Der ADAC bewertet besonders die heute vom Rat der EU beschlossenen Positionen gegen eine jährliche Hauptuntersuchung für ältere Fahrzeuge positiv. „Die jährliche HU für ältere Fahrzeuge würde für Autofahrerinnen und Autofahrer erhebliche Belastungen bedeuten, obwohl ein jährlicher Turnus aus Sicht der Fahrzeugtechnik und der Verkehrssicherheit nicht notwendig ist“, so ADAC Technikpräsident Karsten Schulze.
Die Position des Rates zu technischen Inspektionen: Der Umfang der Tests und die Mindestfrequenzen bleiben wie bisher. Das bedeutet, dass die vorgeschlagene Umstellung auf jährliche statt halbjährliche Tests nach zehn Jahren nicht umgesetzt wird. Die derzeitige Ausnahme, Motorräder vom Prüfungsbereich auszuschließen, bleibt ebenfalls beibehalten.
Kritisch sieht der Club hingegen, dass der Rat ähnlich wie die EU-Kommission eine separate NOx-Messung befürwortet. Der ADAC hält eine zusätzliche Messung für nicht erforderlich, da die bereits im Fahrzeug eingebauten Sensoren zuverlässig Messwerte hinsichtlich der Fahrzeugemissionen liefern, die Messungen für Verbraucher daher sinnlose Mehrkosten bedeuten würde.
Nach der heutigen Einigung im Rat sind die Themen noch nicht final beschlossen. Das EU-Parlament wird erst im April 2026 seine Position festlegen (aum)
Mehr zum Thema: ADAC , HU-Untersuchung für ältere Fahrzeuge , NOx-Messung , Rat der EU
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