Die Bahn schreibt schwarze Zahlen, bleibt aber unter Druck

Die Deutsche Bahn (DB) hat im Geschäftsjahr 2025 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Konzernergebnis (bereinigtes EBIT) hat sich um 630 Millionen Euro auf plus 297 Millionen Euro verbessert. Unter dem Strich bleibt das Jahresergebnis nach Steuern mit minus 2,3 Milliarden Euro jedoch negativ.

Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Verkauf der Logistik-Tochter erzielte der DB-Konzern einen Jahresüberschuss von 5,3 Milliarden Euro. Der Erlös der Transaktion wurde vorrangig für den Schuldenabbau verwendet.

DB Fernverkehr hat 2025 den Einstieg in die Sanierung geschafft. Beim bereinigten operativen Ergebnis liegt der Bereich mit 45 Millionen Euro (Vorjahr: minus 96 Millionen Euro) wieder in den schwarzen Zahlen. Umsatz und Verkehrsleistung sind auf ein neues Rekordniveau gestiegen, bleiben jedoch aufgrund der infrastrukturellen Rahmenbedingungen hinter den Erwartungen zurück.

DB Regio hat sein positives operatives Ergebnis auf insgesamt 191 Millionen Euro gesteigert. Auch DB Regio Straße mit seinen Busgesellschaften hat nach acht Jahren erstmals wieder einen operativen Gewinn erzielt.

Die Zahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr des DB-Konzerns ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,93 Milliarden gestiegen. Die Verkehrsleistung legte um 2,7 Prozent auf rund 87 Milliarden Personenkilometer zu.

Die hohe Zahl an Baustellen – unter anderem infolge der Rekordinvestitionen in die Schieneninfrastruktur – hat die Pünktlichkeit im vergangenen Jahr weiter verschlechtert. Nur 60,1 Prozent der DB-Fernverkehrszüge erreichten 2025 pünktlich ihr Ziel (Vorjahr: 62,5 Prozent). Auch im „Super-Baujahr“ 2026 werde die Pünktlichkeit unter Druck bleiben. Das Schienennetz wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen, werde voraussichtlich noch etwa zehn Jahre dauern, sagte Konzernchefin Evelyn Palla.

DB Cargo verzeichnete teils deutliche Leistungs- und Umsatzrückgänge. Das operative Ergebnis verbesserte sich auch durch Sanierungsmaßnahmen um 350 Millionen Euro, blieb jedoch leicht negativ.

Gestern Abend hatte die Bahn bekannt gegeben, sich nach nur vier Monaten wieder von Finanzvorständin Karin Dohm zu trennen. (aum)

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ICE 4 im Frankfurter Hauptbahnhof.

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Photo: DB/Max Lautenschläger via Autoren-Union Mobilität

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