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Daimler und Renault-Nissan kommen voran

Die seit dreieinhalb Jahren bestehende Kooperation von Daimler und der Renault-Nissan Allianz kommt nach Einschätzung der Vorstandsvorsitzenden beider Unternehmen rasch voran, der Umfang der Zusammenarbeit ist zunehmend global. „Während sich unsere ursprüngliche Zusammenarbeit stark auf europäische Projekte fokussierte, nehmen wir nun Synergien in allen Schlüsselmarkten in den Blick“, sagte der Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn heute beim gemeinsamen Pressegespräch mit Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche auf der IAA. Die ersten Fahrzeuge aus der Kooperation sind bereits auf der Straße – der Kleintransporter Mercedes-Benz Citan.

Als gutes Beispiel dafür, wie stark die Partner von der Zusammenarbeit profitieren, nannten Zetsche und Ghons die gemeinsame Produktion von Mercedes-Benz Vier-Zylinder-Benzinmotoren in Decherd im US-Bundesstaat Tennessee/USA. Sie startet Mitte 2014. Die Motoren sollen in der Mercedes-Benz C-Klasse, die im US-Daimler-Werk in Tuscaloosa produziert wird, sowie für neue Produkte von Infiniti eingesetzt werden. Auch die gemeinsamen Entwicklungsarbeiten für neue Drei- und Vierzylinder-Benzinmotorenfamilie mit Turbolader und Direkteinspritzung schreiten voran. Ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Motorenentwicklung ist der neue Infiniti Q50, der im Frühjahr in Genf vorgestellt wurde und von Herbst an in den Verkauf gehen wird. Es ist das erste Fahrzeug von Nissans Premiummarke, das über einen Antriebsstrang bestehend aus Dieselmotor und Automatikgetriebe aus der Zusammenarbeit mit Daimler verfügt.

Darüber hinaus bietet Infiniti ab 2015 ein Fahrzeug an, das Komponenten aus der Kompaktwagen-Architektur von Daimler nutzen wird. Diese Komponenten werden markenspezifisch eingesetzt. Das Konzeptfahrzeug Q30 ist erstmals auf der IAA zu sehen.

Auch im Nutzfahrzeuggeschäft geht die Zusammenarbeit weiter. Geplant ist, dass die zu Daimler gehörende Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) mit dem Nissan-Transporter NV 350 Urvan beliefert wird. Das Fahrzeug soll als Fuso in ausgewählten Exportmärkten verkauft werden.

Diese Form der strategischen Belieferung wird bereits seit Anfang 2013 auch bei leichten Lkw – dem Fuso Canter Guts (Nutzlast 2,0t) und dem NT 450 Atlas (Nutzlast 1,5t) - erfolgreich umgesetzt, um das jeweilige Produktportfolio auf neue Segmente ausweiten zu können. Dabei beläuft sich der gegenseitige Lieferumfang auf 1300 Einheiten für den japanischen Markt.

Planmäßige Fortschritte macht auch das Smart/Twingo-Projekt. Die neue Generation des Smart und des Renault-Twingo werden auf Basis einer gemeinsamen Architektur entwickelt, bleiben aber eigenständige Produkte mit unverwechselbarem Markengesicht. So laufen derzeit die Produktionsvorbereitungen für den neuen Zweisitzer bei Smart in Hambach (Frankreich) und den Viersitzer sowie Renault-Twingo-Nachfolger im Renault-Werk in Novo Mesto (Slowenien) auf Hochtouren. Die Markteinführung der Fahrzeugvarianten ist in der zweiten Jahreshälfte 2014 geplant. (ampnet/jri)

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Daimler-Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche (l.) und Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn.

Daimler-Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche (l.) und Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler

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