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Im Rückspiegel: In 15 Sekunden vom Sieben- zum Zweisitzer

Mit dem Zafira revolutionierte Opel vor 25 Jahren das Segment der Kompaktvans. Der ab Frühjahr 1999 gebaute Siebensitzer war 4,32 Meter lang, 1,74 Meter breit und 1,68 Meter hoch – und kann sich in 15 Sekunden vom Sieben- zum Zweisitzer mit bis zu 1700 Litern Ladevolumen verwandeln. Möglich macht dies das gemeinsam mit Porsche entwickelte Sitzsystem „Flex 7“.

Statt sie herausnehmen zu müssen, ließen sich schon damals die Sitze in Reihe drei einfach zusammenfalten und in ausgeformten Mulden im Fahrzeugboden verstauen – heute eine Selbstverständlichkeit. Die mittlere Reihe kann beim ersten Zafira ebenfalls komplett zusammengefaltet werden und nach vorne an die Vordersitze geschoben werden. Zudem lässt sich die Rückenlehne des Beifahrersitzes in eine waagerechte Position klappen, so dass bis zu drei Meter lange Gegenstände in den Zafira geladen und gleichzeitig vier Passagiere untergebracht werden können. Die erste Generation des ideenreichen Kompaktvans wiegt gerade einmal 1390 Kilogramm und bot seinerzeit mit einem cw-Wert von 0,33 die beste Aerodynamik im Segment.

Noch im Jahr des Verkaufsstarts erhält der Trendsetter erstmals das „Goldene Lenkrad“. Mit der zweiten Zafira-Generation optimieren die Ingenieure 2005 die Handhabung der zweiten Reihe. Die Sitze lassen sich nun im Verhältnis 40:20:40 umklappen, so dass auf den äußeren Einzelsitzen auch Erwachsene bequem Platz nehmen können. Mit dem weiterentwickelten Flex-7-Sitzsystem holt sich dann auch der Zafira B das „Goldene Lenkrad“. Und aller guten Dinge drei sind tat das 2012 mit dem Zafira Tourer auch die dritte Modellgeneration. Zusätzlich zum hochvariablen Innenraum bot der Van nun Lounge-Komfort, ein Panorama-Glasdach und eine radarbasierte Abstandsmessung sowie eine eindringliche Kollisionswarnung.

2001 – zwei Jahre nach dem Marktstart der ersten Zafira-Generation – fragt Opel: „Kann ein Sportwagen sieben Sitzplätze haben, oder andersherum: Darf ein Kompaktvan sportliche Fahreigenschaften haben?“ Die Antwort gab der Zafira OPC, dessen 2,0-Liter-Turbomotor 192 PS (141 kW) und 250 Newtonmter Drehmoment lieferte. Damit beschleunigte er in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h. Das machte ihn damals zum schnellsten Van auf dem europäischen Markt.

Doch auch in Sachen alternativer Antriebe war der Zafira ein Vorreiter. Alternativ zu Benziner und Diesel konnten Kunden ab Herbst 2001 den Zafira 1.6 CNG mit Erdgas bestellen. Bereits ein Jahr zuvor hatten die Ingenieure die Möglichkeiten der Karosserie genutzt, um in dem Van eine Brennstoffzelle unterzubringen, die seinerzeit noch weit größer war als heute. Das Hydrogen 1 genannte Fahrzeug bot 55 kW (75 PS) und 251 Nm Drehmoment. Eine Pufferbatterie deckte die Leistungsspitzen ab.

2001 kam eine Flotte von 20 nun Hydrogen 3 bei Testkunden zum Probeeinsatz. Die 60 kW (82) Fahrzeuge erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Zwei Exemplare bewältigten 2004 beim „Fuel Cell Marathon“ ohne Probleme fast 10.000 Kilometer von Hammerfest in Norwegen nach Lissabon in Portugal quer durch Europa. Formel 1- und Opel-DTM-Pilot Heinz-Harald Frentzen siegte 2005 mit einem Brennstoffzellen-Zafira bei der Rallye Monte Carlo für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. (aum)

Weiterführende Links: Opel-Presseseite

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Opel Zafira A (1999).

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Foto: Autoren-Union Mobilität/Opel

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Opel Zafira A (1999).

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Opel Zafira A (1999).

Opel Zafira A (1999).

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Opel Zafira A (1999).

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Opel Zafira A (1999).

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Opel Zafira A (1999).

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Opel Zafira A OPC (2002).

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Opel Zafira A Hydrogen (2001).

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Opel Zafira A (2003).

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Opel Zafira B (2005).

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Opel Zafira Tourer (2012).

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Opel Zafira C (2016).

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Foto: Autoren-Union Mobilität/Opel

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Opel Zafira A (1999) und Opel Zafira Electric (2024).

Opel Zafira A (1999) und Opel Zafira Electric (2024).

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