Immer wieder wird die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene und das Wasser propagiert. Im vergangenen Jahr hat die Binnenschifffahrt in Deutschland allerdings 1,3 Prozent weniger Güter transportiert als 2024. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden auf den Binnenwasserstraßen insgesamt 171,6 Millionen Tonnen Güter befördert (2024: 173,8 Millionen Tonnen). Das ist der niedrigste Wert seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990.
Der Rückgang des Transportaufkommens ist in erster Linie auf den Güterversand ins Ausland zurückzuführen. Die dorthin beförderte Menge sank um 4,8 Prozent auf 41,1 Millionen Tonnen. Demgegenüber stieg die aus dem Ausland nach Deutschland transportierte Gütermenge leicht um 0,6 Prozent auf 77,0 Millionen Tonnen. Der innerdeutsche Warenverkehr blieb mit 42,8 Millionen Tonnen ebenfalls stabil (plus 0,2 Prozent), während sich der Transitverkehr deutlich auf 10,7 Millionen Tonnen verringerte (-5,4 %t). (aum)
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