SUE: Der Blick in die urbane Zukunft

Es ist zwar erst Februar, aber man darf schon jetzt festhalten: Das autonom fahrende Concept Car SUE, mit dem ein Konsortium von Partnern unter Führung des bayerischen Entwicklungsdienstleisters UE Studios auftritt, ist eine der wichtigsten Fahrzeugstudien des Jahres. Denn das autonom fahrende Mobil gewährt als moderne ÖPNV-Lösung nicht nur Einblicke in das Design der Zukunft, es adressiert auch viele Themen, mit denen sich Bürger und Politiker aktuell beschäftigen.

Zum Beispiel die Frage nach der Attraktivität autonom fahrender People Mover überhaupt: Zumeist versprühen Fahrzeuge dieser Gattung den sterilen Charme einer Straßenbahn, zumindest aber kein Premium-Ambiente. SUE – das steht für Self-Driving Urban E-Shuttle – zeigt hingegen schon von außen Premium-Anmutung, mit modernen und freundlichen Formen, Mattlack und großzügiger Verglasung. Privatbesitz ist bei diesem Fahrzeug nicht vorgesehen, auch deshalb kann auf eine statusbetonte Frontmaske verzichtet werden. UE Studios nennt bewusst den freundlichen Pixar-Roboter namens Wall-E als Inspiration: Premium also, aber nicht aggressiv.

Die Seite ist das neue Gesicht: Die B-Säule von SUE dient nicht nur als technisches Kernelement der Fahrzeugarchitektur, sie wendet sich an den Betrachter. Das Konzeptfahrzeug blickt nicht nur nach vorne, sondern kommuniziert vor allem zur Seite, dorthin, wo die Passagiere zusteigen. Und der Einstieg ist höchst komfortabel: Trotz Batteriemodul liegt die Plattform sehr tief, und die beiden Türen – beide rechts, den Straßenverkehr abgewandt – sind jeweils fast einen Meter breit.

Das liebevoll ausgestattete Interieur ist eine Lounge der gehobenen Kategorie. Die in warmen Farben gehaltenen Materialien sind robust und umweltfreundlich, sie wirken jedoch ausgesprochen hochwertig, bedient werden kann SUE über entsprechende Bedienflächen und Sprachsteuerung. Man sitzt äußerst bequem, das Interieur kann als mobiler Arbeitsplatz und Besprechungsraum genutzt werden – oder einfach zum Ausruhen. Bis zu einer Körpergröße von 190 Zentimetern kann man im SUE auch stehen.

Für die sensationelle Rundumsicht sorgt vorn und hinten eine Verglasung aus Makrolon, auch im Dach gibt es ein Glasmodul. Die Trennscheibe zwischen vorderem und hinterem Bereich ist mit einer Flüssigkristall-Technologie ausgestattet, die sich von blickdurchlässig auf opak umschalten lässt. Und für gemütliches Ambiente sorgen digitale Kerzen.

Natürlich ist SUE ein Elektrofahrzeug; die modular aufgebaute Plattform basiert auf einem Skateboard-Ansatz, die Energie wird in einer von ElringKlinger entwickelten 63-kWh-Batterie gespeichert. SUE nutzt ein Niedervolt-System auf 48-Volt-Basis. Das hat handfeste Vorteile: Es kann einfach nicht so viel passieren, die Wartung wird einfacher, die Betreiber brauchen kein spezialisiertes Hochvolt-Fachpersonal.

SUE ist mit einem 45-Kilowatt-Antrieb ausgerüstet, es sind jedoch verschiedene Leistungsstufen vorgesehen: Eine günstige 23-Kilowatt-Version ist ebenso angedacht wie eine leistungsstarke Spitzenversion mit stolzen 160 kW (229 PS). Damit sollen allerdings keine Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt werden: Bei 50 km/h ist Schluss. Statt dessen geht es darum, hohe Lasten und Steigungen meistern zu können.

Während aktuell noch ein Fahrer bzw. Operator vorgesehen ist, um das auf dem Level 2 zertifizierte Fahrzeug bewegen zu können, will SUE perspektivisch vollautonom unterwegs sein; das entsprechende Bedienmodul lässt sich dann leicht demontieren.

Wie attraktiv der ÖPNV in Zukunft aussieht, wird man schon bald im niederbayerischen Bad Gögging erfahren können. Denn dort, unweit der monumentalen Befreiungshalle von Kelheim, wird das Projekt schon bald seinen ersten Testeeinsatz erleben.

Und dabei noch eine weitere wichtige Botschaft vermitteln: Man sollte Deutschland als Standort für Mobilitätslösungen keinesfalls abschreiben. Unter der Führung von UE Studios hat sich ein eindrucksvolles Konsortium öffentlicher und industrieller Akteure zusammengeschlossen, um SUE auf die Straße zu bringen. Projektleiter Alexander Uedelhoven sagt: „Wir haben SUE von Grund auf neu entwickelt und gestaltet, um der Fortbewegung von morgen ein Gesicht zu geben.“ Das ist nicht nur gelungen, sondern es ist auch eine gute Nachricht für das Land. (aum)

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SUE von UE Studios.

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Photo: UE Studios via Autoren-Union Mobilität

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Der Self-Driving Urban E-Shuttle – kurz SUE – von UE Studios aus München.

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