Logo Auto-Medienportal

Verbände fordern höhere Quote für erneuerbare Kraftstoffe

Die Bundesregierung befasst sich momentan mit der Umsetzung der Europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) in nationales Recht. Der derzeitige Arbeitsstand gibt Verbänden aus der Verkehrs- und der Energiebranche Anlass zur Sorge. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern sie deutlich ambitioniertere Quoten für den Einsatz von erneuerbaren Kraftstoffen nicht-biologischen Ursprungs im Straßenverkehr als bislang vorgesehen.

Ambitionierte Beimischungsquoten im Straßenverkehr bilden einen maßgeblichen Hebel, um den Produktionshochlauf erneuerbarer Kraftstoffe anzureizen, findet beispielsweise Uniti, der Bundesverband Energie Mittelstand. Der kürzlich bekannt gewordene Arbeitsentwurf bleibe hinsichtlich der nationalen Mengenquoten für so genannte RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin bzw. erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs) aber weit hinter den Erwartungen der Verkehrs- und Energiebranche zurück. So sieht der Entwurf eine RFNBO-Mengenquote im Jahr 2030 von 1,2 Prozent und von vier Prozent zehn Jahre später vor. Dies liege deutlich unter dem, was andere europäische Länder beschlossen haben, heißt es in dem Papier. Diese Quoten könnten angesichts eines absehbar schrumpfenden Gesamtmarkts für Kraftstoffe infolge zunehmender Elektrifizierung nicht einmal eine absolute Nachfrage garantieren.

Gemeinsam mit dem ADAC, dem Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) und dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert Uniti die Bundesregierung auf, deutlich höhere nationale RFNBO-Quoten vorzusehen. Die Verbände plädieren für eine Mindestquote im Straßenverkehr von mindestens fünf Prozent für 2030 sowie 24 Prozent in 2040. „Ambitionierte Quoten für den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe im Straßenverkehr sind ein unverzichtbares regulatives Instrument, um den Hochlauf regenerativer Fuels wie Wasserstoff oder e-Fuels anzureizen und damit die für die Erreichung der Klimaziele notwendige Kraftstoffwende voranzubringen“, sagte Uniti-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn.

Eine Reihe weiterer im Entwurf vorgesehener Aspekte begrüßen die Verbände dagegen ausdrücklich: So sollen die Quoten für fortgeschrittene Bio-Kraftstoffe deutlich steigen. Auch den Ansatz, mit dem Gesetz eine langfristige Perspektive bis 2040 zu formulieren, bewerten sie positiv. (aum)

Weiterführende Links: Uniti

Mehr zum Thema: , ,

Teile diesen Artikel:

Bilder zum Artikel
Unter dem Slogan „E-Fuels for Future“ haben Uniti, ADAC und ZDK einen VW Golf getestet, der mit CO2-neutralen synthetischen Kraftstoffen fährt.

Unter dem Slogan „E-Fuels for Future“ haben Uniti, ADAC und ZDK einen VW Golf getestet, der mit CO2-neutralen synthetischen Kraftstoffen fährt.

Photo: FabuCar via Autoren-Union Mobilität

Download:


Anlage auf Island zur Produktion von e-Fuels.

Anlage auf Island zur Produktion von e-Fuels.

Photo: Autoren-Union Mobilität/Mazda

Download:


Einige Autohersteller wie Porsche und Toyota testen e-Fuels bereits im Motorsport.

Einige Autohersteller wie Porsche und Toyota testen e-Fuels bereits im Motorsport.

Photo: Autoren-Union Mobilität/Porsche

Download: