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Alle drei Stunden stirbt ein Mensch im Straßenverkehr

Durchschnittlich starben im vergangenen Jahr jeden Tag acht Menschen infolge eines Unfalls im Straßenverkehr. Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) bricht diese Zahl noch auf einen Verkehrstoten alle drei Stunden herunter. Statistisch gesehen trugen täglich 138 weitere Personen schwere und 859 Menschen leichte Verletzungen davon. Und alle 19 Minuten wurde ein Kind unter 15 Jahren verletzt. 21 Heranwachsende kamen 2024 als Insassen eines Pkw ums Leben, ebenfalls 21 waren zu Fuß und acht mit dem Fahrrad unterwegs. Drei weitere starben auf andere Weise im Straßenverkehr. Insgesamt waren das neun Kinder mehr als 2023.

Insgesamt starben 2024 in Deutschland 2770 Menschen im Straßenverkehr. Das waren 69 Getötete weniger als 2023 und in etwa so viele wie im Jahr 2022 (2788). Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr mit rund 365.000 nur knapp unter dem Vorjahresniveau (366.600). 314.400 Menschen wurden leicht (2023: 313.700) und rund 50.600 Personen schwer (2023: 52.900) verletzt. Die Zahl Schwerverletzten sank 2024 auf den niedrigsten Wert seit 1991, als die Verletzten bei Straßenverkehrsunfällen erstmals getrennt nach schwere der Verletzung Leichtverletzten erfasst wurden.

Die Polizei erfasste im vergangenen Jahr insgesamt etwa 2,51 Millionen Unfälle, das sind etwas weniger als 2023. Rund drei Viertel ereigneten sich in geschlossenen Ortschaften, die meisten Verkehrstoten gab es auf Landstraßen und die wenigstens mit einem Anteil von rund zehn Prozent auf Autobahnen.

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt die häufigste Unfallursache für tödliche Verkehrsunfälle. 30 Prozent der Verkehrstoten und 13 Prozent aller Verletzten kamen im vergangenen Jahr bei Unfällen zu Schaden, bei denen mindestens eine beteiligte Person die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr. Bei jeweils 15 Prozent der Unfälle mit Personenschaden wurde einer beziehungsweise einem Unfallbeteiligten vorgeworfen, den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht eingehalten oder die Vorfahrt nicht beachtet zu haben.

Mehr als ein Drittel aller Verkehrstoten war über 65 Jahre alt. Die meisten Senioren (434) kamen als Pkw-Insassen ums Leben. Mit einem Pedelec verunglückten 135 ältere Menschen tödlich, 150 mit einem Fahrrad ohne Motor. (aum)


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