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Autos immer umweltfreundlicher

Seit Dezember 2011 werden Personenwagen in Bezug auf ihren Energieverbrauch und damit auf ihren Einfluss auf die Umwelt ebenso wie Kühlschränke oder Waschmaschinen in ein Label mit acht Effizienzklassen von A+ (sehr gut) bis G (ungenügend) eingeteilt. Gleichzeitig sind diese Klassen farblich unterschiedlich gekennzeichnet: A+ bis C grün, D bis F gelb und G rot. Die Zuordnung zur jeweiligen Klasse, die potenzielle Kunden auf den ersten Blick informieren soll, erfolgt über eine Formel, die das Leergewicht des Autos in Bezug auf den Ausstoß der Dioxid-Werte des Wagens setzt. Das Internet-Neuwagenportal "MeinAuto.de" stellte jetzt die Effizienzeinstufung der Fahrzeugflotten von 35 gängigen Marken gegenüber und errechnete dabei den prozentualen Anteil je Effizienzlabel, gemessen an der gesamten Modellpalette des jeweiligen Herstellers oder Importeurs.

Im Gegensatz zu 2013, wo mit 24,7 Prozent die meisten Autos noch in die Effizienzklasse C fielen, erreichte 2014 jeder vierte verkaufte Neuwagen die Klasse B. Generell legt die Anzahl der "grünen" Modelle im Vergleich zum Vorjahr zu, während die der Umweltbelastenden fällt. Am deutlichsten ist der Zuwachs in der drittbesten Klasse B: 2013 lag markenübergreifend der durchschnittliche Anteil aller Modellvarianten bei 17,3 Prozent, während es 2014 ein Plus von 4,8 Prozent auf 22,1 Prozent gab. Auch die Anteile der besonders CO2-effizienten Klassen A+ und A stiegen. Die Klasse A+ legte um 2,4 Prozent von durchschnittlich 6,3 Prozent im Jahr 2013 auf 8,7 Prozent im Durchschnitt 2014 und die Klasse A um 3,1 Prozent von 13,2 Prozent im Vorjahr auf 16,4 Prozent in diesem Jahr zu. Stark nachgelassen hat der Anteil der Fahrzeuge mit schlechteren Effizienzlabels. In der Kategorie G gab es einen Rückgang um 3,2 Prozent von 7,3 Prozent im Durchschnitt auf 4,1 Prozent.

Die Fahrzeuge sämtlicher Autoproduzenten aus Deutschland und deren ausländischer Konkurrenz bewegen sich im grünen Bereich, wobei Peugeot mit 52,2 Prozent bei 249 Modellvarianten vorne liegt. Überhaupt lagen die Franzosen gut im Rennen: Keines ihrer Modelle schnitt mit der Kategorisierung F oder G ab. Auch der japanische Importeur Lexus konnte in den Klassen A+ und A punkten: Mit einem Gesamtanteil von 51,4 Prozent an Modellvarianten in den genannten Effizienzklassen lag die Marke nur knapp hinter Peugeot. Der bestplatzierte deutsche Hersteller in der Betrachtung Anteil am Effizienzlabel A+ und A ist Mercedes: Mit 48,8 Prozent gehören fast die Hälfte aller 441 Modellvarianten diesen umweltfreundlichen Labels an.

Am schlechtesten schnitten die Marken Abarth, Porsche und Infiniti ab: Die zwölf berücksichtigten Varianten des Modells 500 der italienischen Fiat-Tochter Abarth, gehören mit der Einstufung in die Labels E (25 %) und F (75 %) zu den am wenigsten effizienten. Allerdings hat sich die Marke im Vergleich zum Vorjahr verbessert. 2013 gehörten noch 50 Prozent der Modellvarianten dem ineffizientesten Label G an, in diesem Jahr keines mehr. Auch Porsche liegt im CO2-Effizienzklassen-Vergleich im hinteren Feld – etwas weniger als die Hälfte aller 42 Modellvarianten wurden dem roten Label G zugeordnet.

Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass Deutschlands Autokäufer mehr denn je auf den Verbrauch ihres Neufahrzeugs achten. Schließlich hängen Treibstoffkonsum und Abgasverhalten voneinander ab. (ampnet/hrr)

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Mercedes-Benz E 300 Bluetec Hybrid.

Mercedes-Benz E 300 Bluetec Hybrid.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler

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