelle dann auch auf dem deutschen Markt. Tatsächlich war vom ersten, noch im amerikanischen Stil gehaltenen Leone, ein kleineres Kontingent in Europa verkauft worden. Richtig durchstarten konnte der Subaru mit dem italienischen Namen Leone aber erst in geglätteten, europäisierten Linien, in größerem Format und dazu in nicht weniger als fünf Karosserieversionen.

Im damals kompakten Mittelklasseformat mit einer Außenlänge von 4,25 bis 4,28 Meter gab es den Leone 4WD/1800 4WD als viertürige Limousine mit großem Kofferraum, als fünftürigen Kombi Station sowie als Kombi Super Station mit erhöhter Dachlinie. Konkurrenzlos in der Klasse war die große Anhängelast von 1350 Kilogramm. Wer einen dreitürigen Cityflitzer mit schickem Schrägheck bevorzugte, fand im 3,98 Meter kurzen Leone Swingback/1800 Turismo SRX 4WD die dynamische und sichere Allrad-Alternative zur klassischen Kompaktklasse.

Abgerundet wurde das Angebot auf verschiedenen Märkten durch ein zweitüriges Hardtop-Coupé ohne B-Säule sowie durch den Pick-up Brat. Er war auf Initiative von Subaru USA entwickelt worden und wurde sogar auf der Ranch eines amerikanischen Präsidenten eingesetzt, fand aber auch auf europäischen Pick-up-Märkten Fans.

Mit den Modellen Leone/1800 4WD machte Subaru deutlich, dass Vierradantrieb klare Vorteile bringt. Diese technische Avantgarde des Allradantriebs spiegelte sich damals auch im Cockpit des Subaru Leone/1800 4WD, denn dort gab es futuristische Details wie optionale Digitalanzeigen, Bordcomputer und einen Sicherheits-Check-Monitor.

Einzigartig bis heute bleibt die im Leone/1800 4WD eingeführte vollkommen symmetrische Bauweise des Subaru-Allradsystems zugunsten agilen Fahrverhaltens sowie ausgewogener Kurven- und Fahrstabilität. Möglich macht das der horizontal angeordnete und somit flach bauende Boxermotor, an den sich der gesamte weitere Antriebsstrang über Getriebe, Kardan-Antriebswelle bis zum Hinterachsdifferential in horizontaler Symmetrie anschließt.

Aktiviert wurde der Allradantrieb damals noch mechanisch durch das Ziehen eines Hebels. Dadurch verband eine Schiebemuffe im Getriebe eine Zahnradpaarung und stellte so den Verteilerantrieb zur Hinterachse sicher. Ende 1981 präsentierte Subaru den Leone/1800 4WD mit erstem Dreigang-Automatikgetriebe mit Mehrscheibenübertragungs-4WD, das sich den Hydraulikdruck des Automatikgetriebes zunutze machte. Im Fahrmodus „Auto-4WD“ stellte sich das Fahrzeug auf einen „intelligenten“ Allradantrieb ein, in dem der Hydraulikdruck für die Mehrscheiben-Kupplung durch Scheibenwischerbetätigung oder Tritt auf die Bremse aktiviert wurde.
Dazu kam die von 210 bis 240 Millimeter mechanisch verstellbare Bodenfreiheit und die zusätzliche Getriebeuntersetzung Dual-Range, die mit einem Hebel in der Mittelkonsole manuell zugeschaltet wurde. Damit standen zusätzlich vier untersetzte Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang für Geländefahrten zur Verfügung. Auch hielt die 1983 bei Subaru eingeführte Rückrollbremse „Hillholder“ Einzug.

1983 erzielte der WRC-Champion Ari Vatanen bei der East African Safari die ersten WM-Punkte für Subaru: Beste Vorbereitung für den anschließenden Gewinn von insgesamt sechs Titeln in der Rallye-WM durch Subaru als Top-Team. Heute setzt der Subaru BRZ die motorsportliche Tradition der Marke fort.

Spaß am Sport kennzeichnete 1981 auch den Deutschlandstart des Subaru 1800 4WD, denn es waren zwei Ikonen des deutschen Skisports, Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, die als enthusiastische Markenbotschafter rasche Bekanntheit des Allradmodells bewirkten. Die Ende 1984 vorgestellte, dritte Version des Leone belegte anschießend Platz eins als meistverkaufter Allrad-Personenwagen der Welt und wurde als erster Allrad-Pkw in mehr als einer Million Einheiten verkauft. (ampnet/deg)

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Subaru Leone Station Wagon, 1969.

Subaru Leone Station Wagon, 1969.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Leone

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Subaru Leone Station Wagon, 1969.

Subaru Leone Station Wagon, 1969.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Leone

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Subaru Leone 1800 Coupé von 1979

Subaru Leone 1800 Coupé von 1979

Foto: Auto-Medienportal.Net/Leone

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Subaru Leone Coupé von 1974.

Subaru Leone Coupé von 1974.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Leone

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Subaru Leone GF Coupé von 1976.

Subaru Leone GF Coupé von 1976.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Leone

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