Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) will den Aufbau eines deutschlandweiten Netzes von Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge mit 220 Millionen Euro fördern. Im Mittelpunkt steht dabei eine Kombination, die die Errichtung öffentlich zugänglicher Wasserstofftankstellen mit der Beschaffung von Nutzfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb verbindet. So sollen bis zu 40 Tankstellen entstehen und bis zu 400 Wasserstoff-LKW auf die Straße kommen. „Damit lösen wir das Henne-Ei-Problem“, sagt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, „Die Lkw-Fahrer finden verlässliche Betankungsmöglichkeiten und die Tankstellen werden von Beginn an ausgelastet“.
Wie bestellt präsentierte Daimler Trucks dazu zeitgleich in der Berliner Behörde den neuen Mercedes NextGenH2 Truck, der unter anderem mit Hilfe von Fördergeldern des Bundesministeriums sowie der Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg entwickelt wurde. Der Brennstoffzellen-Lkw fährt mit Flüssigwasserstoff und soll bei voller Ausladung Reichweiten von deutlich über 1000 Kilometern ermöglichen. Ab Ende 2026 soll eine Kleinserie von insgesamt 100 solcher Fahrzeuge am Produktionsstandort Wörth am Rhein (Rheinland-Pfalz) aufgebaut werden und sukzessive in den Kundeneinsatz gehen.
Darüber hinaus will das Bundesministerium im ersten Halbjahr 2026 weitere Förderaufrufe zur Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw veröffentlichen. (aum)
Mehr zum Thema: Bundesministerium für Verkehr , Wasserstofftankstellen , Wasserstoff-Lkw , Förderung
Teile diesen Artikel: