Ein verheerendes Zeichen nennt Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), die Entscheidung des Europäischen Parlaments, das EU-Mercosur-Abkommens vom Europäischen Gerichthof (EuGH) überprüfen zu lassen. Jetzt stehe zu befürchten, dass sich das Inkrafttreten des Abkommens erheblich verzögere und die Mercosur-Staaten die Geduld mit der EU verlieren könnten. Die Kommission sei aufgefordert, rasch Klarheit zu einer vorläufigen Anwendung des Abkommens zu schaffen.
Hildegard Müller ist überzeugt: „Europa schwächt sich durch die Entscheidung des EU-Parlaments in einem Moment, in dem geopolitische Standfestigkeit und verlässliche internationale Partnerschaften dringender sind denn je.“ Das Parlament setzte ein Signal der Verunsicherung und Selbstblockade. „Blockaden beim EU-Mercosur-Abkommen sind verantwortungslos und wirtschaftspolitisch kurzsichtig.“ Nicht zuletzt die europäische Autoindustrie setzt große Hoffnungen in die geplante Freihandelszone. (aum)
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