Die Motorradbranche hat in Deutschland ein schweres Jahr hinter sich. Die Zulassungsflut in der zweiten Jahreshälfte 2024 unter dem Druck der Euro-5+-Umstellung hat zu einem Rückgang des Marktes um über 35 Prozent geführt. Der Industrieverband Motorrad ist für 2026 dennoch zuversichtlich „Das motorisierte Zweirad hat immer Potenzial, sowohl als günstige Mobilitätsalternative als auch als emotionales Freizeitvergnügen. Leidenschaft hat stets Konjunktur.“, sagt IVM-Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke im Gespräch mit den Medien der Autoren-Union Mobilität.
Auch 2026 dürfte es aus seiner Sicht aber nicht zu einem nennenswerten Anstieg der Elektromobilität beim „großen Motorrad“ kommen. Dennoch bleibt die Entwicklung aus seiner Sicht interessant. „Es ist durchaus vorstellbar, dass der junge Motorradnachwuchs eine völlig andere Einstellung zum Elektromotor hat als beispielsweise die Boomer, bei denen noch Vorbehalte erkennbar sind“, sagt er im Interview. Und er bezieht auch Stellung zur Kritik der Verkehrswacht an der B196-Führerscheinregelung. (aum/jri)
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