Nach der gestrigen Aufsichtsratssitzung bleibt die Konzernspitze von Volkswagen nach außen hin vage, was mögliche Werkschließungen in Deutschland und den Abbau von weiteren 50.000 Arbeitsplätzen zusätzlich bis 2030 angeht. In einer Pressemitteilung heißt es, der Vorstand habe dem Aufsichtsrat „ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt“. Die Rede ist davon, „Kapazitäten im Produktionsnetzwerk an die Markterwartungen anzupassen sowie die Strukturen und das Beteiligungsportfolio zu straffen“.
Der Fokus richtet sich unter anderem auf eine Neuausrichtung und Stärkung des China-Geschäftes sowie eine Verkleinerung der Modellpalette um bis zu 50 Prozent mit Konzentration auf die attraktivsten Marktsegmente. Die Angebotskomplexität – zum Beispiel die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen – soll um bis zu 75 Prozent reduziert werden. Langfristig wird ein konzernweiter „nachfragegerechter“ Jahresabsatz von neun Millionen Fahrzeugen angestrebt. Das wären drei Millionen Autos weniger als vor Corona. (aum)
Mehr zum Thema: Volkswagen , Konzern
Teile diesen Artikel: