Rückschlag für Vision Zero

Die Vision Zero für die Verkehrssicherheit in Deutschland hat 2025 einen Rückschlag erlitten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen im vergangen Jahr 2814 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Das sind 44 Personen (plus zwei Prozent) mehr als 2024, während die Zahl der Unfälle minimal zurückging.

Unter den Verkehrstoten befanden sich in nahezu allen Bereichen – vom Auto und Lkw bis hin zum Fahrradfahrer und Fußgänger – mehr Menschen als 2024. Lediglich bei den Motorradfahrern ging die Zahl der tödlich Verunglückten um acht Prozent zurück. Prozentual am stärksten stiegen die Unfälle, bei denen Fahrer eines E-Scooters oder Kleinkraftrads (bis 45 km/h) ums Leben kamen.

Insgesamt registrierte die Polizei im Jahr 2025 rund 2,5 Milionen Unfälle. Größtenteils blieb es bei reinen Sachschäden (2,2 Millionen). Die Zahl der Verletzten blieb 2025 im Vergleich zum Vorjahr mit 366.000 Personen in etwa gleich, wobei die Zahl der Leichtverletzten leicht um ein Prozent auf 318.000 stieg. Die Zahl der Schwerverletzten sank hingegen um vier Prozent auf 48.400 zurückging. Das ist der niedrigste Wert seit 1991, dem ersten Jahr, in dem die Verletzten nach schwer- und leichtverletzt unterschieden wurden.

Dass es mehr Verkehrstote gegeben hat, bereitet dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat „große Sorge“, wie DVR-Präsident Manfred Wirsch sagte. „Jeden Tag stirbt alle drei Stunden ein Mensch auf unseren Straßen. Besonders gefährlich sind Landstraßen, auf denen die meisten tödlichen Unfälle passieren." Der DVR fordert daher, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen mit einer Fahrbahnbreite von bis sechs Metern von 100 auf 80 km/h zu senken. An Kreuzungen und Einmündungen spricht sich der DVR für Tempo 70 aus. (aum)

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Verkehrsunfall mit Radfahrer.

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Photo: DVR via Auto-Medienportal.Net

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