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BDO fordert einfacheres Steuerverfahren in Polen

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer(BDO)hat von Polen ein einfaches Mehrwertsteuersystem gefordert. Bislang waren umgerechnet rund 5 Euro Beförderungssteuer pro Person an der Grenze fällig gewesen, unabhängig von der in Polen zu fahrenden Strecke. Dies ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes geändert und an die Regelung in anderen EU-Ländern angeglichen worden, wo auch die Länge der Route bei der Berechnung eine Rolle spielt.

Der Branchenverband der deutschen Busunternehmer beklagt in diesem Zusammenhang hohe bürokratische Barrieren. Dazu zählen die Korrespondenz mit dem Finanzamt in Warschau in polnischer Sprache, die Vielzahl an geforderten Formularen und vereidigten Übersetzungen sowie die Eröffnung eines polnischen Bankkontos. Einige Firmen hätten daher bereits Fahrten nach Polen aus ihrem Angebot gestrichen.

Vor dem Hintergrund, dass 30 Prozent der Polen-Touristen mit dem Bus nach Polen reisen, erwartet der BDO eine Erklärung der Reglungen zum Gelegenheitsverkehr für ausländische EU-Busunternehmer sowie Informationen zum Datum des In-Kraft-Tretens und der Durchsetzung der zukünftigen Gesetze. Hinzu kommt die Forderung nach einer Prüfung der Bedenken und Anliegen durch die polnischen Behörden. (ampnet/jri)

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