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Shanghai 2019: ZF will in China 100 Prozent Lokalisierung

Der Serienanlauf seines Flaggschiff-Produkts, das Acht-Gang-Automatikgetriebe 8HP, im ZF-Getriebewerk in Shanghai ist ein Indiz für das verstärkte Engagement der ZF AG in China. Mit dem Aufbau weiterer Werke und dem Ausbau der Entwicklungskapazitäten wird das Unternehmen seine Präsenz auf dem wachstumsstärksten Automobilmarkt deutlich ausbauen – mit dem kompletten Produktportfolio für die lokalen Bedürfnisse entwickelt und in China gefertigt. Dazu zählen auch Lösungen für E-Mobilität und autonomes Fahren.

„Unsere Strategie für den Automarkt China heißt ‚Local for local‘“, erklärt ZF-Vorstandsmitglied Dr. Holger Klein, verantwortlich unter anderem für die Region Asien-Pazifik mit ihrem Kernmarkt China. „Nahezu alle unserer Kunden werden ihr Geschäft in China in den kommenden Jahren ausweiten. Dabei unterstützen wir sie, indem wir unser gesamtes Kompetenzportfolio vor Ort anbieten – von Entwicklungsleistungen bis zur lokalen Just-in-Sequence-Belieferung“, sagt Klein und kündigt an: „Unseren Lokalisierungsgrad werden wir in den kommenden Jahren auf 100 Prozent erhöhen. Wir werden künftig mit unseren Innovationen und Hightech-Produkten noch stärker präsent sein.“ Dafür investiert ZF in den Ausbau seiner Produktions- und Entwicklungskapazitäten vor Ort.

Als ein Schritt zur Umsetzung der Strategie gilt der Serienanlauf des Acht-Gang-Automatikgetriebes 8HP im Getriebewerk in Shanghai, wo schon seit 2004 Automatikgetriebe mit fünf und später mit sechs Gangstufen produziert werden. Der Konzern wird ab sofort auch Kunden vor Ort mit seinem Flaggschiff-Produkt für Pkw-Standard-Antriebe versorgen. Eine Variante für Plug-in-Hybrid-Antriebe lässt sich mit dem 8HP ebenfalls realisieren.

Auch rein elektrische Antriebe wird ZF in absehbarer Zeit in China produzieren; die entsprechende Fertigung wird aktuell aufgebaut. Um die Nachfrage nach Pkw-Elektrolenkungen in China stärker durch lokale Produktion zu bedienen, errichtet der Konzern am Standort Zhangjiagang ein neues Lenkungswerk, das dann größte der bisher 32 Werke von ZF in China. Den Nutzfahrzeugmarkt wird ZF ebenfalls stärker lokal von China aus bedienen: Ein Joint Venture mit dem Nutzfahrzeughersteller Foton nimmt in wenigen Wochen unter anderem die Produktion des automatischen und hybridfähigen Nutzfahrzeuggetriebes „TraXon“ auf. Dazu entsteht ein gemeinsames Produktionswerk südlich von Shanghai.

Das starke Wachstum führt auch zum Ausbau der Entwicklungskapazität in China: ZF wird dazu 1000 zusätzliche Ingenieure einstellen. Schon heute sind die beiden Entwicklungszentren im Großraum Shanghai fest in das weltweite Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk des Konzerns eingebunden, so dass Innovationen des Konzerns ihren Weg schneller auf den chinesischen Markt finden.

Mit seinem Angebot entlang der vier strategischen Kompetenzfelder E-Mobilität, Autonomes Fahren, Integrierte Sicherheit sowie Vehicle Motion Control ist ZF für chinesische wie auch für internationale Automobilhersteller mit Präsenz in China ein attraktiver Technologiepartner. Darüber hinaus bekommt ZF Bedeutung für so genannte „New Automotive Customers“, etwa Mobilitätsdienstleister, die für ihre Logistik- und Transportleistungen auf autonome Fahrfunktionen zurückgreifen werden.

Die Mitarbeiterzahl von ZF an seinen zurzeit noch 32 Standorten von rund 15 000 wird in den kommenden Monaten deutlich anwachsen. 2018 erwirtschaftete ZF in China einen Umsatz von mehr als 6 Milliarden Euro – den Großteil davon mit Antriebs- und Fahrwerktechnologie sowie mit Aktiver und Passiver Sicherheitstechnologie für Pkw und Nutzfahrzeuge sowie mit Antriebstechnik für Bau- und Landmaschinen. (ampnet/Sm)

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Shanghai 2015.

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Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

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ZF.

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