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Sono produziert den Sion im ehemaligen Saab-Werk

Vor drei Jahren entstand in München eines der ungewöhnlichsten Start-ups in der an ungewöhnlichen Gründungen nicht gerade armen Welt der Elektromobilität. Die drei jungen Leute Jona, Laurin und Navina (man belässt es gerne beim Vornamen) wollten nicht mehr und nicht weniger als ein besonders nachhaltiges und gleichzeitig auch noch preiswertes E-Mobil auf die Straße bringen. Der Sion, eine viertürige Limousine, sollte zudem die Sonne als zusätzliche Energiequelle nutzen.

Vom ersten Prototyp bis zum Serienmodell vergingen drei Jahre, und jetzt hat das Unternehmen mit dem schwedisch-chinesischen Konzern NEVS (National Electric Vehicle Sweden) einen Produktionspartner gefunden. Die Serienfertigung , die ursprünglich für Ende des Jahres geplant war, soll nun in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres starten. Produktionsstandort ist das ehemalige Saab-Werk im schwedischen Trollhättan, wo in den kommenden acht Jahren insgesamt 260 000 Fahrzeuge von den Bändern rollen sollen. Nach der Anlaufphase planen die Macher von Sono Motors eine jährliche Produktion von 43 000 Sion im Zweischichtbetrieb.

„Wir sind alles anders als glücklich über diesen Verzug, doch es war uns wichtig, die Produktion mit unseren Werten umzusetzen. Mit der Verzögerung von zehn Monaten können wir sicherstellen, dass unsere Produktion über einen Zeitraum von acht Jahren so aussieht, wie wir sie uns vorgestellt haben“, erklärt Thomas Hausch, Chief Operation Officer von Sono Motors. Trollhättan bietet sich für das Start-up auch deshalb als Produktionsstandort an, weil konventionell angetriebene Fahrzeuge vom Jahr 2030 an in Schweden nicht mehr zugelassen werden. Damit die Schweden den geräumigen Sion vor dem Produktionsstart kennen lernen können, startet Sono morgen eine Präsentationstour durch das Königreich.

NEVS gehört zu der an der Börse in Hongkong gehandelten Evergrande Health Industry Group. Der Konzern ist auch an dem bisher wenig erfolgreichen US-amerikanischen Unternehmen Faraday Future beteiligt und hat sich das Ziel gesetzt, in Zukunft bis zu einer Million Elektromobile pro Jahr zu produzieren.

Zusammen mit NEVS haben die Sono-Entwickler eine neuartige Produktionslinie entwickelt und in das Werk integriert. Der Sion kommt mit in die Außenhaut integrierten Solarpanelen auf den Mark, die für eine zusätzliche Reichweite von 34 Kilometern gut sein sollen. Dank des Einsatzes von schwarzem Polymer für die Karosserie entfällt bei der Produktion eine Lackieranlage und andere Werkzeuge, die in der konventionellen Produktion viel Energie benötigen. Außerdem verspricht Sono seinen Kunden eine Produktion mit ausschließlich erneuerbaren Energien in Schweden. Wie Henry Fords Model T gibt es den Sion in allen Farben, vorausgesetzt sie ist schwarz.

Angetrieben wird der Sion von einem 163 PS (120 kW) starken E-Motor, der ein Drehmoment von 290 Newtonmetern an die vorderen Antriebsräder bringt, und den familientauglichen Kompaktwagen in weniger als neun Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Bei 140 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Sono verspricht für das 4,29 Meter lange Fahrzeug eine Reichweite (nach WLTP) von 255 Kilometern und eine Ladezeit je nach Ladeleistung von einer halben Stunde bis zu 3,5 Stunden.
Für den Sion liegen bereits knapp 10 000 Bestellungen vor. Allerdings müssen sich die künftigen Kunden auch bei der Preisgestaltung auf eine Veränderung einstellen: Inzwischen ist der Preis für den „Sonnenwagen“ von ursprünglich rund 20 000 Euro auf 25 500 Euro gestiegen. (ampnet/ww)

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Sono Sion.

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Foto: Auto-Medienportal.Net/Sono Motors

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