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Ein Käfer-Prototyp kommt zurück auf die Straße

Er war verschollen, zerlegt und fast vergessen. Nur sein Zentralrohrrahmen hat die Zeit überlebt und bildet heute die Basis für das einzigartige Fahrzeug: ein Prototyp der legendären W30-Serie von 1937 – den ältesten VW Käfer der Welt. Nach der abschließenden Vollabnahme durch einen Sachverständigen des TÜV Nord darf das historische Einzelstück mit der Fahrgestellnummer 26 nun bald wieder auf öffentlichen Straßen fahren.

Den Wiederaufbau nahm die Familie Grundmann aus dem niedersächsischen Hessisch Oldendorf vor. International bekannt für ihre renommierte Volkswagen-Sammlung, verwandelte sie das historische Fahrgestell wieder in ein vollständiges Automobil. Nachdem die Bodengruppe des Fahrzeuges aufwändig restauriert wurde, erfolgte der Nachbau des Fahrzeugs millimetergenau nach alten Bauplänen, Werksfotografien und Zeichnungen. Parallel dazu wurden in jahrelanger Suche die damals verwendeten Technikkomponenten in aller Welt zusammengetragen und aufbereitet. „Wenn wir gewusst hätten, wie groß das Projekt wirklich wird, hätten wir
wahrscheinlich gezögert“, sagt Traugott Grundmann. „Am Anfang dachten wir, das
kriegen wir mit überschaubarem Aufwand hin – aber je tiefer wir einstiegen, desto
komplexer wurde es.“ Aufgeben kam dennoch nie in Frage. Am Ende dauerten die Arbeiten sieben Jahre.

Die jetzt erfolgte technische Abnahme ist in mehrfacher Hinsicht ein Sonderfall. Das Fahrzeug
stammt aus einer Zeit vor der Einführung der heutigen Straßenverkehrs-Zulassungsordnung. Zudem handelt es sich um einen Prototyp, von dem weit vor Beginn der Serienfertigung des Käfers nur 30 Exemplare zu Erprobungszwecken entstanden. Ein Mustergutachten liegt dem TÜV Nord nicht vor. TÜV-Oldtimerexperte Thomas Rusch: „Meine Aufgabe war es, das Fahrzeug auf Verkehrssicherheit und Vorschriftsmäßigkeit zu prüfen und korrekt zu beschreiben. Glücklicherweise muss es dabei nicht den Maßstäben heutiger Neuwagen entsprechen. Die frühe Erstzulassung findet bei der Beurteilung der Zulassungsfähigkeit an vielen Stellen Berücksichtigung. Daher ist auch hier viel Recherche und Detailarbeit gefragt.“

Mit der finalen Vollabnahme durch den Sachverständigen des TÜV ist der Weg
zur Zulassung nun frei. (aum)

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TÜV-Nord-Oldtimerexperte Thomas Rusch kontrolliert den Ur-Käfer bei der technischen Abnahme.

TÜV-Nord-Oldtimerexperte Thomas Rusch kontrolliert den Ur-Käfer bei der technischen Abnahme.

Photo: TNM/Björn Kruse via Autoren-Union Mobilität

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Der Ur-Käfer bei der technischen Abnahme durch den TÜV Nord.

Der Ur-Käfer bei der technischen Abnahme durch den TÜV Nord.

Photo: TNM/Björn Kruse via Autoren-Union Mobilität

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Wiederaufbau des Käfer-Prototyps: das Originalfahrgestell von 1937 mit der Nummer 26.

Wiederaufbau des Käfer-Prototyps: das Originalfahrgestell von 1937 mit der Nummer 26.

Photo: Sammlung Grundmann via Autoren-Union Mobilität

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Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26: Rekonstruktion der Bodeplatte.

Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26: Rekonstruktion der Bodeplatte.

Photo: Sammlung Grundmann via Autoren-Union Mobilität

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Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26: der Karosserieaufbau.

Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26: der Karosserieaufbau.

Photo: Sammlung Grundmann via Autoren-Union Mobilität

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Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26.

Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26.

Photo: Sammlung Grundmann via Autoren-Union Mobilität

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Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26.

Wiederaufbau des Käfer-Prototyps mit der Fahrgestellnummer 26.

Photo: Sammlung Grundmann via Autoren-Union Mobilität

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