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Round Table zur besseren Luftqualität

Auf Einladung von Bürgermeister Olaf Scholz haben sich heute Vertreter des Bundes, der Städte und der Automobilindustrie zu einem Meinungsaustausch in Hamburg getroffen. Der Round Table soll Impulse für die weitere Zusammenarbeit bei der Luftreinhaltung in Ballungsräumen geben. Ziel der Gespräche ist es, geeignete Vorschläge für Maßnahmen zu entwickeln, die Bund, Autohersteller und Städte umsetzen können, um eine Verbesserung der Luftqualität zu erreichen.

Bürgermeister Olaf Scholz sagte, der Anteil der emissionsarmen und emissionsfreien Fahrzeuge müsse drastisch gesteigert werden. Verkehrsminister Alexander Dobrindt verwies auf die Elektromobilität als Schlüsseltechnologie und den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Mit dem Elektromobilitätsgesetz hätten die Kommunen die Möglichkeit bekommen, Elektroautos im Stadtverkehr zu privilegieren – etwa durch Sonderspuren oder kostenfreies Parken. Nun müssten sie diese Möglichkeiten auch nutzen.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) erklärte, dass der Straßenverkehr nach Angaben des Umweltbundesamtes für rund ein Drittel der Stickoxid-Emissionen in verantwortlich sei, Diesel-Pkw für etwa ein Zehntel. Der Diesel spielt also eine relevante Rolle, wenn auch nicht die alleinige. Dank leistungsstarker Filter hat der Diesel schon seit etlichen Jahren kein Partikelproblem mehr und ein moderner Euro-6-Diesel erfülle auch die anspruchsvollsten Stichoxidwerte. Prognosen zufolge würden laut Wissmann künftig mit der normalen Marktdurchdringung der Abgasnorm Euro 6 die Luftqualitätsziele in den Städten erreicht werden. Zusätzlich seien aber auch Verbesserung des Verkehrsflusses und der Stauvermeidung nötig. Grüne Welle und ein gleichmäßiger Verkehrsfluss bringen nach Angaben des VDA-Präsidenten eine NOx-Reduktion um fast ein Drittel. Zudem sollten Busse und Taxis im städtischen Verkehr durch modernste Fahrzeuge ersetzt werden.

Als Vertreter der Automobilindustrie nahmen an dem Round-Table-Gespräch VW-Konzernchef Matthias Müller, Mercedes-Benz-Entwicklungsvorstand Prof. Dr. Thomas Weber, Ford-Geschäftsführer Bernhard Mattes und BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer teil. (ampnet/jri)

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