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ARCD für „Brötchentaste“ vor Schulen und Kindergärten

Nach einer Änderung im Straßenverkehrsgesetz (StVG) dürfen Kommunen seit 2004 an Parkautomaten so genannte „Brötchentasten“ und damit kostenloses Kurzparken zulassen. Davon machen aber nur wenig Städte und Gemeinden machen Gebrauch. Jetzt plant Pankow als erster Berliner Bezirk eine Brötchentaste für Autofahrer speziell vor Kindertagesstätten und Schulen. Eltern hätten dann 15 Minuten Zeit, ihre Kinder abzuliefern oder abzuholen.

Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) begrüßt die Idee, „weil sie zugleich kinder-, eltern- und autofahrerfreundlich ist", wie Pressesprecher Joseph Harrer feststellt. Nach Beobachtungen des ARCD finden Mütter und Väter vor Kitas und Schulen oft keine Stellplätze zum Kurzparken. Viele halten deswegen, den Verkehr behindernd, in zweiter Reihe an und riskieren Knöllchen an der Windschutzscheibe.

Der Wunsch der Eltern, vor Bildungseinrichtungen kurz kostenlos parken zu können, sei mindestens so schützenswert wie wirtschaftliche Interessen von Geschäften, findet der Club und fordert von den Kommunen, diese Idee überall dort einzuführen, wo vor Bildungseinrichtungen Parknot herrscht. Kindern blieben gefährliche Ein- und Aussteigemanöver auf der Straße durch kostenfreie Parkmöglichkeiten vor den Gebäuden erspart. Brötchentasten wären auch vor sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel im Umfeld von Seniorenheimen, eine große Hilfe für Bewohner und ihre Besucher. Ideal wäre aus Sicht des ARCD eine Kurzparktaste an jeder Parkuhr. Dagegen sträuben sich aber die Kommunen, weil sie Einnahmenverluste und hohen Kontrollaufwand befürchten.

Ursprünglich entstand die Idee zur Brötchentaste aus kommerziellen Überlegungen, um Geschäfte in gebührenpflichtigen Parkräumen vor Umsatzeinbußen zu schützen. Schon nach kurzer Zeit wurde die Brötchentaste als Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch so populär, dass die Dudenredaktion das Wort in ihr Nachschlagewerk übernahm. (ampnet/jri)

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