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Auch Audi erwartet Erholung in der zweiten Jahreshälfte

Im ersten Halbjahr lagen Auslieferungen, Umsatzerlöse und Operatives Ergebnis der Audi AG unter den Vorjahreswerten. Vor allem das zweite Quartal war geprägt vom geordneten Wiederanlauf der Produktion und einer Erholung der Kundennachfrage. Eine positive Tendenz zeigt sich bei den Auslieferungen. Daraus resultierend lagen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2020 des Audi-Konzerns bei 20.476 Mio. Euro, das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen lag bei –643 Mio. Euro.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegeln sich auch in unseren finanziellen Kennzahlen wider. Wir haben schnell auf die Corona-Pandemie reagiert und unsere kurzfristigen Ausgaben optimiert, ohne Abstriche an unseren langfristigen Produktvorhaben zu machen.
Wir starten mit einer robusten Liquidität in das zweite Halbjahr“, sagt Arno Antlitz, Vorstand für Finanz und Recht der Audi AG. Der weltweite Rückgang der Nachfrage und Unterbrechungen in der Lieferkette führten bei Audi zu globalen Produktionsstopps und Kurzarbeit an den deutschen Standorten. Seit Ende Juni wird in allen Audi-Werken wieder produziert.

In der ersten Jahreshälfte 2020 übergab das Unternehmen weltweit 707.225 (2019: 906.180) Fahrzeuge der Marke Audi an Kunden. Audi entwickelte sich trotz des pandemiebedingten Rückgangs von 22 Prozent im ersten Halbjahr besser als der um 28 Prozent rückläufige Gesamtmarkt. Auch bei den Auslieferungen zeigt sich Besserung: Im Juni übergab Audi nur noch 8 Prozent weniger Autos als 2019. Bei den weltweiten Bestelleingängen ist eine Erholung erkennbar. Sie liegen nur noch knapp unter dem Vor-Corona-Niveau.

In den Märkten zeigt sich ein uneinheitliches Bild: In Europa (–29 Prozent) und in den USA (–22 Prozent) sind die Auslieferungen der Marke Audi im Juni noch deutlich im Minus. In China zeichnet sich seit März eine signifikante Erholung der Nachfrage ab. Im Mai und Juni erzielte die Marke dort jeweils Rekordwerte. Kumuliert liegen die Verkäufe in unserem wichtigsten Einzelmarkt mit einem Minus von 3 Prozent noch leicht unter Vorjahr.

Im ersten Halbjahr sanken die Umsatzerlöse des Audi Konzerns volumenbedingt auf 20.476 Euro (2019: 28.761) Mio. Bis zur Jahresmitte wurden 16.898 (2019: 9444) Audi e-tron an Kunden ausgeliefert.

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingt schwierigen Marktsituation lag das Operative Ergebnis bei –750 Mio Euro (2019: 2300 Mio. Euro) und die Operative Umsatzrendite bei –3,7 Prozent (2019: 8,0) Prozent. Bereinigt um Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von –108 Mio. Euro erreichte das Operative Ergebnis –643 Mio. Euro (2019: 2300 Mio. Euro). Die bereinigte Operative Umsatzrendite lag bei –3,1 Prozent (2019: 8,0 Prozent).

Im Berichtszeitraum reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern des Audi-Konzerns auf 86 Mio. Euro (2019: 2580 Mio. Euro). Das hierin enthaltende Finanzergebnis lag bei 836 Mio. Euro (2019: 280 Mio. Euro). Ein wesentlicher Grund für den Anstieg ist das höhere Beteiligungsergebnis im Zuge der konzerninternen Veräußerung der Audi Electronics Venture GmbH.

Für das Gesamtjahr 2020 erwartet das Unternehmen deutlich weniger Auslieferungen der Marke Audi und Umsatzerlöse. Das Operative Ergebnis wird ebenfalls erheblich unter Vorjahr, jedoch klar positiv erwartet. (ampnet/Sm)

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Audi e-Tron S Sportback.

Audi e-Tron S Sportback.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Audi

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