Das erste EU-Pilotprojekt für neue grenzüberschreitende Bahnverbindungen ist erfolgreich in Betrieb gegangen: Prag, Berlin und Kopenhagen sind jetzt mit jeweils zwei Fahrten am Tag pro Richtung direkt auf der Schiene miteinander verknüpft. Die Züge benötigen für die Gesamtstrecke rund elf Stunden, zwischen Berlin und Kopenhagen sind es sieben Stunden. Betrieben wird die Verbindung in Kooperation von der Deutschen Bahn (DB), der Tschechischen Bahn (CD) und der Dänischen Staatsbahn (DSB).
Zum Einsatz kommt der Comfort-Jet des tschechischen Partners. Die neuen Züge können mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h fahren und verfügen über 555 Sitzplätze, davon 99 in der 1. Klasse. Sie bieten ein unter anderem ein Bordrestaurant, mobilfunkdurchlässige Scheiben, WLAN und ein Kinderkino und verstellbare Sitze. An Bord gibt es Platz für zwölf Fahrräder. Für Reisende im Rollstuhl ist ein Hublift vorhanden.
Die Züge Richtung Kopenhagen fahren unter anderem über Hamburg, Schleswig, Kolding und Odense, in Richtung Prag halten sie unter anderem in Dresden, Bad Schandau, Deecín und Ustí nad Labem.
Am Berliner Hauptbahnhof starten die Züge nach Kopenhagen um 10.34 Uhr und 14.34 Uhr, in der dänischen Hauptstadt um 06.22 Uhr und 10.22 Uhr. Hinzu kommt eine saisonale Nachtverbindung. Diese verkehrt bis Ende August zwischen Kopenhagen und Prag über Hamburg, Berlin und Dresden.
Die DB beteiligt sich an drei der von der EU-Kommission unterstützten Pilotprojekte für neue grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindungen: Neben Prag – Berlin – Kopenhagen ist ein weiteres Projekt die neue Direktverbindung von München nach Mailand und Rom, die nächstes Jahr in Betrieb gehen wird. Das dritte ist die Mitte 2028 startende neue Direktverbindung Berlin – Hamburg – Kopenhagen – Oslo mit dem ICE L. (aum)
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