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Exklusiv: Der Dreidreiundfünfzig wird Sechzig

Die Werbung pries den im Juni 1966 präsentierten Wartburg 353 (gesprochen: Dreidreiundfünfzig) als „vollendet in Form und Konstruktion“. Und tatsächlich wirkte er damals modern und fortschrittlich. Das lag vor allem an dem sachlich-schnörkellosen Design der Stahlblechkarosserie, das Hans Fleischer entworfen hatte und ich deutlich vom klassisch-eleganten Vorläufer 311 abhob.

So modern der Wagen auch aussah, so geräumig und robust er auch war – unter der Motorhaube werkelte, wie schon im Vorgängermodell, ein wassergekühlter Dreizylinder-Zweitaktmotor mit knapp einem Liter Hubraum und einer Leistung von 45 PS, später 50 PS. Reng-reng-tättä-reng! – mit charakteristischem Zwei-Takt-Radau erreichte das Auto eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 130 km/h, konsumierte zwischen 8,5 und 10 Liter Zweitaktgemisch je 100 Kilometer und ließ sich auch von hohen Drehzahlen nicht beirren. Der „Dreidreiundfünfzig“ galt als zuverlässig und einfach zu reparieren. Ihm war ein langes Leben vergönnt, ganze 25 Jahre wurde er gebaut. Über die Hälfte der mehr als 1,2 Millionen gebauten Wartburg 353 ging in den Export – auch in den Westen. Das sorgte im Heimatland für Lieferzeiten von bis zu 17 Jahren. (aum)

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Wartburg 353 (1966–1991).

Wartburg 353 (1966–1991).

Photo: Wikimedia via Autoren-Union Mobilität

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Wartburg 353 Tourist (1966–1991).

Wartburg 353 Tourist (1966–1991).

Photo: Wikimedia via Autoren-Union Mobilität

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Wartburg 353 Tourist im PS-Speicher Einbeck.

Wartburg 353 Tourist im PS-Speicher Einbeck.

Photo: PS-Speicher via Autoren-Union Mobilität

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