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VDIK Jahrespressekonferenz: Pkw-Markt 2019 noch auf Hochtouren

Vier von zehn in Deutschland neu zugelassenen Pkw tragen das Logo eines Importeurs. Das strich der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) wieder heraus. Für den deutschen Markt erwarten auch sie für dieses Jahr insgesamt 3,57 Millionen Pkw-Neuzulassungen, einen Rekordabsatz, der einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von vier Prozent entspricht. „Klammert man das Umweltprämienjahr 2009 aus, dann ist 2019 das zulassungsstärkste Jahr seit 20 Jahren“, bilanziert VDIK-Präsident Reinhard Zirpel heute bei der Pressekonferenz in Frankfurt. Die Importeure konnten 1,37 Millionen Pkw-Zulassungen erzielen, was einen Zuwachs von rund drei Prozent entspricht.

Bei den alternativen Antrieben sind die Importeure bei den Elektroautos (Batterie, Plug-in-Hybrid und Wasserstoff) mit voraussichtlich 100.000 Neuzulassungen besonders gut aufgestellt. Bei den Fahrzeugklassen haben 2019 die SUVs die Nase leicht vorn und sind erstmals das volumenstärkste Fahrzeugsegment mit einem Anteil von 20,8 Prozent. Auf das Konto der Kompaktklasse gehen 20,7 Prozent und die Kleinwagen kommen auf 14 Prozent.

Für das kommende Jahr rechnet auch Reinhard Zirpel mit einem Rückgang auf rund 3,35 Millionen Pkw-Neuzulassungen, was laut VDIK eine Normalisierung auf dem langjährigen stabilen Niveau bedeutet. Im kommenden Jahr erwartet der Verband, dass reine Elektrofahrzeuge und Hybrid-Autos aus ihrer derzeitigen Nischenlage herausfahren. „Nächstes Jahr werden in Deutschland voraussichtlich mindestens 160 000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Das wäre ein Zuwachs von rund 60 Prozent“, so Reinhard Zirpel. Der Marktanteil von Autos mit alternativen Antrieben insgesamt soll 2020 auf zwölf bis 15 Prozent ansteigen.

Wichtig ist dem VDIK eine technologieneutrale Förderung. „Der Ansatz dazu ist vorhanden. Allerdings ist nicht überall erkennbar, dass er konsequent durchzogen wird. Insbesondere Wasserstoff und e-Fuels haben großes Potenzial und verdienen stärkere Aufmerksamkeit der Politik“, so Reinhard Zirpel.

Für die Akzeptanz der Elektromobilität ist eine leistungsfähige Infrastruktur besonders wichtig. Daher haben die Mitglieder des Verbands beim Masterplan Elektromobilität zugesagt, sich beim Aufbau von Ladesäulen zu engagieren. Bis Ende 2022 werden die internationalen Hersteller rund 15 000 Ladepunkte auf Betriebsgeländen und im Handel schaffen. Zirpel begrüßte in diesem Zusammenhang auch die umfassende Verbesserung der steuerlichen Förderung von Elektrofahrzeugen. „Deutschland hat mit einer entschlossenen Förderung lange abgewartet. Nun steht das Ziel von bis zu zehn Millionen Elektroautos bis 2030 im Raum“, so Zirpel.

Bei den Nutzfahrzeugen geht der VDIK davon aus, dass das Jahr 2019 mit einem Zulassungsplus von fünf Prozent beziehungsweise 405 000 Zulassungen endet. Damit könnten die VDIK-Mitgliedsfirmen ihren Nutzfahrzeug-Marktanteil auf 29 Prozent leicht steigern. Für 2020 rechnet der VDIK insgesamt mit einem rückläufigen Ergebnis von 375 000 Einheiten. (ampnet/uk)

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