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Exklusiv: Kommentar: Komplimente vom Umweltbundesamt

Das Umweltamt (UBA) ist böse mit uns, denn die Gesamtemissionen sanken im Zeitraum von 1990 bis heute um 35,7 Prozent. Aus unseren Häusern und Wohnungen entwichen in diesem Zeitraum 4,4 Prozent mehr Treibhausgas, und auch der Verkehr konnte es nicht lassen und produzierte 0,7 Prozent mehr davon. Die Folge des Umweltberichts aus dem UBA-Hauptquartier in Dessau haben wir erlebt: Autoschelte in allen Medien.

Dabei wird gern ein nicht ganz unwichtiges Faktum übersehen: 1990 lag der Fahrzeugbestand in der Bundesrepublik bei 42 Millionen. Am 2. März dieses Jahres meldete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die aktuelle Zahl: 65,8 Millionen, also eine Zunahme um mehr als die Hälfte. 2019 kam eine runde Million Fahrzeuge dazu. Mit diesen Zahlen im Hinterkopf und dem Wissen, dass die Fahrzeuge seit 1990 größer und stärker geworden sind, dass die Passagierzahlen jedes Jahr wuchsen, dürfen wir den Wert von weniger als einem Prozent Zunahme bei den Emissionen als ein Riesenkompliment an unsere Entwickler von Autos, Bahnen und Flugzeugen verstanden wissen.

Der kohlestoffschwarze Peter liegt als bei uns, die wir wohnen und Autos fahren. Wenn der Einzelne sein Verhalten nicht ändert oder vom Staat nicht dazu gezwungen wird, sich einer neuen Verkehrs- oder Heiz-Philosophie anzupassen, wird sich wenig ändern. Und die zweite Lehre aus den großen Zahlen: Eine Million Batterieautos in Deutschland ändern nichts am Klima, schon gar nicht, solange die Primärenergiegewinnung in Deutschland sich immer noch zu rund der Hälfte nicht erneuerbarer Energieträger bedient. (ampnet/Sm)

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Peter Schwerdtmann.

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