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Transporterreifen patzen im ADAC-Test

Der ADAC hat zum ersten Mal 16 Sommerreifen für Vans und Kleintransporter getestet – mit verheerendem Ergebnis: Von den 16 getesteten Modellen bekamen neun die Wertung „mangelhaft“. Die Noten „gut“ oder gar „sehr gut“ wurden kein einziges Mal vergeben. Hauptgrund für das Versagen sind gravierende Defizite auf Nässe. Die Ergebnisse der Reifendimension für Kleinwagen dagegen fallen durchschnittlich aus: zweimal „gut“ und 14-mal „befriedigend“.

Die Reifengröße 215/65 R16 C wird vorwiegend im gewerblichen Bereich für Transporter eingesetzt (das C steht für Commercial oder Cargo), wo sie hauptsächlich auf geringen Verschleiß ausgelegt ist. Aber auch für Vans im privaten Bereich, zum Beispiel bei Familienfahrzeugen, Campingmobilen oder zur Personenbeförderung, wird sie immer häufiger genutzt. Hohe Laufleistung führt jedoch fast immer zu einem Zielkonflikt beim Nässeverhalten. Die drei Reifen, die bezüglich des Verschleißes am besten abschnitten (Sava, Fulda, Michelin), sind daher allesamt „mangelhaft“ bei Nässe.

Mangelhafter Nassgriff bedeutet instabile Seitenführung und lange Bremswege. So zeigt der Fulda mit 75 000 Kilometern zwar eine überdurchschnittliche Laufleistung (ein SUV-Reifen schafft im Durchschnitt mit 40 000 Kilometern nur etwas mehr als die Hälfte), hat aber aus 80 km/h auf Nässe mit knapp 55 Metern den zweitlängsten Bremsweg im Test. Zum Vergleich: Der Bremsweg eines Pkw-Sommerreifens dieser Dimension ist kürzer als 40 Meter.

Als Alternative zu den C-Reifen sind bei vielen Vans oder Transportern auch Pkw-Reifen möglich (steht in den Zulassungspapieren). Angesichts der geringeren Fahrleistung und Zuladung im privaten Bereich können diese die bessere Wahl sein, meint der ADAC.

Für Fuhrparkmanager gilt: Bei der Wahl der Transporterreifen sollte verantwortungsbewusst nicht nur auf Laufleistung, sondern auch auf Sicherheit geachtet werden. Denn der ADAC-Test zeigt: Auch C-Reifen können eine zumindest befriedigende Nässeperformance bei geringem Verschleiß erzielen, zum Beispiel der Spitzenreiter Apollo oder auch Goodyear und Pirelli. Die Reifenhersteller sollten ihre C-Reifen schnellstmöglich auf ein Mindestmaß an Performance auf Nässe weiterentwickeln und die Sicherheitsaspekte den wirtschaftlichen Aspekten wie Reifenverschleiß überordnen, fordert der Automobilclub.

Bei den Kleinwagen leistet sich unter den 16 ausgewählten Sommerreifen kein Modell einen groben Ausrutscher. Insgesamt konnten die ADAC Tester zweimal „gut“ und 14-mal „befriedigend“ vergeben. Der Spitzenreiter Bridgestone überzeugt mit Bestnoten auf trockener und nasser Fahrbahn, nur das etwas lautere Geräusch stört die Gesamtbilanz. Der zweitplatzierte Vredestein überzeugt durch eine vergleichsweise hohe Laufleistung. (ampnet/jri)

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ADAC-Sommerreifentest 2019.

ADAC-Sommerreifentest 2019.

Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

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