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Dekra untersucht Verkehrssicherheit in den USA

Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention kommen in den USA bei Straßenverkehrsunfällen jeden Tag sieben Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren ums Leben. Bezogen auf die Fahrleistungen ist diese Altersgruppe dreimal so oft in tödliche Straßenverkehrsunfälle verwickelt wie Verkehrsteilnehmer ab 20 Jahren. Dies sind die zentralen Feststellungen des Dekra-Verkehrssicherheitsreports der Dekra fpür die USA. Er widmet sich ausschließlich jungen Autofahrern und zeigt auf, wo die größten Potenziale für die nachhaltige Verringerung der Unfallopferzahlen auf den Straßen liegen und welche Herausforderungen damit für Mensch, Technik und Infrastruktur verbunden sind.

Obwohl jugendliche Autofahrer in den USA nur sechs Prozent aller Führerscheininhaber ausmachen, sind sie zu neun Prozent an tödlichen Unfällen beteiligt. Laut National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) kamen 2014 in den USA 1717 junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren am Steuer eines Fahrzeugs ums Leben, die Zahl der Verletzten bei Autounfällen wird auf 170 000 geschätzt. Gegenüber dem Jahr 2013 bedeutet dies bei den Getöteten eine Zunahme um rund ein Prozent. Die Zahl der an tödlichen Unfällen beteiligten Teenager ist in den vergangenen zehn Jahren aber um 50 Prozent zurückgegangen.

Wie der Report aufzeigt, ist menschliches Versagen auch bei jugendlichen Autofahrern eine der Hauptursachen von Crashs mit Personen- und/oder Sachschaden. Nicht ohne Grund setzt daher die Automobilindustrie schon seit Jahren verstärkt auf Fahrerassistenzsysteme wie zum Beispiel Notbremssystem, Abstandsregelung, Spurhalteunterstützung oder Müdigkeitswarner. Ziel muss es laut Dekra sein, für jedes sicherheitsrelevante System die zuverlässige Funktion über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs zu gewährleisten. Wartung und Service dürfen also nicht vernachlässigt werden. Einen entscheidenden Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit könne außerdem auch in den USA die periodische Fahrzeugüberwachung leisten.

Neben der Fahrzeugtechnik komme im Hinblick auf die Verkehrssicherheit von Teens unter anderem auch der grundlegenden Fahrausbildung eine zentrale Rolle zu. Dasselbe gelte für die Infrastruktur und den Straßenbau, die Gesetzgebung und die Verkehrsüberwachung, das Rettungswesen, die Verkehrserziehung und weitere Maßnahmen im Bereich der Prävention. Darüber hinaus empfiehlt Dekra in den USA auf lokaler, bundesstaatlicher und Bundesebene die Umsetzung der Sicherheitsinitiative „Vision Zero“. Die NHTSA hat bereits Programme entwickelt, deren Schwerpunkte auf den so genannten „4 E“ der Verkehrssicherheit liegt: Engineering (Ingenieurtechnik), Education (Ausbildung), Enforcement (Durchsetzung von Verkehrsregeln) und Emergency Medical Services (Rettungswesen). Die „Vision Zero“ geht noch einen Schritt weiter und fügt die Begriffe „Evaluation“ (Bewertung von Maßnahmen) und „Equity“ (Chancengleichheit) hinzu. Gleichzeitig verfolgt sie einen systemweiten, datengestützten Ansatz, um besonders unfallträchtige Straßen sicherer zu machen. (ampnet/nic)

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Dekra-US-Road-Safety-Report.

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Foto: Dekra

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