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Kompakt: Das war selbst dem Autodieb nicht gut genug

Anfang der 1950er Jahre war der Diesel noch eine eher exotische Antriebsform für Personenwagen. Daimler-Benz hatte zwar bereits 1937 mit dem 260 D die erste Limousine mit dem Selbstzünder auf den Markt gebracht, doch angesichts des überschaubaren Temperaments des 45 PS starken Motors im 260 D blieb der Diesel in Personenwagen eine Ausnahme. Nach dem Krieg folgten einige weitere Modelle und selbst Volkswagen dachte über einen Diesel für den Käfer nach. Die Konstruktion wurde Porsche übertragen.

Die Ingenieure beließen es beim Boxer-Prinzip. Es entstanden Anfang der 50er-Jahre zwei Prototypen mit 1,3-Liter-Motor und knapp 25 PS. Von 0 auf 100 km/h ging es in mühsamen 60 Sekunden. Die Geräusch- und Rußentwicklung bekamen die Ingenieure aber nicht in den Griff. Und selbst ein Dieb, der einen der beiden Versuchsträger stahl, ließ das Auto offenbar genervt nach nur wenigen Kilometern einfach wieder stehen. 1955 wurde die Idee eines VW Käfer 1.3 D dann endgültig fallen gelassen. (aum)

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VW Käfer, Baujahr 1955.

VW Käfer, Baujahr 1955.

Photo: VW/Ralph Kremlitschka via Autoren-Union Mobilität

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