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Hauptversammlung der VW AG: Automobil bleibt Schrittmacher

Viele Jahre waren erst Hamburg und dann Hannover die Orte der Hauptversammlung der Volkswagen AG. Die 59. fand – nach der des vergangenen Jahres – erneut in Berlin statt. Zwar nähert sich der Konzern nun dem Alter, in dem er seine Mitarbeiter spätestens in Rente schickt, aber sich selbst sieht der Konzern in einer jugendlichen Verfassung. Das zeigte der Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, Hans-Dieter Pötsch, gleich zu Beginn mit dem Motto: „Mit Tempo in Richtung Zukunft!“.

Der Volkswagen Konzern will bis spätestens 2050 CO2-neutral arbeiten. Das soll nicht nur für die Fahrzeuge selbst, sondern auch für die Beschaffung, die Produktion und die Verwaltung gelten. Herbert Diess bleibt als Vorstandsvorsitzender bei dem klaren Bekenntnis zur Elektromobilität zur Umsetzung dieser Strategie. Aber auch an der Brennstoffzelle und an synthetischen Kraftstoffen soll weiter geforscht werden. Federführend wird dabei die Marke Audi sein: Die plant mit dem „h-tron quattro“ ab 2020 ein Brennstoffzellen-Fahrzeug in Kleinserie. Jedoch – so Diess – sei mit diesen Antriebsarten zumindest gegenwärtig weder ein vertretbarer Preis noch ein industrieller Maßstab mit einer dafür notwendigen Energieeffizienz zu erreichen.

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG sieht das Automobil auch weiterhin als wirtschaftlichen und technologischen Schrittmacher. Die Transformationen in Richtung der Elektromobilität werden bei Volkswagen als große Chance verstanden. Neben klassischen Produkten werden auch neue Dienstleistungen das Portfolio ergänzen. Insgesamt betrachtet habe sich die Volkswagen AG 2018 besser entwickelt als der Wettbewerb. Die Wolfsburger haben im vergangenen Jahr 10,8 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Mehr als 70 neue Modelle wurden neu eingeführt.

Pötsch hatte bereits in seiner Rede zu Anfang der HV (erneut) mitgeteilt, dass gegen die Geldbußen der Staatsanwaltschaften aus Braunschweig, München und Stuttgart keine Rechtsmittel eingelegt worden sei. Natürlich sein die hohen Summen „sehr schmerzhaft“ gewesen, damit seien jedoch alle NOX-Verfahren gegen sämtliche Gesellschaften des Volkswagen Konzerns abgeschlossen. Das – so Pötsch – sei ein klares Bekenntnis zur eigenen Verantwortung an der Dieselproblematik. (ampnet/av)



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Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

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