Traditionell am 1. Mai finden sich die Fans luftgekühlter Volkswagen zum „Maikäfer“-Treffen auf dem Messegelände in Hannover zusammen. Volkswagen Classic bringt dazu zwei besondere Exemplare des VW Käfer mit: Mit dem Hebmüller-Cabriolet von 1950 und dem letztgebauten Käfer 1303 Cabriolet von 1980 treffen der Ursprung und das Ende der offenen Käfer-Ära direkt aufeinander.
Der Hebmüller (Typ 14A) gilt unter Kennern als „Blaue Mauritius“ und als schönste Form des Käfer-Cabrios. Mit seinem fließenden Heck und der eleganten Zweisitzer-Silhouette verkörpert er die Eleganz und die Aufbruchsstimmung der frühen Nachkriegsjahre – und den Ursprung der späteren Werkscabrios. Doch die Geschichte des 25 PS starken Frischluft-Volkswagens mit unsynchronisiertem Getriebe war nur kurz: Nach lediglich 696 produzierten Einheiten zerstörte ein verheerender Großbrand weite Teile der Produktionsstätten der Karosseriefabrik in Wülfrath (Nordrhein-Westfalen). Karmann baute dann aus Karosserie-Restteilen, die das Feuer überstanden hatten, mit Erlaubnis von Hebmüller noch einige wenige weitere Exemplare.
Nur 30 Jahre später markierte ein Käfer 1303 Cabriolet aus dem Karmann-Werk in Osnabrück das Ende dieser Ära. Am 30. Januar 1980 verließ das letzte Exemplar die Produktionshallen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Golf seinen Siegeszug längst angetreten. (aum)
Mehr zum Thema: VW Käfer
Teile diesen Artikel: