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Daimler will Anteil an Kamaz aufstocken

Daimler will seinen Anteil am russischen Lkw-Hersteller Kamaz von derzeit zehn auf zunächst elf Prozent aufstocken. Mit Unterstützung der europäischen Entwicklungsbank EBRD plant der Konzern, fünf Prozent der Anteile von der russischen Investmentbank Troika Dialog zu übernehmen. Die EBRD soll vier Prozent sowie einen Kamaz-Aufsichtsratssitz und Daimler ein Prozent erhalten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bereits im November 2009 wurden Verträge zur Gründung von zwei Joint Ventures zwischen Daimler und Kamaz unterzeichnet. „Fuso Kamaz Trucks Rus“, an dem beide Unternehmen je die Hälfte halten, wird im ersten Quartal 2010 mit dem Import von Fuso-Lastwagen als Rohkarosserie beginnen. Der Zusammenbau erfolgt am Kamaza-Standort in Naberezhnye Chelny. Die Vertriebszentrale des neuen Unternehmens ist in Kazan angesiedelt.

Am zweiten Gemeinschaftsunternehmen „Mercedes-Benz Trucks Vostok“ werden die Daimler AG und Kamaz ebenfalls je 50 Prozent halten. Die Produktion der schweren Mercedes-Benz Lkw Actros und Axor erfolgt zunächst ebenfalls als Semi-Knocked-Down-Montagesätze (SKD) in Naberezhnye Chelny. Die Vertriebszentrale für Mercedes-Benz Lkw sowie Mercedes-Benz und Setra Omnibusse in Russland bleibt in Moskau. Die Produktion der Lkw soll im zweiten Quartal 2010 starten, der Vertrieb läuft bereits seit Januar 2010. (ampnet/jri)

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Vertragsunterzeichnung (von links): Troika-Generaldirektor Serguei Skvortsov, Daimler-Lkw-Chef Andreas Renschler, Ministerpräsident Vladimir Putin, Kamaz-Aufsichtsratsvorsitzender Serguei Chemezov und Kamaz-Generaldirektor Serguei Kogogin.

Vertragsunterzeichnung (von links): Troika-Generaldirektor Serguei Skvortsov, Daimler-Lkw-Chef Andreas Renschler, Ministerpräsident Vladimir Putin, Kamaz-Aufsichtsratsvorsitzender Serguei Chemezov und Kamaz-Generaldirektor Serguei Kogogin.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler

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