Ganz im Zeichen der Markenikone A 110 steht der Auftritt von Alpine auf der Pariser Rétromobile (28.1.–1.2.), dessen moderne Wiederauflage noch bis Sommer produziert wird und einen vollelektrischen Nachfolger bekommt. Die französische Sportwagenmarke, die vor 70 Jahren gegründet wurde, zeigt zwei historisch bedeutsame Versionen des A 110 – ein klassisches Exemplar 1977 und eine Rallye-Version der Berlinette, die 1975 in der Rallye-Weltmeisterschaft an den Start ging. Dazu gesellt sich ein moderner und 345 PS starker A 110 R Ultime. Die aktuelle Baureihe kann nur noch wenige Wochen bestellt werden.
Der erste Alpine A 110 – Fans benutzen gerne den weiblichen Artikel – wurde von 1962 bis 1977 produziert. In Paris steht ein 1600 SX, der im letzten Baujahr ausgeliefert wurde und noch immer in erster Hand ist. Das Modell ist in dem seltenen Grün „Vert Normandy“ lackiert, das unter Liebhabern als „Berliverte“ bekannt ist. Die Karosserie besteht aus Glasfaser und Polyester. Für den Antrieb sorgt ein längs eingebauter Vier-Zylinder-Reihenmotor im Heck mit 1647 Kubikzentimetern Hubraum, der 95 PS leistet und über ein Fünf-Gang-Schaltgetriebe die Hinterräder antreibt. Mit einem Gewicht von nur 790 Kilogramm und einer unabhängigen Vierradaufhängung, Doppelquerlenkern vorne und hinten sowie Vier-Kolben-Bremsen ausgestattet erreicht das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h.
Beim zweiten Exponat der Rétromobile handelt es sich um einen 1800 S Gruppe 4. Er wurde im September 1975 für das Werksteam gebaut. Der 1,8-Liter-Motor liefert 170 PS, das Getriebe wurde für den Sporteinsatz verstärkt, das Gewicht auf 710 Kilogramm gesenkt. 1975 holte der Wagen den zweiten Platz bei der Tour de Corse und 1976 den Gesamtsieg bei der Tour Auto auf der Insel Réunion. Zudem ging das Auto bei der Rallye San Remo 1975 und der Rallye Monte Carlo 1976 an den Start. (aum)
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