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Fahrvorstellung Skoda Kamiq 1,5 TSI: Kraftkur für den City-Crosser

Aller guten Dinge sind zwar, wenigstens meint das der Volksmund, drei, doch auch die Vier hat ihre guten Seiten – vor allem, wenn sie als Quartett für den automobilen Antrieb verantwortlich ist. Nach seiner Premiere als Ein-Liter-Dreizylinder-Turbo spendiert Skoda jetzt seinem kleinsten SUV, der in der Marketing-Sprache als City-Crossover auf den Markt rollt, einen halben Liter mehr Hubraum und einen zusätzlichen Zylinder. Das Ergebnis ist eine Motorisierung mit satten 150 PS (110 kW), die sich nicht allein in der Stadt bewährt.

Der mit einem angenehm zu schaltenden Sechs-Gang-Getriebe kombinierte Motor aus dem Konzernregal (1,5 TSI) beschleunigt den Kamiq in 8,3 Sekunden von null auf 100 km/h und bringt ihn auf eine Höchstgeschwindigkeit von 213 km/h. Die gegen Aufpreis (1800 Euro) lieferbare empfehlenswerte Sieben-Gang-DSG-Kraftübertragung benötigt eine Zehntelsekunde mehr und verzichtet bei der maximalen Geschwindigkeit auf einen Kilometer. Das sind Werte, mit denen sich der Kamiq auf der Autobahn und auf der Landstraße prächtig bewegen lässt. Zumal die Fahrwerksabstimmung zu einer zügigen Fahrweise einlädt. Die gelungene Kombination aus Dämpfung und Federung schluckt die Unwägbarkeiten der maroden Infrastruktur souverän, und stellt den Fahrer auch auf schneller Fahrt nicht vor Probleme.

Ihm stehen vier Fahreinstellungen zur Verfügung. Sparfüchse wählen die Eco-Variante, die aber immer noch ausreichend Temperament zulässt. In der Stellung „Normal“ rollt der Kamiq komfortbetont über die Straßen, und wenn es dynamisch werden darf, kommt „Sport“ ins Spiel. Der Skoda ist dann etwas straffer abgestimmt, ohne dass allerdings sportliche Härte den Komfort übermäßig einschränkt. Als vierte Variante lässt sich der Kamiq mittels der Einstellung „Individuell“ auf die jeweiligen Bedürfnisse einstellen.

Die Topmotorisierung kombiniert ohnehin Leistung mit Sparen, weil das Zylinderquartett nicht ständig für den Vortrieb verantwortlich ist. Der Kamiq 1,5 TSI ist mit einer Zylinderabschaltung ausgerüstet, so dass sich bei geringer Last zwei Zylinder verabschieden und nur noch ein Duett arbeitet, um den Benzindurst zu zügeln. Skoda gibt einen Verbrauch von 4,9 bis 5,0 Liter für die handgeschaltete Version an, der gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Bei ersten Testfahrten am flachen Niederrhein, stand am Ende der Tour die Verbrauchsanzeige bei knapp sechs Litern. Allerdings lässt sich dieser Wert durchaus steigern, wenn man das Temperament des TSI-Antriebs abruft. Immerhin 250 Newtonmeter Drehmoment stehen bereits ab 1500 Umdrehungen (bis 3500 Umdrehungen) bereit, und angesichts der Leistungsentfaltung ist die Versuchung groß, die vier Zylinder arbeiten zu lassen. Dann steht die Verbrauchsanzeige allerdings leicht jenseits der Acht-Liter-Marke.

150 PS in einem 4,24 Meter messenden Modell lassen schnell den Verdacht aufkommen, dass hier Krawall angesagt ist. Weit gefehlt. Der leistungsgesteigerte Kamiq verhält sich wie die Ein-Liter-Version zivil und unauffällig. Auffällig wird der Kompakt-SUV erst, wenn der Fahrer das Leistungspotenzial anfordert. Doch auch dann werden die PS souverän und gelassen abgerufen. Der Innenraum ist wie bei der schwächeren Version aufgeräumt und übersichtlich, und die edel wirkenden Materialien liefern fast schon eine Premiumatmosphäre. Der Fahrer blickt auf eine aufgeräumte Instrumentensammlung, und der zentral angeordnete Bildschirm ist gut ablesbar. Die Bedienung von Navigation über Radio bis zur Klimatisierung erfolgt weitgehend über den Bildschirm, so dass nur noch wenige Schalter übrig geblieben sind.

Im Fond herrschen dank des großzügig bemessenen Radstands von 2,65 Metern angenehme Platzverhältnisse, und der 400 Liter fassende Gepäckraum lässt sich auf 1395 Liter erweitern. Als Option ist die Lehne des Beifahrersitzes umklappbar. Dann reicht der Stauraum für bis zu 2,4 Meter lange Ladungen.

Wie die Ein-Liter-Version ist auch der stärkste Kamiq mit allen Konnektivitätsangeboten ausgerüstet, die Skoda zu bieten hat. Dank der integrierten e-Sim-Karte ist der Wagen ständig online. Über die Skoda-App können zudem viele Funktionen mit dem Smartphone gesteuert werden. Auch die Simply-Clever-Lösungen wurden aus den anderen Modellen übernommen. Dazu gehört der im Tankdeckel integrierte Eiskratzer oder der Trichter für das Wischwasser sowie die Taschenlampe im Kofferraum und ein Türkantenschutz. Insgesamt sind mehr als 20 solcher Ideen an Bord.

Die Preisliste für den Kamiq 1,5 TSI beginnt bei 24 300 Euro für die bereits gut ausgestattete Ambition-Version. Die Ausstattungslinie Style liegt bei 26 300 Euro. Wer die Optionsliste vollständig ausschöpft, landet allerdings schnell bei Beträgen jenseits der 37 000-Euro-Marke.

Die Kamiq-Palette wird im kommenden Jahr weiter ausgebaut, wenn die Erdgas-Variante 1,0 G-Tec kommt. Der Dreizylinder leistet 90 PS (66 kW) und ist mit einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe kombiniert. (ampnet/ww)

Daten Skoda Kamiq 1,5 TSI

Länge x Breite x Höhe (m): 4,24 x 1,79 x 1,53
Radstand (m): 2,65
Motor: R4-Benziner, 1498 ccm, Turbo, Direkteinspritzung
Leistung: 110 kW / 150 PS bei 5500–6000 U/min
Max. Drehmoment: 250 Nm bei 1500–3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 213 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,3 Sek.
Verbrauch (Durchschnitt nach WLTP): 4,9–5,0 Liter
Effizienzklasse: B
CO2-Emissionen: 110–113 g/km
Leergewicht / Zuladung: min. 1265 kg / max. 568 kg
Kofferraumvolumen: 400–1395 Liter
Max. Anhängelast: 630 kg
Wendekreis: 10,1 m
Luftwiderstandsbeiwert: 0,32
Wartungsintervall: variabel
Basispreis: 24 300 Euro

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