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Continental 2013 mit schwächerem ersten Quartal

In den ersten drei Monaten diesen Jahres hat sich der Umsatz des Continental-Konzerns im Vergleich zum Vorjahresquartal, dem umsatzstärksten in der Continental-Geschichte, um 3,4 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro verringert. Aufgrund des Schaltjahres 2012 und der frühen Osterfeiertage 2013 wies das erste Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum drei Arbeitstage weniger aus, was sich in vielen Ländern negativ auf die Entwicklung der Pkw-Produktion und den Reifenabsatz auswirkte. Hinzu kam die ungewöhnlich lang anhaltende Kaltwetterperiode in weiten Teilen Nordeuropas, so dass Autofahrer später als sonst üblich Sommerreifen aufzogen.

„Die ersten drei Monate dieses Jahres verliefen wie erwartet schwierig. Unser Geschäft hat aber bereits wieder Fahrt aufgenommen, und wir sind zuversichtlich, dass sich die weltweite Pkw-Produktion noch weiter stabilisiert. Außerdem rechnen wir mit einer Belebung der Reifenersatzmärkte in Europa nach der ungewöhnlich langen Kaltwetterperiode“, sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart heute anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen in Hannover. „Für das laufende Jahr gehen wir deshalb unverändert von einer Umsatzsteigerung um rund fünf Prozent auf mehr als 34 Milliarden Euro und einer bereinigten EBIT-Marge von über zehn Prozent aus, gerade weil wir diese Marke trotz aller Widrigkeiten bereits im ersten Quartal erreicht haben.“

Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr unter anderem auch aufgrund der stetig hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die in der Automotive Group auf 8,7 Prozent vom Umsatz anstiegen, leicht um 40 Millionen Euro bzw. 5,1 Prozent auf 747 Millionen Euro. Die Marge blieb mit 9,3 Prozent nach 9,5 Prozent im entsprechenden Vorjahreszeitraum nahezu stabil.

Das bereinigte operative Konzernergebnis (EBIT bereinigt) verringerte sich um rund 93 Millionen Euro oder 10,4 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres auf 796 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge blieb mit zehn Prozent zweistellig, nachdem im sehr starken Vorjahreszeitraum 10,7 Prozent verbucht worden waren. Sowohl die Vorjahreswerte als auch die des laufenden Jahres beinhalten die Erstanwendung der Rechnungslegungsvorschrift IAS 19.

Das Konzernergebnis, das den Anteilseignern zugerechnet wird, sank in den ersten drei Monaten um 8,6 Prozent auf 441 Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie betrug damit im ersten Quartal 2,21 Euro nach 2,41 Euro pro Aktie im Vorjahr.

Nach den ersten drei Monaten reduzierte Continental seine Netto-Finanzschulden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 1,2 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro. „Im Vergleich zum Jahresende verzeichnen wir den saisonal üblichen leichten Anstieg um 293 Millionen Euro“, erklärte Continental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Der Verschuldungsgrad, die Gearing Ratio, lag nach den ersten drei Monaten 2013 bei 64,2 Prozent.

Das Zinsergebnis hat sich wie angekündigt auf minus 123 Millionen Euro verschlechtert. Der Zeitwert der Derivate ist im ersten Quartal 2012 angepasst worden, was eine positive Wirkung hervorgerufen hat. In den ersten drei Monaten dieses Jahres habe sich dieser jedoch nicht mehr auswirken können, so dass ein negativer Effekt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte, der nicht vollständig durch die weiter verringerten Zinsaufwendungen habe kompensiert werden können. Diese seien auf Grund der deutlich abgebauten Nettoverschuldung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33 Millionen Euro oder mehr als ein Fünftel auf 112 Millionen Euro zurückgegangen.

Der Konzern investierte in den ersten drei Monaten dieses Jahres 431 Millionen (+40 Millionen) Euro. Die Investitionsquote lag bei 5,4 Prozent. 60 Prozent der Investitionen entfielen dabei auf die Rubber Group, insbesondere für Kapazitätserweiterungen in Nord- und Südamerika sowie Asien. Knapp 173 000 Beschäftigte zählte der Continental-Konzern am Ende des ersten Quartals, damit wurden im Vergleich zum Jahresende 2012 mehr als 3200 Arbeitsplätze aufgebaut.

Die Automotive Group erzielte nach drei Monaten einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro, bei einer bereinigten Marge von 7,2 Prozent nach 8,1 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Rubber Group erreichte im ersten Quartal einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro. Die bereinigte Marge verbesserte sich auf 15,4 Prozent nach 15,2 Prozent im Vorjahr. (ampnet/deg)

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