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Bundesverkehrsminister warnt vor Diesel-Panik

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat in seinem ersten Interview mit der „ADAC Motorwelt“ bekräftigt, dass er sich eine Versachlichung der Debatte um die Manipulation von Diesel-Pkw wünscht. „Keine Panik, keine Verbote, sondern konkrete Maßnahmen“, so der Minister im morgen erscheinenden Mitgliedermagazin des Automobilclubs. Bis Ende 2018 müssten etwa 5,3 Millionen betroffene Fahrzeuge mit Software-Updates ausgestattet sein. Dies, so Scheuer, brächte eine Reduzierung der Schadstoffbelastung von 25 bis 30 Prozent, weshalb die Städte mit einer Verbesserung ihrer Luftqualität rechnen könnten. Darüber hinaus müssten die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, etwa um intelligente Verkehrsmanagement-Systeme auszubauen.

Eine technische Nachrüstlösung für Diesel-Pkw, die laut ADAC eine Stickoxid-Minderung von bis zu 90 Prozent bewirken kann, lehnt der Bundesverkehrsminister weiterhin ab. „Mein Ministerium hat rechtliche, technische und finanzielle Bedenken gegen die Diesel-Umrüstung“, sagte Scheuer. „Man müsste Fahrzeuge kennzeichnen und aussperren, die nicht nachgerüstet wurden. Und das will ich nicht.“

Gefragt zur Zukunft des autonomen Fahrens stellt der Bundesverkehrsminister Deutschland gute Noten aus. „Man darf das autonome Fahren keinesfalls schlechtreden. Ich bin überzeugt: Kein anderes Land ist bei den technischen und ethischen Fragen zu diesem Thema so weit wie Deutschland.“ Mit Blick auf neue Mobilitäts-Dienstleister wie den Fahrdienstanbieter Uber, Mitfahrclubs und Carsharing-Flotten äußert sich Andreas Scheuer zuversichtlich, dass das Personenbeförderungsgesetz zügig angepasst wird, sofern erforderlich. (ampnet/jri)

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