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Fahrbericht Opel Antara: Schottische Bekanntschaft

Was bringt einen Automobilhersteller dazu, sein neues Modell Mitte Februar ausgerechnet im völlig aufgeweichten Schottland zu zeigen? In Mitten eines ständigen Wechsels aus Regen, Frost, Schnee und wieder Regen erlebten wir jetzt den neuen Opel Antara und stellten uns diese Frage. Die Antwort überraschte: Die schottische Landschaft passt zu unserem neuen Auto.

Die schüchterne schottische Morgensonne über Raureif und Glatteis gab den Fotografen das richtige Licht, um die sanften, gefälligen Rundungen des Antara zur Geltung zu bringen. Aber sind denn die Schotten nicht eher für ihren kantigen Nationalcharakter bekannt? Dennoch – vor dem schlossartigen Hotel Cameron House am Loch Lomand wirkte er keineswegs fehl am Platze. Auf seinen 18-Zoll-Rädern behauptet er sich in diesem Umfeld.

Auf den schottischen Straßen, auf denen zur Zeit alle paar Kilometer ein Schild vor Überflutungen warnt, beruhigte das Wissen um den Allradantrieb ebenso wie die Gewissheit, auch auf schlammigen Straßen immer ohne Risiko eine trockene Strecke ansteuern zu können. In einem Nationalpark fiel uns dann auf, dass auch die wilde Urlandschaft etwas mit dem Antara zu tun haben könnte: Zu der schroffen und wilden Natur in der Nähe bildet er einen krassen Gegensatz aus Ingenieurwissen und Design, dass die Formen der sanft gerundeten Berge im Hintergrund aufzunehmen scheint.

Genug der Suche nach Parallelen und Kontrasten. Eines ist klar: Beim Kraftstoffverbrauch darf sich der Antara jetzt auch zu den Schotten unter den Automobilen zählen. Wir waren mit dem Antara 2.2 CDTI (120 kW / 163 PS) und Sechs-Gang-Handschaltung in der Version „Design Edition“ unterwegs.

Der Fünftürer und Fünfsitzer misst in der Länge 4,60 Meter, in der Breite 1,85 Meter und in der Höhe 1,76 Meter. Bei einem Gewicht von rund 1,8 Tonnen zählt der Antara so gerade noch zu den kompakteren Sports Untility Vehicles (SUV), stemmt sich aber mit einer großen Stirnfläche gegen den Wind. Vor diesem Hintergrund sind die 6,6 Liter Diesel auf 100 km, die Opel als Durchschnitt angibt, ein akzeptabler Wert. Auch die mit 135 kW / 184 PS stärkere 2.2 CDTI-Version wird mit demselben Wert angegeben.

Beide Diesel und auch der Benziner 2.4 Ecotec mit 123 kW / 167 PS (Verbrauch 9,1 Liter Super) wurden ebenso neu entwickelt wie das Sechs-Gang-Handschaltgetriebe und die Sechs-Gang-Wandlerautomatik. Wir hatten die Gelegenheit, alle drei Antriebsstränge in Fahrzeugen mit Frontantrieb oder mit dem automatisch zuschaltenden Allradantrieb zu fahren. Alle Kombinationen hinterließen einen harmonischen Eindruck: Leistungsentfaltung und Getriebe passen. Am besten gefallen hat uns der 163 PS-Diesel, von dem Opel erwartet, dass er sich mit seinem stärkeren Kollegen rund 90 Prozent des Ansatzes teilen wird, so dass für den Benziner nur zehn Prozent übrig bleiben.

Angesichts der wenigen Veränderungen am Äußeren könnte man geneigt sein, die zweite Auflage des Antara als Facelift zu charakterisieren. Aber unter dem Blech hat er auch mit den neuen Motoren und Getrieben mehr als nur eine übliche kleine Modellpflege erlebt, was sich auch beim Fahren zeigt: Die Lenkung wurde präziser, dass Auto wankt in Kurven weniger, Vorder- und Hinterachse wurden modifiziert, so dass der Antara auch auf den schottischen Straßen voller Frostaufbrüche zeigen kann, dass er nicht nur agiler und komfortabel fährt, sondern auch mit kurzen und harten Stößen erstaunlich gut umgehen kann.

Das Innere passt zum Äußeren. Der Antara präsentiert sich weit oberhalb dessen, was man noch vor Jahren an 08/15-Hartplastik-Innenräumen bei Fahrzeugen aus koreanischer Produktion gewohnt war. Im koreanischen General-Motors-Werk rollt er zwar vom selben Band wie der Chevrolet Captiva, unterscheidet sich von dem aber durch andere Motoren, ein anderes Fahrwerk, größere Räder und eben eine gehobenere Ausstattung. Im Preis liegen die Basisversionen der beiden zwar um knapp 2000 Euro auseinander, lassen sich wegen der Unterschiede aber kaum vergleichen. In der zweiten Auflage haben sich beide Modelle weiter von einander entfernt.

Besonders Augenmerk hat Opel beim Antara auf die Innengeräusche gelegt. Sie wurden um 50 Prozent reduziert. Mit seinem angenehmen, gut gestalteten Innenraum, seiner Vielseitigkeit und seinem Fahrkomfort kann der Opel Antara als Familien- und Reisefahrzeug überzeugen – auch im schottischen Vorfrühling. (ampnet/Sm)

Daten Opel Antara 2.2 CDTI Allrad Automatik Design Edition

Länge x Breite x Höhe (m): 4,60 x 1,85 x 1,71
Motor: Vierzylinder-Turbodieselmotor mit Direkteinspritzung, 2231 ccm
Leistung: 120 kW / 163 PS bei 3800 U/min
Max. Drehmoment: 350 Nm bei 2000 U/min
Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm): 7,5 l Diesel
Emissionen: 199 g CO2/km
Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 10,8 Sekunden
Wendekreis: 12,25 m
Leergewicht / Zuladung: 1750 – 1936 kg / 433 - 669 kg
Maximale Anhängelast: 1700 kg (Handschaltung 2000 kg)
Kofferraumvolumen: 420 Liter bis 1420 Liter
Basispreis: 34 180 Euro

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