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Audi A3 Sportback E-tron fährt mehr als 900 Kilometer

Noch bis Mitte Juli präsentiert Audi derzeit in Wien seinen ersten Plug-in-Hybrid, den Audi A3 Sportback E-tron. Ein 1.4 TFSI-Benziner mit 110 kW / 150 PS und ein 75 kW / 102 PS starker Elektromotor pushen den kompakten Kombi auf eine Systemleistung von 150 kW / 204 PS und liefern ein Drehmoment von maximal 350 Newtonmetern (Nm). Damit beschleunigt der E-tron in 7,6 Sekunden auf Tempo 100 und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Stundenkilometer. Dennoch emittiert er nach ECE-Norm R 101 für Plug-in-Hybridfahrzeuge) pro Kilometer im Durchschnitt nur 35 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Das entspricht einem Spritverbrauch von nur 1,5 Liter auf 100 Kilometer.

Da ein Plug-in-Fahrzeug ohne die Einschränkungen eines rein aus seinen Batterien lebenden Elektroautos auskommt, verkörpert der A3 Sportback E-tron für Prof. Rupert Stadler, den Vorsitzenden des Audi-Vorstandes, „den neuesten Stand zukunftsorientierter Antriebstechnologien: Ein leistungsstarker Elektromotor und ein effizienter TFSI-Verbrennungsmotor bieten kombiniert mehr als 900 Kilometer Reichweite, davon 50 Kilometer rein elektrisch. Und das bei minimalem Kraftstoffverbrauch und extrem niedriger CO2-Emission.“ Rupert Stadler sieht den A3 E-tron daher auch richtungsweisend auf „Audis Weg in die Zukunft der Mobilität.“ Und der wird nun zügiger beschritten, so Stadler: „Wir bringen ab sofort jedes Jahr einen neuen Audi E-tron auf den Markt.“

Der Audi-Chef schaute in Wien auch „mal in die Glaskugel“. Sein Statement: „Im Jahr 2030 werden aktuellen Studien zufolge rund 40 Prozent aller neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge elektrifiziert oder teil-elektrifiziert sein. Fast zwei Drittel davon in Form von Hybrid-Antrieben. Das bedeutet im Umkehrschluss. Mehr als 80 Prozent haben dann nach wie vor einen Verbrenner an Bord.“ Allerdings einen, der bis dahin in vielen Fällen auch „CO2-neutral mit synthetischem Benzin oder Diesel betankt werden kann.“ Das Hybrid-Potenzial ist also gewaltig.

Rupert Stadler: „Wir haben uns dafür entschieden, unsere Fahrt in die Zukunft des Automobils mit Plug-in-Hybriden aufzunehmen, weil wir in der aktuellen Phase diese Technik mit dem höchsten Alltagsnutzen für unsere Kunden sehen. Denn sie verlangt ihnen keine Kompromisse ab: weder bei der Sicherheit, noch bei der Langzeitqualität. Die typische Tagesreichweite fahren sie elektrisch emissionsfrei. Doch sie haben die Gewissheit, mit dem TFSI-Motor ohne Tankstopp auch deutlich mehr als 900 Kilometer weit zu kommen. So lernen unsere Kunden das elektrische Fahren kennen, ohne permanent auf den Ladestand achten zu müssen.“

Als Plug-in verfügt der E-tron über alle Optionen der Hybrid-Technik. Rein elektrisches Fahren bis maximal Tempo 130 ist dabei genauso möglich wie die Boostfunktion, bei der zum Zweck der maximalen Leistungsentwicklung Verbrennungs- und E-Motor gemeinsam eingesetzt werden. Der Elektromotor steuert obendrein die Start-Stopp-Funktion des TFSI. Im Rekuperationsmodus wird die kinetische Energie im Schubbetrieb oder beim Bremsen in elektrische Energie umgewandelt und in die Akkus eingespeist. Das externe Laden der Hochvolt-Lithiumionen-Batterien mit 8,8 Kilowattstunden Kapazität ist über normale 220 V-Steckdosen ebenso vorgesehen wie über spezielle Steckdosen, bei Ladezeiten zwischen knapp vier und kaum mehr als zwei Stunden.

Um die Kraft von Verbrennungsmotor und E-Motor sauber auf die Straße zu bringen, vertraut Audi beim A3 e-tron auf eine neu entwickelte Sechs-Gang S tronic. Der E-tron verfügt über alle serienmäßigen Features und die Extras der konventionellen Baureihe. Leichte Abstriche sind einzig beim Kofferraumvolumen nötig, das noch rund 280 Liter bietet. Der Bremskraftverstärker wird elektrisch unterstützt und das Bremsenmanagement stimmt hydraulisches und elektrisches Bremsen aufeinander ab. Ein thermoelektrisches Element komplettiert die Heizung, und auch der Klimakompressor nutzt einen elektrischen Antrieb.

37 900 Euro ruft Audi für den A3 Sportback E-tron auf, bleibt damit um rund 2000 Euro auf Abstand zum Beispiel zu einem BMW i3 mit Range Extender. Billig wird sie nicht, die Elektromobilität, jedenfalls nicht in der Anschaffung und nicht in Deutschland. Die Niederländer haben’s da besser. Sie können den E-Tron zum Preis eines Sportback 2.0 TDI erwerben. (ampnet/tw)

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Audi A3 Sportbacke E-tron.

Audi A3 Sportbacke E-tron.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Audi

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